1. ILB - Vielleicht auch etwas für Sie?
Gerade als Trainingsanfänger steht man in der Regel vor der
Frage, wie man sein Training optimal gestalten soll. Das Studium
diverser Zeitschriften hilft einem hier nicht unbedingt weiter,
sind doch die dort abgedruckten Trainingspläne fast immer
Spezialpläne von Profis, die natürlich nur mit deren individuellen
Präferenzen wie Trainingserfahrung, Ernährung, Genetik und nicht
zuletzt Supplementation und chemischer Unterstützung zum
gewünschten Erfolg führen. Gerade aber Anfänger denken nur zu oft,
daß sie mit dem Plan eines Profis in absehbarer Zeit ebenfalls so
aussehen werden. Genau das Gegenteil ist der Fall, ein solcher Plan
wird die Fortschritte eher begrenzen, führt er doch fast
unweigerlich ins Übertraining. Eine Trainingsgestaltung nach
Profi-Plänen wird also auf lange Sicht nicht zum Erfolg
führen.
Manch einer mag jetzt argumentieren, dass man dafür ja einen
Trainer in seinem Studio hat, um einen individuell zugeschnittenen
Plan zu bekommen. Aber auch dieses Wunschdenken wird nur allzu oft
von der Realität eingeholt. Machen wir uns nichts vor, bei einem
Beitrag von vielleicht 50 EUR im Monat kann man keine individuelle
Trainingsbetreuung erwarten, schon gar nicht in einem Studio von
1000 oder mehr Mitgliedern, wenn nur 1-2 Trainer zur Verfügung
stehen. In den meisten kommerziellen Studios sieht die individuelle
Betreuung so aus, daß man einen Anfangsplan bekommt, der einen in
eine gewisse Anzahl von Übungen einführt. Dieser wird die ersten
Male von der Ausführung her noch überprüft, dann ist man auf sich
allein gestellt.
Am Anfang macht man mit diesem Plan auch gute Fortschritte. Das
liegt aber oft weniger am Plan an sich, als vielmehr an der
ungewohnten Belastung. Im Endeffekt würde man vermutlich mit fast
jeder Art von Widerstandstraining in dieser Zeit Fortschritte
machen.
Nach einer gewissen Zeit, normalerweise 4-6 Monate, bleiben aber
die Fortschritte stecken. Man beginnt nach den "Wunderübungen" und
"Geheimnissen" der breiten Jungs im Studio zu suchen. Der
Wettkampfbodybuilder am Nebengerät macht Intensivwiederholungen mit
Hilfestellung ? Dann muß das auch für einen selbst auch profitabel
sein. Oder sind Supersätze vielleicht das Geheimnis?
Viel zu früh beginnt der Anfänger mit dem Einbauen von
Intensitätstechniken, wo er bei einer soliden Trainingsplanung auf
lange Sicht solche Spezialtechniken noch überhaupt nicht benötigt.
Irgendwann beginnen aber auch hier die weiteren Fortschritte
auszubleiben. Die Lösung des Problems wird nur allzu oft wieder
darin gesucht, daß man versucht, noch intensiver zu trainieren. So
gerät man irgendwann in einen Kreislauf, der einen immer weiter ins
Übertraining hineinkatapultiert ohne wirklich für eine Lösung des
Problems zu sorgen.
Dabei wird auch noch ein weiterer Punkt völlig außer Acht gelassen,
werden die Muskeln doch in einem viel schnelleren Umfang
leistungsfähiger, als der zugehörige Sehnen- und Bänderapparat und
die Gelenke. Ein zu frühes Einbauen von Intensitätstechniken birgt
also auch eine wesentlich höhere Verletzungsgefahr in sich.
Genau hier setzt nun die "Individuelle Leistungsbild-Methode"
(kurz: ILB-Methode) an. Sie gibt dem Trainierenden keinen festen
Plan vor, sondern vielmehr ein Werkzeug an die Hand, wie er für
sich selbst das Training auf lange Sicht gestalten und einen
idealen Plan erstellen kann, der ihn einerseits von den Gewichten
und der Intensität her nicht überfordert, andererseits aber auch zu
dauerhaften Fortschritten führt. Die ILB-Methode richtet sich dabei
vorrangig an Anfänger und Fortgeschrittene, weniger an
Leistungstrainierende und Wettkampfbodybuilder, die, sowohl was
Zielsetzung als auch Trainingserfahrung betrifft, die
Zwischenschritte bei der ILB-Methode für sich selbst oft bereits
erfolgreich durchlaufen haben, ohne daß sie es bemerkt haben.
Nicht zuletzt dies ist ein Grund, wieso sie für sich die
ILB-Methode ruhig einmal in Betracht ziehen sollten, sind doch die
Zielsetzungen des Otto-Normal-Bodybuilders mit denen eines
Wettkampf- oder zumindest leistungsorientiert trainierenden
Athleten überhaupt nicht unter einen Hut zu bringen. Um es einmal
provokant zu formulieren ist in den ersten Monaten und Jahren das
Einbauen von Intensitätstechniken, bzw. das Trainieren am Limit
überhaupt nicht erforderlich, um konstante Fortschritte zu
machen.






