4. Training für bereits geschädigte Athleten

Zur Prävention dürften diese Trainingsvarianten bereits ausreichen, für Athleten die bereits Probleme im Rückenbereich haben sollte das Training noch etwas ausgeweitet werden.
Diese Sportler sollten noch Übungen für die Rotation und Seitneigung bzw. Kombinationen dieser beiden Bewegungsrichtungen mit hinzunehmen.

Übungen für die Rotation können an speziellen Rotationstrainingsmaschinen sehr gut durchgeführt werden. Aber auch an Kabelzügen gibt es einige Übungsvarianten die diese sehr gut trainieren. Hierfür stellt man sich seitlich zum Kabelzug und nimmt ein Seil mit einem Einzelgriff in beide Hände. Die Arme strecken man nun ganz aus und führt im Oberkörper eine Rotationsbewegung durch. Ganz wichtig ist, daß man dabei einen festen Stand einnimmt, so dass die Rotation nur aus dem Rumpf kommt.

Das Seitneigen wird sehr oft mit einer Kurzhantel im Stehen ausgeführt und ist eine durchaus praktikable Übung. Wenn jedoch der Athlet schon Probleme im Rücken hat, so sollten übermäßige einseitige Scherkräfte vermieden werden, wie sie bei dieser Seitneige-Variante auftreten.
Besser wäre es die Übung auf der Hyperextensionsbank auszuführen. Dazu sollte man sich seitlich auf die Bank legen und die Hüfte wieder auf dem Polster fixieren. Anschließend mit dem Kopf beginnend Segment für Segment seitlich nach unten neigen und danach den Oberkörper auf die gleiche Weise wieder zurück nach oben rollen.
Der Vorteil ist im Gegensatz zum Seitneigen dabei, dass bei der Abwärtsbewegung durch das Körpergewicht bereits eine leichte Traktionswirkung (Entlastung) entsteht und diese die Scherbelastung teilweise aufhebt. Ein weiterer Vorteil ist, dass man auch noch Seitneigung und Rotation kombinieren kann, dazu beim nach oben gehen einfach die unten liegende Schulter nach vorne oben mit einrollen.

Um die diagonale Verspannung im Bauchbereich noch gezielt zu trainieren, bieten sich diagonale Crunches an. Bei der Ausführung von Crunches und diagonalen Crunches bitte immer den sogenannten „Funktionscrunch“ verwenden. Im Unterschied zum Crunch, den man meist in Aerobicstunden sieht, wird bei diesem Segment für Segment nach oben aufgerollt bis man in einer ähnlichen Endposition wie beim Sit Up ist und anschließend wieder Segment für Segment abgesenkt. Nur so ist gewährleistet, dass das jeweilige Kompartiment der Bauchmuskulatur mit dem ihm zugeordnetem Segment in der Lendenwirbelsäule optimal zusammenarbeitet.

Die Diagonalverspannung der Wirbelsäule am Rücken über die Fascie thoracolumbalis muss nicht detailiert besprochen werden, da diese über den Latissmus dorsi erfolgt und normalerweise jeder Bodybuilder und Kraftsportler diesen ausreichend trainiert.


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