6. Motivaton durch Variation

Aber auch wenn Sie mit größtmöglicher Intensität und Anzahl an Mikrotraumen den Muskel förmlich zum Wachstum und stärker werden zwingen, so werden Sie bei jeder Muskelgruppe dennoch irgendwann an die Grenze kommen. An diesem Punkt greift das zweite Kernprinzip von DC, die Variation. Eine Übung, die einem keine weiteren Fortschritte beim Trainingsgewicht ermöglicht, wird aus dem Programm genommen und durch eine andere ersetzt. Auch bei dieser gehen anschließend nach dem gleichen Prinzip vor. Sie steigern also erneut das Gewicht so weit wie möglich, um anschließend die Übung auszutauschen.

Aber die jeweiligen Übungen für eine Muskelgruppe werden nicht nur beim Erreichen des maximalen Gewichts variiert. Daneben wird ebenfalls von Trainingseinheit zu Trainingseinheit das Training komplett umgestellt. Das Ziel dabei ist, dem Körper jedesmal einen anderen Wachstumsreiz zu liefern. Zudem hat diese ständige Variation auch den Vorteil, daß Sie in einer Übung nicht zu schnell an die Grenze kommen, denn eine Steigerung in lediglich jeder dritten Einheit kommt wesentlich langsamer an ein Limit als selbige in jedem Training.

Um diese gezielte Variation möglichst einfach zu halten, wählt man für jede Muskelgruppe drei Übungen aus, die ständig abgewechselt werden. Zur weiteren Vereinfachung empfiehlt es sich dabei, vor dem eigentlichen Beginn von DC einen Pool an Übungen für jede Muskelgruppe auszusuchen, die man in sein Training nach und nach integrieren möchte. Idealerweise sind das genau die Übungen, die man für die betreffende Muskelgruppe am liebsten absolviert.
Auf diese Weise schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe, denn zum handelt es sich dabei meist um die für einen selbst effektivsten Übungen, zum anderen wird man alles versuchen, um diese Übungen im Plan zu behalten, schließlich sind es die Lieblingsübungen. Dies ist aber nur solange möglich, wie man sich in der Übung kontinuierlich steigern kann. Es stellt also eine zusätzliche Motivationshilfe dar.

Diese Variation der Übungen von Einheit zu Einheit und des regelmäßige Austauschen ist eine perfekte Mischung aus ständiger Abwechslung und der Möglichkeit, daß der Körper sich an die Übungen gewöhnt. Sie werden jetzt sicher sagen, daß das Prinzip, die Übungen ständig zu tauschen ja nicht neu ist. Das ist sicher richtig, bei DC wird aber nicht wild gewechselt, sondern es werden 3 Übungen genutzt, die über längere Zeit im Plan bleiben. Dadurch wird das Training zwar abwechslungsreich aber dennoch ist der Körper in der Lage, sich an eine Übung zu gewöhnen und sich in der intramuskulären Koordination zu verbessern, wodurch wiederum größere Trainingslasten möglich werden.
Beim herkömmlichen Variationsprinzip machen Sie z.B. in einer Einheit Bankdrücken, in der nächsten Schrägbankdrücken, dann eine Variante mit Kurzhanteln, danach womöglich Fliegende, usw. Am Ende landen Sie wieder beim Bankdrücken und nehmen das gleiche Gewicht wie vorher. Genau da liegt der Haken. Sie variieren zwar, Ihre Gewichte steigen aber nicht. Dadurch wird die ganze Veränderung letztlich nutzlos.
Bei DC nehmen sie nur wenige Übungen und wechseln diese ab, steigern aber diese in jeder Einheit im Trainingsgewicht. Nur so setzen Sie in jeder Einheit einen neuen Wachstumsreiz.

Am effektivsten erreichen Sie dies über ein Trainingsbuch. Sie können nicht alle Ihre Trainingsgewichte im Kopf behalten bei den vielen Übungen in einem Zyklus. Hier hilft nur, daß Sie diese notieren und vor dem Training kurz überprüfen. So bekommen Sie außerdem den Kopf frei und müssen nicht immer überlegen, ob es jetzt 120kg oder 125kg beim letzten Mal waren. Kämpfen Sie gegen Ihr Trainingsbuch und versuchen Sie einfach in jeder Einheit noch einen draufzusetzen.


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