2. Trainingshäufigkeit

Gerade beim Aufbau von Kraft ist es notwendig, dem Körper ausreichend Zeit zu geben, um sich zu erholen und die nötige Power für die nächste Trainingseinheit zu erlangen. Dieses wird dadurch erreicht, daß man die Muskelgruppen zusammenfaßt, die auch bei den entsprechenden Grundübungen gemeinsam zum Einsatz kommen. Als Beispiel wäre das Bankdrücken zu nennen. Hier wird zwar primär die Brust trainiert, Schulter und Trizeps werden aber auch in einem großen Maße in die Übung mit einbezogen. Dieses ist auch bei den anderen Brustübungen gleich. Um nun jeder dieser Muskelgruppen ein Optimum an Erholung zukommen zu lassen, ist es sinnvoll, diese alle an einem Tag zu trainieren. Auf diese Art und Weise wird vermieden, daß beim nächsten Training eine der Muskelgruppen nicht ausreichend regeneriert ist.

Manche mögen jetzt argumentieren, daß ein einmaliges Training einer Muskelgruppe pro Woche nicht ausreicht, um einen entsprechenden Zuwachs zu verzeichnen. Dem kann nur erwidert werden, daß es sogar Bodybuilder und gerade Weltklassepowerlifter gibt, die ihre Intervalle noch größer wählen. Der Muskel wird in der Pause zwischen den Trainingseinheiten massiger und stärker, nicht während des Training. Deshalb setzt eine entsprechende lange Trainingspause einfach nur entsprechend harte Trainingseinheiten voraus. Es ist heute sehr schwer, einen wirklich guten Powerlifter und Bodybuilder zu finden, der jeden Muskel öfters als einmal in der Woche trainiert, zumindest was die Zeit betrifft in der es ihm um den Aufbau von Masse und Kraft geht. Aber selbst in der Wettkampfvorbereitung weichen viele dieser Sportler nicht von einem solchen System ab.

Ein weiteres Argument gegen ein solches System wäre, daß nach einem Training der großen Muskelgruppen die kleinen Muskelgruppen wie z.B. Bizeps und Trizeps schon so weit ermüdet sind, daß ein Training für sie unweigerlich im Übertraining enden würde. Dieses mag stimmen, wenn man ein normales Training für sie absolvieren würde. Dadurch, daß sie aber bei den großen Muskelgruppen schon belastet worden sind, reicht in der Regel ein kurzes, aber dafür hartes Training aus, um sie zum Wachstum anzuregen. Hierdurch wird aber gleichzeitig ein Übertraining vermieden.


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