5. Aufwärmen und anschließend Vollgas!

Bei einem so intensiven Training, das einen mit nur einer Übung tief in die Schmerzzone treibt und am Ende eines Satzes sogar noch eine extreme Dehnung des Muskels verlangt, ist natürlich ein gutes Aufwärmtraining geradezu eine Grundvoraussetzung, um den Muskel mit der Belastung nicht zu überfordern und Verletzungen zu provozieren. Sie können nur dann in einem einzigen Satz wirklich alles geben, wenn Sie sich auf diesen entsprechend vorbereitet haben. Genau wie ein Hochleistungssprinter vorher einige kleine Starts macht, um sich auf den einen, finalen Lauf vorzubereiten, benötigen Sie auch einige Sätze mit leichterem Gewicht vor dem eigentlichen Arbeitssatz.

Nehmen wir an Sie machen Schrägbankdrücken und Ihr Arbeitsgewicht liegt bei 120kg, dann beginnen Sie mit 12x40kg, 8x60kg, 6x80kg und 4x100kg. Keiner dieser Sätze sollte Sie ernsthaft fordern.
Erst dann folgt der Trainingsatz. Sie starten mit 7-8 Wdh. mit 120kg bis zum Muskelversagen, darauf legen Sie das Gewicht ab, atmen ein paar Mal gut durch, bevor Sie erneut 2-4 Wdh. machen. Es folgen erneut ein Dutzend tiefe Atemzüge, dann schaffen sie noch einmal 1-3 Wdh., gefolgt von einer 20-30 Sek. dauernden statischen Wiederholung. Das war’s.

Nach diesem Satz ist Ihr Muskel so erschöpft, daß Sie keinen weiteren Satz mehr benötigen und der bestmögliche Wachstumsreiz ist gesetzt. Das ist das Ziel und in diesem Punkt ist es eng mit dem altbekannten HIT-Training verwandt: Ein optimaler Satz pro Muskelgruppe.


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