7. Vergessen Sie die Trainingsprogramme der Profis
Wer kennt sie nicht, die Trainingspläne der Profis, die in
vielen Bodybuilding-Zeitschriften immer wieder abgedruckt werden.
Genau das ist aber auch der Haken – es sind eben Profi-Pläne,
mit denen der entsprechende Wettkämpfer eine bestimmte Zielsetzung
verfolgt. Nicht zuletzt deshalb stellt man bei ihrem Studium auch
immer wieder fest, daß sie nur sehr selten nach dem gleichen Schema
aufgebaut sind. Bodybuilding ist eben doch der vielleicht
individuellste Sport auf der Welt und jeder Profi hat in
jahrelangem Training für sich herausgefunden, welche
Trainingprinzipien und Übungen, aber auch Ernährung für ihn die
besten Erfolge bringt. Zudem steht für viele unter ihnen irgendwann
weniger der weitere Muskelaufbau an erster Stelle, sondern vielmehr
eine bessere Entwicklung einzelner Details.
Eines haben diese Profis aber alle gemeinsam. Sie haben Ihre Masse
über den Zeitraum vieler Jahre aufgebaut. Die aktuellen Pläne
können aber nur eine Momentaufnahme der Gegenwart darstellen. Diese
also für ihren heutigen Leistungsstand verantwortlich zu machen,
wäre dann wohl etwas weit hergeholt. Im Gegenteil, greift ein
Anfänger oder leicht Fortgeschrittener zu diesen Plänen, so ist er
in der Regel hoffnungslos überfordert. Im besten Fall bedeutet das,
daß er auf der Stelle tritt, aber auch Rückschritte durch
permanente Überlastung des zentralen Nervensystems können durchaus
auftreten. Sie sind kein Profi, also versuchen Sie auch nicht wie
einer zu trainieren.
Natürlich kann Ihnen aber das Studium dieser Programme viele neue
Anregungen bringen, wie Sie Ihr eigenes Training verändern können,
egal ob es nun neue Übungen, Intensitätstechniken oder
Ernährungstipps sind. Interessant sind sie allemal, nur eben nicht
1:1 umsetzbar.


