6. Negativwiederholungen
Technik:
Hier gibt es zwei Varianten. Bei der ersten Variante nehmen Sie ein
so schweres Gewicht, daß Sie überhaupt keine Wiederholung aus
eigener Kraft schaffen. Lassen Sie sich vom Partner helfen, das
Gewicht an den obersten Punkt zu bringen. Anschließend kämpfen Sie
mit aller Kraft dagegen an und senken das Gewicht langsam ab.
Bei der zweiten Variante absolvieren Sie (wie bei erwungenen
Wiederholungen) so viele, wie Sie schaffen. Anschließend hilft der
Partner aber im Gegensatz so stark, daß Sie das Gewicht zügig
wieder an den obersten Punkt bringen, von wo Sie es aus eigener
Kraft möglichst langsam absenken.
Beide Varianten werden drei- bis viermal wiederholt, für mehr
reicht normalerweise die Kraft nicht aus.
Übungen:
Besonders geeignet und beliebt für negative Wiederholungen sind
alle Brust-, Bizeps- oder Schulterübungen. Bei letzteren scheidet
lediglich stehendes Rudern aus. Ebenfalls sehr gut sind alle Formen
von Latziehen und Klimmzügen. Gerade bei Klimmzüge kann man auch
sehr gut ohne Partner negative Wiederholungen einsetzen, indem man
sich mit den Füßen nach oben in die maximale Position abstößt und
langsam aus eigener Kraft herunterlässt. Bei Bein- und Ruderübungen
für den Rücken scheiden Negativwiederholungen allerdings aus.
Fehler:
Das langsame Absenken des Gewichts macht Fehler hier fast
unmöglich. Allerdings sollte das Trainingsgewicht nicht zu hoch
gewählt werden, damit es kontrollierbar bleibt.


