5. Pro & Contra = ????
Betrachtet man die Auflistung von Pro und Contra für das
HIT-System so bleibt ein etwas zwiespältiger Eindruck. Sicher, es
funktioniert, das hat es in der Vergangenheit oft genug bewiesen,
aber eben nicht für jeden. Es gibt auch genug fortgeschrittene
Athleten und Wettkämpfer, die sich nach einem Umstieg eher
verschlechtert haben. Auch die bei einem Leistungsathleten
gegebenenfalls größere Verletzungsgefahr sollte nicht unterschätzt
werden. Entscheiden müssen Sie letztlich selbst, welche Aspekte für
Sie wichtiger sind. Einen Versuch ist HIT allemal wert, gerade für
einen nicht leistungsorientiert trainierenden Athleten, für den der
Faktor Zeit ein wichtiges Gut darstellt. Besonders wenn man den
Trainingserfolg in Relation zu Zeit stellt, dann ist HIT sicher
eins der effektivsten Trainingssysteme, wenn nicht sogar DAS
effektivste System.
Aber auch wenn man sich gegen HIT entscheidet, so hat das
HIT-Training durchaus interessante Aspekte, die man in sein
Training integrieren kann. Betrachtet man das Training vieler
Wettkampfathleten, so absolviert heute keiner mehr ein klassisches
Volumentraining wie zu Arnolds Zeiten, sondern jeder hat seinen
eigenen Weg gefunden. Gemeinsam haben sie dabei oft, dass sie einen
gemäßigten Trainingsumfang haben, der viele Intensitätstechniken
beinhaltet.
Selbst der mehrfache Mr. Olympia Dorian Yates, der oft als
Paradebeispiel für erfolgreiches HIT herhalten muss, hat kein
wirkliches HIT im Sinne von Mentzer trainiert. Zwar hat er für
einen Profi-Bodybuilder mit erstaunlich wenigen Sätzen trainiert
bei nur wenigen Trainingstagen in der Woche, das ganze garniert mit
brutaler Intensität. Aber gerade der Aspekt der langsamen
Übungsausführung war bei seinem Training nicht gegeben. Durch seine
vielen Verletzungen ist er zudem ein Paradebeispiel für die
negativen Aspekte hochintensiven Trainings mit wenigen
Sätzen.
Entscheiden Sie selbst...






