2. Ein Beispiel...
An besten lässt sich das Umsetzen der Trainingsprinzipien des HIT-Trainings vermutlich anhand eines Beispiels verdeutlichen. Wie bereits geschrieben ist die Trainingshäufigkeit bei HIT recht gering. Da auch der Trainingsumfang für jede Muskelgruppe sehr klein ist, bietet sich daher an, den Körper nur wenig aufzuteilen. So ist im klassischen HIT für Anfänger ein Ganzkörpertraining selbstverständlich, aber auch bei Leistungsathleten ist ein 3er-Split eher die Regel als die Ausnahme. Ein solcher 3er-Split wird normalerweise mit 3 Trainingseinheiten in der Woche betrieben, ggf. aber auch nur mit 2 Einheiten, je nach Erholungszustand (zur Erinnerung: Eine Muskelgruppe soll erst nach vollständiger Adaption wieder belastet werden).
| Übung | Anzahl | Wiederholungen |
|---|---|---|
| Bankdrücken | 4 Sätze | 5-8 |
| Schrägbankdrücken mit Kurzhanteln | 3 Sätze | 8-10 |
| Fliegende Bewegung | 3 Sätze | 10-12 |
| Frontdrücken | 4 Sätze | 5-8 |
| Seitheben | 4 Sätze | 10-12 |
| Dips | 3 Sätze | Max. Wdh. |
| Trizepsdrücken am Kabel | 3 Sätze | 10-12 |
Hierbei kommen folgende Prinzipien zum Einsatz:
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| Übung | Anzahl | Wiederholungen |
|---|---|---|
| Schrägbankdrücken | 1-2 Sätze | 3-5 |
| Butterfly im Supersatz mit Dips | 1 Satz | 4-6 |
| Nackendrücken | 1-2 Sätze | 3-5 |
| Seitheben | 1 Satz | 5 |
| French Press (Schädelzertrümmerer) | 1 Satz | 5 |
| Trizepsdrücken am Kabel | 1 Satz | 5 |
Hierbei kommen folgende Prinzipien zum Einsatz:
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Im Gegensatz zum 3er-Split beim herkömmlichen Volumentraining
ist beim HIT aber der Trainingsumfang nur sehr gering. Zwar kommen
auch hier 2-3 Übungen für jede Muskelgruppe zum Einsatz, da aber
pro Übung beim klassischen HIT nur 1 Satz, selbst aber in
Abwandlungen nur 2 Sätze absolviert werden, ist das Training sehr
schnell erledigt. Entsprechend ist eine Trainingsdauer von 30 min.
keine Ausnahme.
Zentraler Punkt des HIT-Training ist die Intensität. Dafür wird
jeder Satz mindestens bis zum Punkt des positiven Muskelversagens
ausgeführt, bis also aus eigener Kraft keine weitere Wiederholung
mehr möglich ist. Hierfür werden die schwerstmöglichen Gewichte
gewählt um den angestrebten Wiederholungsbereich zu bewältigen. Die
Ausführungsgeschwindigkeit ist dabei aber sehr gering. Eine
typische Wiederholung hat z.B. eine 4 Sekunden dauernde positive
Phase, 2 Sekunden wird das Gewicht dann gehalten, anschließend eine
4 Sekunden dauernde negative Phase.
Ausgedrückt wird das ganze in der sogenannten "Kadenz". Die
Wiederholungszahl dabei bleibt wiederum gering, was aber auch in
der niedrigen Geschwindigkeit begründet ist. Das zentrale Kriterium
ist hierbei die TUT, die "Time under Tension", zu Deutsch die Dauer
unter Spannung. Abhängig von der TUT wird das Training als
Maximalkrafttraining (5-20 Sek.), Kraftausdauer (120 Sek.) oder
Hypertrophietraining verstanden (ca. 60 Sek.). Die langsame
Ausführungsgeschwindigkeit führt zudem dazu, dass die
Ausführungstechnik sehr sauber ist.
All das ist für einen Anfänger nach Mentzer bereits mehr als
ausreichend, um einen nötigen Trainingsreiz auf die Muskulatur zu
schaffen. Im Lauf der Zeit passt sich aber der Körper an diese
Intensitätsstufe weiter an und es müssen neue Techniken her, um die
Intensität zu steigern. Dies schon alleine deshalb, da ja der
maximale zeitliche Umfang vorgegeben ist und eine Steigerung der
Satzzahl nicht möglich. Zwar sollten die Pausen möglichst kurz
gehalten werden, aber bei ständiger Reduzierung derselbigen würde
man irgendwann aus dem Bereich des Muskelaufbautrainings in den
Bereich des Muskelausdauertrainings kommen, was nicht wünschenswert
ist. Entsprechend müssen andere Techniken her um die Intensität der
Sätze zu steigern. Dieses geschieht entweder durch das Erhöhen des
Trainingsgewichts oder durch das Einbauen von Methoden wie z.B.
Vorermüdung der Zielmuskelgruppe, Training über den Punkt des
positiven Muskelversagens hinaus durch Hilfestellung eines
Partners, oder auch Dropsätze, bei denen nach dem Erreichen des
positiven Muskelversagens mit dem Trainingsgewicht selbiges ein-
bis mehrmals reduziert wird und damit weitere Wiederholungen
absolviert werden. Durch diese Techniken wird der Körper näher an
den Punkt des absoluten Muskelversagens geführt.






