11. Dosieren Sie den Einsatz sparsam

Na, haben Sie die eine oder andere Technik gefunden, die Sie noch nicht kannten und die Sie gerne einmal ausprobieren möchten? Nur zu, es gibt wohl nichts befriedigenderes im Training als das Gefühl, die Zielmuskulatur am Ende ordentlich ausgepowert und einen ordentlichen Wachstumsreiz gesetzt zu haben.

Aber Vorsicht: Intensitätstechniken stellen eine gehörige Belastung für das zentrale Nervensystem (ZNS) dar und können auch genau das Gegenteil bewirken, wenn Sie zu oft und in zu großen Umfang ins Training eingebaut werden. In diesem Fall brennen Sie einfach nur aus und werden im Laufe der Zeit die typischen Überlastungssymptome spüren, die auch gerne mit dem Begriff „Übertraining“ beschrieben werden. Ihre Leistung beginnt zu stagnieren oder zu sinken, Sie haben einen erhöhten Ruhe- und Belastungspuls, fühlen sich schlapp, haben häufig Beschwerden an Muskulatur und Sehnen oder kränkeln mit Schnupfen und ständigen kleinen Erkältungen.

Die große Gefahr beim Übertraining ist, daß Sie dies nicht als solches erkennen oder vielleicht sogar in unendlichem Ehrgeiz probieren noch härter zu trainieren. Dies führt natürlich nicht zum Erfolg, sondern wird den Zustand nur noch verschlimmern und kann zu Trainingsunlust oder gar Depressionen führen. Um diesen Zustand gar nicht erst aufkommen zu lassen, sollten Sie den Einsatz von Intensitätstechniken genau dosieren. Wenn Sie den Punkt dafür bereits überschritten haben, so ist auch eine Trainingspause von ein bis zwei Wochen in der Regel besser als mit dem Kopf durch die Wand zu gehen und langwierige Stagnationsphasen oder gar Entzündungen von Sehnen und Gelenken in Kauf zu nehmen.

Gerade Anfänger und leicht Fortgeschrittene sollten Sich immer wieder vor Augen führen, daß für den Erfolg beim Muskelwachstum in erster Linie wichtig ist, sich kontinuiertlich von Einheit zu Einheit bei den Trainingsgewichten oder den bewältigten Wiederholungszahlen steigern. Solange das der Fall ist, wird auch der Einsatz von Intensitätstechniken bei ihnen nur beschränkt Erfolg bringen. Erst wenn Sie irgendwann im Training an eine Grenze kommen, wo es nicht weitergeht, sollten Sie den Einsatz erwägen. In diesem Fall bauen Sie einfach für die Übungen bei denen Stillstand herrscht in jeder zweiten oder dritten Einheit eine Intensitätstechnik ein. Das reicht bereits, um dem Körper einen neuen Impuls zu geben.

Fortgeschrittene und Leistungssportler trainieren hingegen auf einem anderen Level und sind oftmals übermotiviert, wodurch Sie einfach zu viele der obigen Techniken bei zu vielen Übungen und Sätzen einbauen. Hier kann es hilfreich sein den Einbau stufenweise zu gestalten. Nehmen wir an Sie veranschlagen für einen Trainingsplan eine Dauer von 12 Wochen. In diesem Fall könnten Sie in den ersten vier Wochen nur im letzten Satz einer Übung eine solche Technik einplanen. Ab Woche fünf erweitern Sie die Zahl auf zwei Sätze und erst in den letzten vier Wochen eines Plans geben Sie Vollgas. Im Anschluss beginnen Sie mit einem anderen Trainingsplan nach gleichem Schema von neuem. So steigern Sie auch kontinuierlich die Intensität auf hohem Niveau und verringern die Gefahr des Ausbrennens.


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