Old-School Training for New Muscles
Wer kennt das nicht, da plagt man sich jeden Tag aufs neue im
Studio, aber weder auf der Waage, noch bei Maßband und Kraft tut
sich auch nur das geringste. Das Training macht einfach keinen Spaß
mehr, weil man das Gefühl hat, auf der Stelle zu treten. Stagnation
heißt das Zauberwort, ein Zustand der für jeden ernsthaften
Bodybuilder ein Schreckgespenst ist.
Die Gründe hierfür können vielfältig sein, das Spektrum reicht von
Übertraining über mangelhafte Ernährung bis hin zu einer falschen
Auswahl von Trainingsübungen. Gerade Anfänger und leicht
Fortgeschrittene machen oft den Fehler, daß sie den Trainingsstil
ihrer Vorbilder kopieren. Dieses können Trainingsprogramme der
Profis sein, wie sie in den einschlägigen Magazinen abgedruckt
werden, oder aber einfach nur Übungen, die sie sich bei den
„dicken Jungs“ in ihrem Studio abschauen. Was sie dabei
übersehen ist, daß ihre Vorbilder sich in jahrelangem Training mit
den klassischen Grundübungen eine enorme Muskelmasse als Grundlage
geschaffen habe, die sie mit den ihren heutigen Trainingsprogrammen
nur noch ausfeilen. Ein Masseaufbau steht bei diesen Athleten nur
noch selten im Vordergrund und den wollen sie mit ihren teilweise
exotischen Übungen auch nicht erreichen. Gerade diese Übungen sind
es aber, die von vielen Anfängern fälschlicherweise als die großen
Geheimnisse der fortgeschrittenen Bodybuilder angesehen werden. Ein
folgenschwerer Irrtum.
Bei einem Anfänger oder mäßig fortgeschrittenen Athleten sind ganz
andere Dinge zu beachten. Hier sollte der Aufbau von Masse und
Kraft eindeutig erste Priorität haben. War Masse ausfeilen will,
der sollte erst mal einen Grundstock davon besitzen. Diese Masse
läßt sich aber mit Spezialübungen nicht erreichen. Hier ist ein
klassisches Trainingsprogramm mit vielen Grundübungen am
sinnvollsten.
Übrigens kann so ein Programm auch für weit fortgeschrittene
Bodybuilder eine Möglichkeit sein, in einer Phase mangelnder
Trainingsfortschritte dem Körper einen neuen Anreiz zum Wachstum zu
geben. Hier kommt das Konzept der Periodisierung zum tragen. Man
sollte den Körper nicht immer mit dem gleichen Trainingsschema
fordern, an das er sich im Laufe der Zeit anpasst, so daß
irgendwann die Fortschritte ausbleiben. Sinnvoller ist es, das
Training in verschiedene Abschnitte zu unterteilen und damit zu
periodisieren. Auf eine Phase, in der es um Ausarbeitung der
Muskelqualität geht, sollte immer wieder ein Phase mit dem
Schwerpunkt auf Masse und Kraft folgen.
- Aufbau eines klassischen Programms für Masse und Kraft
- Trainingshäufigkeit
- Die Ernährung
- Vorschlag für einen Trainingsplan nach den genannten Prinzipien
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