3. Vorermüdung/Nachermüdung
Technik:
Wie der Name schon sagt, ermüden Sie die Zielmuskulatur bei dieser
Technik vor oder nach der eigentlichen Hauptübung (in der Regel
einer Grundübung) zusätzlich. Das geschieht jeweils durch eine
zusätzliche Isolationsübung.
Dabei sollten Sie die Technik der Vorermüdung praktizieren, wenn
Sie die Zielmuskulatur mit der eigentlichen Hauptübung nicht
wirklich erschöpfen können, sondern die anderen beteiligten
Muskelgruppen bereits vorher am Ende sind. Ein Beispiel wäre hier
Bankdrücken, bei dem die Trizeps vor der Brust aufgeben. In diesem
Fall absolvieren Sie vorher einen Satz Butterfly oder
Fliegende.
Die Nachermüdung verfolgt ein anderes Ziel. Hier versagt die
Zielmuskulatur (im Beispiel die Brust) bei der Grundübung als
erstes. Angestrebt werden soll aber eine weitere Ermüdung über
diesen Punkt hinaus ohne die Arme stark zu involvieren und so für
weitere Sätze/Übungen zu stark in Mitleidenschaft zu ziehen. Auch
hier bieten sich beispielsweise Butterfly oder Fliegende zum
Bankdrücken an, nur eben erst im Anschluss.
Übungen:
Klassische Kombinationen sind hier Beinstrecken mit
Kniebeugen/Beinpresse, Butterfly/Fliegende mit Bankdrücken in allen
Variationen, Front-/Seitheben mit Schulterdrücken, gestrecktes
Kreuzheben mit Beincurls oder Lat-Überzüge mit
Klimmzügen/Latziehen. Aber es sind auch andere Kombinationen
denkbar, der Phantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt.
Fehler:
Vorermüdung bedeutet automatisch, daß die Trainingsgewichte bei der
Hauptübung niedriger ausfallen müssen. Lassen Sie sich dadurch
nicht verwirren und zum Abfälschen anstiften, es geht hierbei um
die Intensität der Belastung der Zielmuskulatur, nicht um
Kraftrekorde.


