3. Eine Überlegung wert?
In der Theorie klingt das HIT-System wirklich fast zu gut und die Zahl derer, die nach erfolglosem Volumentraining auf ein HIT-System umgestiegen sind, ist wahrlich nicht gering. Kein Wunder, HIT ist nicht kompliziert, sondern einmal verinnerlicht sehr leicht für jeden durchführbar. Die Vorteile liegen auf der Hand:
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Geringer Zeitaufwand
Ist man bei einem herkömmlichen Training fast immer über eine Stunde im Studio und absolviert Satz um Satz, das ganze mindestens 3x/Woche, als Fortgeschrittener durchaus 5x/Woche 75-90 min. oder manchmal mehr, so ist die nötige Zeit für HIT doch wirklich klein. 3x/Woche für 45 min. und man erreicht den Traumkörper, so wird versprochen. Das hat wirklich jeder übrig. -
Optimale Hormonausschüttung
Studien haben gezeigt, dass die Ausschüttung von anabolen (=aufbauenden) Hormonen beim Training nach etwa 45 min. ihren höchsten Punkt erreicht. Nach 45min. hingegen sinkt diese wieder und die Produktion kataboler (=abbauender) Hormone steigt an. Daher ist die optimale Dauer einer Trainingseinheit begrenzt. Beim HIT wird aber diese begrenzte Zeit effektiv genutzt. -
Fest definierte Regeln
Einer der Hauptgründe für die Fortschritte vieler Anfänger beim HIT-Training, die vorher mit klassischem Training erfolglos waren, liegt sicher in der Vorgabe fester Regeln. Wer kennt nicht den typischen Anfängerplan, beim dem es heißt von jeder Übung 3x10 Wiederholungen. Das wird schnell eintönig, kein Mensch sagt einem was von Muskelversagen und zwischendurch bleibt viel Zeit für ein Schwätzchen, weil man sich nicht anstrengen muss. Fortschritte bleiben da schnell aus.
Beim HIT hingegen wird klipp und klar gesagt: "Geh an Dein Limit." Viele trainieren hier zum ersten Mal im Leben bis zur Muskelerschöpfung. Kurz und hart, das ist leicht zu verstehen und genauso leicht umzusetzen -
Niedrige Verletzungsgefahr
Nicht wenige Leute trainieren beim herkömmlichen Training mit wirklich schlampiger Technik. Dieses ist nicht zuletzt dadurch begründet, dass die Ausführungsgeschwindigkeit nicht definiert ist. Im Zusammenhang mit immer höheren Trainingsgewichten obsiegt der persönliche Ehrgeiz daher oft über die Technik und die Übungen werden abgefälscht, teilweise bis zu Unkenntlichkeit.
Anders beim HIT. Durch die niedrige Ausführungsgeschwindigkeit wird ein Abfälschen im Prinzip unmöglich gemacht. Hierdurch wiederum sinken die Trainingsgewichte. Beides zusammen resultiert in einer niedrigeren Verletzungsgefahr. -
Kein Übertraining möglich
Die größte Sorge beim HIT gilt dem Übertraining, welches dadurch verursacht wird, dass zu oft, zu lange, mit zu vielen Sätzen und mit zu vielen Intensitätstechniken gearbeitet wird. Genau das wird beim HIT allein schon per Definition verhindert, da ja erst wieder die nächste Einheit folgen darf, wenn Erholung und Adaption abgeschlossen ist.






