9. Hört man auf zu trainieren werden die Muskeln nicht automatisch zu Fett
Gerade bei Trainingsanfängern und der "Normalbevölkerung" hält
sich immer noch hartnäckig der Irrglaube, daß mit Beendigung des
Bodybuildingtrainings die Muskeln anfangen, sich in Fett zu
verwandeln. Wer diese Behauptung irgendwann mal aufgebracht hat,
der glaubt vermutlich auch noch an den Weihnachtsmann.
Hört man mit dem Kraftsport auf, so fehlt der entsprechende
Trainingsanreiz für die Muskulatur. Darauf reagiert der Körper
indem er beginnt, Muskulatur abzubauen. Je größer der Verlust an
Muskulatur, desto größer ist allerdings die Wahrscheinlichkeit, daß
die Haut ein wenig länger braucht, um sich an die verkleinerten
Umfänge anzupassen. Mit der Zeit reguliert sich das jedoch.
Wird ein Sportler nach dem Ende seiner Trainingszeit fett, so hat
das eine ganz andere Ursache: Er isst immer noch genauso wie zu der
Zeit, in der er Sport getrieben hat. Nur, durch die geringere
Aktivität ist der Kalorienumsatz geringer. Daran sollte natürlich
die Energiezufuhr angepaßt werden. Geschieht das nicht, so
speichert der Körper die überschüssigen Kalorien als Fett.
Natürlich sollte man nie abrupt mit dem Sport aufhören, wenn man
vorher leistungsorientiert trainiert hat. Der Grund hierfür ist
aber vielmehr, daß der gesamte Organismus mit seinem
Herz-Kreislauf-System an die sportliche Belastung gewöhnt ist.
Fällt die auf einmal weg, so kann der Körper ggf. mit dem
Herz-Kreislauf-System Probleme kriegen. Daher sollte man zum Ende
seine Karriere immer langsam abtrainieren.


