Interview mit Gunnar und Andrea Paasche

Hallo liebe Leser und herzlich willkommen zur nun schon dritten Ausgabe unserer kleinen Interviewrubrik!
Nachdem ja bis jetzt vorallem die Freunde des Kraftdreikampfs auf ihre Kosten kamen, hoffe ich heute den vielen Bodybuildingfans eine kleine Freude bereiten zu können. Besonders stolz bin ich aber darauf, euch in diesem Interview ein explosives Doppelpack präsentieren zu dürfen. Unsere heutigen Interviewpartner gehen nämlich am liebsten gemeinsam auf Titeljagd und das auch sehr erfolgreich! Doch neben dem Sport kommen auch das soziale Engagement und andere Interessen nicht zu kurz.



Andrea und Gunnar PaascheUltra (BBC): Hallo Andrea, hallo Gunnar! Ich freue mich, dass ihr diesem kleinen Interview zugestimmt habt. Bitte gebt unseren Lesern doch einen kurzen Abriss eurer bisherigen sportlichen Laufbahn. Wie und wann habt ihr zu eurer Sportart gefunden? Was waren bis heute eure größten Erfolge?

Gunnar: Ich habe zweiunddreißig Jahre recht erfolgreich Fußball gespielt. Durch sechs Kniegelenksoperationen hatte ich immer wieder Kontakt mit dem Fitness-Studio, da ich dort ja zum Muskelaufbau hin musste. Meist habe ich aber natürlich auch nur die Beine trainiert. Aber mit dem Alter kommt ja auch die Erkenntnis und ich fing an auch meinen Oberkörper zu trainieren. Zwei Jahre ließ ich Fußball und Bodybuilding nebeneinander herlaufen. Aber der Zahn der Zeit nagte ja auch an mir und so hing ich mit achtunddreißig Jahren meine Fußballschuhe an den Nagel und konzentrierte mich voll und ganz aufs Bodybuilding. Bereits ein Jahr später stand ich dann auf der Bühne mit einem Wettkampfgewicht von 69,9 kg.

Andrea: Ich habe zwölf Jahre leistungsmäßig geturnt. Mit achtzehn kam dort dann das Aus. Das Knie machte nicht mehr mit und nach einer OP war dann endgültig Schluss. Als Ausgleich hatte ich auch Handball und Fußball gespielt (was mein Trainer beim Turnen überhaupt nicht witzig fand). Aber wer selber mal geturnt hat weiß auch, dass dieser Sport nicht gerade gesund für Knochen und Gelenke ist. Es kam wie es kommen musste … Schmerzen wie verrückt und nur noch Schmerzmittel und Spritzen waren nicht das Gelbe vom Ei. Also meldete ich mich in einem Fitness-Studio an und versuchte dagegen zu arbeiten. Aber erst als ich Gunnar kennenlernte und das Training richtig intensivierte bekam ich meine Wehwehchen in den Griff. Heute bin ich absolut beschwerdefrei.
Zu unseren größten Erfolgen gehören sicherlich der Europameisterschaftstitel und der Vizeweltmeisterschaftstitel für Gunnar, sowie Andreas 8. Platz bei der Weltmeisterschaft. Dazu haben wir ja mehrere deutsche Meister- und Landestitel. Leider ist uns der Erfolg bei den Paaren verwehrt geblieben.


Ultra (BBC): Dürfen wir erfahren, wie ihr beiden euch kennen gelernt habt?

Gunnar: Tja, wie haben wir uns kennengelernt? Das ist ja eigentlich schon sterbenslangweilig. Nämlich fast so wie bei den meisten anderen auch. Ganz normal in der Discothek.
Ich hab da den kleinen Wirbelwind gesehen und sie dann mal zum Tanzen aufgefordert. Das Ende vom Lied kennt ihr ja …


Ultra (BBC): Viele Athleten träumen von einer Partnerin, welche den Sport genauso liebt und so intensiv betreibt, wie er selbst. Gunnar, kannst du uns vielleicht verraten, welche Vorteile eine solche Beziehung mit sich bringt? Entstehen durch das sportliche Engagement beiderseits auch Konfliktsituationen?

Gunnar: Also ich könnte mir keine bessere Partnerin als Andrea vorstellen. Ich habe ihr bereits wo wir uns kennengelernt haben klar gemacht, dass mir der Sport sehr wichtig ist und ich keine Kompromisse eingehen werde. Das hat sie akzeptiert und sich auch bis heute daran gehalten. Ich für mich kann nur sagen, dass es sehr von Vorteil ist, dass ich eine Partnerin habe, die den gleichen Sport ausübt. Wir unterstützen und motivieren uns gegenseitig. Konflikte kennen wir überhaupt nicht. Es ist einfach ein Geben und Nehmen.


Ultra (BBC): Die meisten Bodybuilder sind ja recht eigen, was ihre Mahlzeitenplanung betrifft. Wer schwingt bei Paasches häufiger den Kochlöffel? Was sind eure Lieblingsgerichte?

Andrea: Also das steht vollkommen außer Frage, wer den Kochlöffel schwingt ... Das bin ich. Das was Gunnar zaubert kann man nämlich niemandem vorsetzen *schmunzel*. Pastagerichte gehen bei uns beiden immer, dass könnten wir jeden Tag essen. Aber wir schauen schon uns recht ausgewogen zu ernähren. In der Diät sind Nudeln natürlich absolut tabu. Aber es gibt ja Gott sei Dank ein Leben nach der Wettkampfvorbereitung.


Ultra (BBC): Alle beide musstet ihr eine andere Sportkarriere wegen Knieproblemen an den Nagel hängen. Wie sehr vermisst ihr die anderen Disziplinen? Seid ihr immer noch aktiv oder passiv dabei?

Andrea: Eigentlich vermissen wir weder den Fußball noch das Turnen. Es macht halt Spaß sich so was noch im TV anzuschauen. Da sind wir auch noch begeistert dabei. Aber gerade im Turnen hat es solche Quantensprünge gegeben, dass ich da heutzutage gar nicht mehr mithalten könnte. Das was damals absolute Spitze war dürfte heute leichtes Aufwärmtraining für die Turner sein.


Ultra (BBC): Wie habt ihr euch euer vielschichtiges Wissen über Training und Ernährung angeeignet? Gab es am Anfang jemanden, der euch hilfreich zur Seite stand, oder habt ihr euch die meisten Informationen selbst zusammen gesucht?

Gunnar: Es gab nicht nur anfangs jemanden, der uns hilfreich zur Seite stand. Wir haben uns in die Hände von Alex Thomessen vom Outback Gym in Mainz begeben, der uns auch auf die Wettkämpfe vorbereitet. Wir haben viel vom ihm gelernt, aber auch sehr vieles erlesen und durch eigene Erfahrungen herausgefunden.


Ultra (BBC): Stand für euch von Anfang an fest, dass ihr euch auch auf Wettkampfbühnen präsentieren wollt? Woher kommt die Motivation für die vielen Shootings und Bewerbe?

Gunnar: Also für mich stand es außer Frage. 1997 war ich auf der Hessenmeisterschaft und war ganz hin und weg von den Athleten. Als dann noch Markus Rühl die Bühne betrat, war es dann endgültig entschieden. Und es hat ja auch nur noch ein weiteres Jahr gedauert, bis ich den Weg selber geschafft hatte. Andrea habe ich dann sehr schnell anstecken können. Wir haben uns Ende 1999 kennen gelernt und sie hat ja dann auch schon 2002 an ihrem ersten Wettbewerb teilgenommen. Die größte Motivation für uns ist immer wieder das Publikum, das uns durch seinen Applaus und die vielen Komplimente zeigt, dass sie unsere Darbietungen mögen. Die Platzierungen sind absolut zweitrangig.


Ultra (BBC): Wie lange werden wir euch noch auf den Bodybuildingbühnen bestaunen können? Habt ihr noch bestimmte Ziele, die ihr erreichen wollt?

Gunnar: Solange wir noch Spaß an der Sache haben werden wir natürlich auch noch Wettkämpfe bestreiten. Wie lange das noch sein wird ... keine Ahnung. Auf jeden Fall sind die nächsten Ziele gesteckt. Ich werde im nächsten Jahr fünfzig Jahre alt und möchte dann noch mal bei der Masters WM in meiner Altersklasse angreifen. Durch die super Unterstützung durch Andrea und durch meinen neuen Sponsor Best Body Nutrition bin ich hoch motiviert und möchte endlich Weltmeister werden. Andrea wird auch wieder bei der Weltmeisterschaft teilnehmen und versuchen sich weiter nach vorne zu arbeiten. In diesem Jahr werden wir definitiv eine Wettkampfpause einlegen, aber wir werden selbstverständlich trotz allem präsent sein. Zum einen bei den Meisterschaften, wo wir wieder unsere Athleten betreuen und natürlich auch auf der FIBO und beim Profi Grandprix in Berlin. Desweiteren sind wir schon für ein paar Gastauftritte gebucht.


Ultra (BBC): Welchen besonderen Reiz übt das Paarposing auf euch aus? Was muss man dabei besonders beachten?

Gunnar: Paarposing ist für uns die schönste Form des Bodybuildings. Gerade wenn beide auch im Privatleben ein Paar sind kann man alles sehr harmonisch darbieten. Man kann doch förmlich eine Geschichte erzählen und nicht einfach nur ein paar Posen machen. Mit dem Publikum spielen und es in seinen Bann ziehen ist doch einfach nur schön. Mittlerweile arbeiten wir ja auch mit Holger Spreer von der Akrobatikgruppe Human Eclipse (bekannt durch Body-Xtreme Invitational), der ja selber auch Wettkampfathlet ist, zusammen. Durch ihn haben wir noch einiges an Hebeelementen dazu lernen und diese wunderbar in unsere Choreografie einfließen lassen können.


Ultra (BBC): Kommen wir zu eurem Training. Befolgt ihr ein bestimmtes System, oder ist euer Trainingsplan eine eher individuelle Kreation? Was sind eure Lieblingsübungen?

Gunnar: Wir trainieren nach keinem bestimmten System. So wie wir heute trainieren, haben wir uns das jahrelang erarbeiten und herausfinden müssen, was für uns das Beste ist. Grundsätzlich gestalten wir das Training in Aufwärmphase, Massesätze, Dehn- und Pumpsätze. Einzig Andrea hat beim Beintraining ein vorgegebenes Schema. Sie darf ihre Beine nicht dicker werden lassen und macht ein Training ... Ach das erzähle ich lieber nicht, mag da gar nicht dran denken. Ich bin selber jemand der sehr schwer und sehr sauber trainiert, aber da würde selbst ich streiken. Ansonsten haben wir gelernt, auf unseren Körper zu hören. An einem Tag wo es uns nicht so gut geht, nimmt man halt viel weniger Gewicht. Es kratzt doch nicht an seinem Ego wenn man das macht. Es beugt eher Verletzungen vor und davon sind wir beide Gott sei Dank verschont geblieben. Eine spezielle Lieblingsübung gibt es nicht, wir trainieren alle Muskelgruppen gerne.


Ultra (BBC): Andrea, es gibt inzwischen viele so genannte Trainingssysteme und sogar eigenes Equipment speziell für Frauen. Was hältst du von solchen Errungenschaften? Bitte erzähle uns doch, was Athletinnen wirklich beachten sollten und ob es einen Unterschied zum Training der Männer gibt.

Andrea PaascheAndrea: Also, ganz offen und ehrlich gesagt habe ich mich noch nie mit solchen Trainingsplänen oder auch dem Equipment beschäftigt. Letztendlich vertrete ich einfach die Meinung, dass Frau genauso trainieren sollte wie ein Mann auch. Ich selber habe halt eine etwas höhere Wiederholungszahl in den Sätzen als Gunnar. Das ist aber auch der einzigste Unterschied. Ansonsten gilt auch für mich so schwer und so sauber wie möglich.


Ultra (BBC): Gibt es einen gut gemeinten Rat, den ihr Anfängern mit auf den Weg geben würdet? Was sollte man beim Beginn an den Hanteln unbedingt beachten?

Gunnar: Gerade als Anfänger sollte man darauf achten nicht zu schwer zu trainieren. Ganz wichtig ist auch die Ausführung. Wenn ihr euch nicht sicher seid, einfach den Trainer nerven bis es sitzt. Vor allem dürft ihr nicht die Geduld verlieren, wenn es nicht vorwärts geht und ihr das Gefühl habt es stagniert.

Andrea: Bodybuilding ist ein Sport in dem einen nur die Kontinuität vorwärts bringt. Auch wir haben viele Jahre gebraucht um so auszusehen, wie wir es heute tun. Achtet auf eure Ernährung und eure Ruhephasen. Trotz allem solltet ihr aber nicht vergessen zu leben. Man muss auch mal alle Fünfe gerade sein lassen. Dann macht alles noch einmal so viel Spaß.


Ultra (BBC): Gibt es in eurem Programm Übungen, die man nicht im Plan eines Bodybuilders erwarten würde? Wenn ja, was für einen Zweck erfüllen diese?

Gunnar: Wir trainieren wie jeder andere Bodybuilder auch. Da gibt es keine Übungen, die nicht in den Plan passen. Sehen halt nur zu, dass unser Training immer variiert.


Ultra (BBC): Die Vorurteile gegenüber muskulösen Frauen sind außerhalb des Sports immer noch sehr groß. Woher kommt das eurer Meinung nach und was kann man dagegen tun? Hat sich in den letzten Jahren daran etwas geändert?

Andrea: Die Vorurteile kommen wohl am meisten durch die Berichterstattung im Fernsehen. Da wird ja immer wieder negativ berichtet. Seit neuestem arbeiten wir aber mit einem Redakteur von SAT1 zusammen, der das Ganze versucht so darzustellen wie das alles auch ist. Ich selber bin ja nicht wirklich massig und hatte gerade mal stolze 46 kg Wettkampfgewicht. In der Öffentlichkeit kommt das auch sehr gut an. Gefällt den allermeisten. Aber die Vorurteile werden wohl nicht weniger. Am lautesten schreien doch eigentlich immer die, die diese Disziplin nicht aufbringen und eigentlich auch ein Problem damit haben, dass „Frau“ mehr Muskeln hat als die betreffende Person selbst.


Ultra (BBC): Ähnelt sich eure Ernährung innerhalb der Wettkampfvorbereitung? Welche Grundsätze befolgt ihr bei eurer Diät und welche Lebensmittel bevorzugt ihr?

Gunnar: Unsere Ernährung unterscheidet sich in allen Punkten. Ich bin Fleischesser und Andrea ist Vegetarier. Da ist dann die Auswahl eh nicht so groß. In den sechs Monaten ihrer Diät deckt sie ihren Proteinbedarf anfangs noch über Shakes und dazu noch Eiklar, welches sie sich als Rührei macht. In den letzten Wochen fallen natürlich die Shakes weg. Meine Kohlehydrate nehme ich in Form von Reis und Reiswaffeln zu mir. Andrea deckt ihren Bedarf da lieber über Fette. Da hat sie ganz stolze 50g Nüsse am Tag. Dazu gönnt sie sich dann einen Apfel.


Ultra (BBC): Wie handhabt ihr die Ernährung während der restlichen Monate? Seid ihr sehr disziplinierte Esser, oder gönnt ihr euch auch die ein oder andere Sünde?

Gunnar: Wir versuchen natürlich in der Offseason relativ hochwertig und gut zu essen. Aber da nehmen wir das nicht ganz so genau. Denn leben wollen wir ja auch noch. Und dazu gehört auch mal eine Pizza, ein Schnitzel oder mal der Gang in ein Fastfoodrestaurant. Wichtig ist eigentlich nur, dass wir die Proteinzufuhr hoch halten.


Ultra (BBC): Neben der sauberen Ernährung und hartem Training spielt aber auch die Regeneration eine wichtige Rolle. Was macht ihr, um mal richtig abzuschalten?

Gunnar: Zur Regeneration wird einfach mal nur gefaulenzt. Gunnar schaut sich gerne mal ein Video an und ich selber bin ein richtiger Bücherwurm. Da wir aber auch beide Schichtarbeiter sind, ist unser Tagesablauf immer wild durcheinander. Es kommt also vor, dass wir uns nachmittags eine Ruhestunde gönnen, bevor es dann ins Training geht. Ansonsten versuchen wir schon mindestens sechs Stunden zu schlafen, was manchmal leider nicht machbar ist.


Ultra (BBC): Unter anderem bereitet ihr auch Athleten auf Wettkämpfe vor. Gebt uns doch bitte einen Überblick über eure Schützlinge und ihre größten Erfolge. Wie kann man in den Genuss eurer Betreuung kommen?

Gunnar: Bei der Wettkampfvorbereitung arbeiten wir im Team mit Alex Thomessen zusammen. Jeder hat dort seine Aufgabe um eine optimale Betreuung zu gewährleisten. Wer Interesse hat mal auf die Bühne zu gehen, kann sich da gerne an uns wenden. Über unsere Homepage sind wir jederzeit erreichbar oder einfach bei Meisterschaften ansprechen. Zu unseren Schützlingen gehören Karol Nitka (dt. Meister 2006 und 5. Platz WM 2007), Achim Weitz (dt. Meister 2007), Sabine Clot (dt. Meisterin 2005), Stefan Fischer (dt. Meister 2005), Ernst Zimmermann (dt. Senioren Meister 2007 & Gesamtsieger, 3. Platz Masters WM 2008), Karl Heinz Tiegel (dt. Meister Senioren 2007, dt. Meister 2008, 4. Platz Masters WM 2008). Derzeit bereiten wir vier Athleten (davon drei Frauen !!!!!) auf ihre erste Meisterschaft im Frühjahr vor. Im Herbst wird es dann richtig voll, sollten alle starten die auch zugesagt haben.


Ultra (BBC): Neben eurer Arbeit im Sport kommt aber auch das soziale Engagement nicht zu kurz. Besonders hervorheben kann man dabei wohl euer Sommerfest. Bitte erzählt uns doch etwas über Sinn und Zweck dieser Veranstaltung. Was erwartet die Besucher im Jahre 2009?

Gunnar PaascheAndrea: Ach, mein liebstes Kind. Da organisiere ich das meiste mit Alex Thomessen zusammen. Für uns ist es sehr wichtig, dass wir schwerstkranken Kindern ein wenig das Leben erleichtern können. Ich bin selber froh und glücklich, dass ich zwei kerngesunde Kinder habe (auch wenn ich sie manchmal weiter als bis zum Mond schießen könnte). Wir versuchen natürlich immer ein bunt gefächertes Programm auf die Beine zu stellen. Neben Livemusik gab es in den letzten Jahren einen Bankdrückwettbewerb oder auch Kreuzheben. Beim Kreuzheben waren im letzten Jahr das who is who des KDK am Start, die uns zum einen sehr viel Freude gemacht und uns natürlich auch geholfen haben. Dazu gab es auch Darbietungen der Showtanzgruppe Crazy Freaks aus Piesport und eine Bodybuildingshow. Im letzten Jahr durften wir zu dieser Thomas Scheu begrüßen. Wir hoffen, dass er dieses Mal auch wieder mit dabei sein wird. Desweiteren waren die IFBB Profis Migger Milazzo und Daniel Hill vor Ort. Auf jeden Fall hat für 2009 schon ein weiterer Profi seine Zusage für einen Auftritt gemacht. Wer das ist wird natürlich noch nicht verraten. In diesem Jahr ist ein Steinhebewettbewerb geplant. Und damit uns das Wetter nicht noch einmal einen Streich spielt, wollen wir uns um ein riesengroßes Zelt bemühen. Für Speis und Trank wird auch wieder reichlich gesorgt sein. Eine Tombola wird es auch wieder geben. Da müssen wir uns auch hier noch einmal bei allen namhaften Supplement-, Zubehör- und Bekleidungsherstellern richtig bedanken, die sich da sehr großzügig zeigen. Anfang Mai wird wieder ein T-Shirt mit sämtlichen Unterschriften aller namhaften Profi- und Amateurbodybuilder zur Versteigerung stehen. Wir würden uns freuen, wenn recht viele Leute den Weg nach Mainz finden würden, um den Kindern zu helfen.


Ultra (BBC): Auf eurer Homepage ist Gunnar öfter mal mit einem Motorrad zu sehen. War dies nur eine Requisite beim Shooting oder seid ihr wirklich Motorradfans? Was treiben Andrea und Gunnar Paasche in ihrer Freizeit?

Gunnar: Das Motorrad, welches man auf der Homepage sieht, war in diesem Fall nur Requisite. Ich bin begeisteter Biker, aber bin da eher der Gemütliche und fahre von daher einen Chopper. Ist eine 1600er Kawasaki. Damit bin ich gerne und viel unterwegs. Andrea als Sozia dabei zu haben ist natürlich sehr schön, genieße es aber auch gerne alleine zu fahren. Wir treffen uns ansonsten immer wieder mal gerne mit unseren Freunden, gehen essen, schwimmen am See ist im Sommer ein Muss und wenn wir es mal schaffen, dass wir am Wochenende gemeinsam frei haben, wird auch noch mal das Tanzbein geschwungen. Andrea ist dazu ja noch eine Leseratte und mittlerweile auch ganz fit am PC. Da verbringt sie dann etliche Zeit (wenn ihr mal wieder mein Fernsehprogramm nicht gefällt *grins*), überarbeitet die Homepage oder aber sie ….. liest!!! (Auf dem Rechner hat sie auch noch genügend Bücher abgespeichert)


Ultra (BBC): Was liebt ihr besonders an eurem Sport und welche Werte kann er den Aktiven vermitteln? Gibt es etwas, das ihr am aktuellen Bodybuilding verändern würdet?

Gunnar: Was gibt uns der Sport? Nun ja, vor allem hält er uns gesund. Das ist erst einmal das Allerwichtigste. Denn wir haben ja nur eine Gesundheit und die sollte man hegen und pflegen. Ansonsten sind wir doch in der Lage unseren Körper so zu formen, wie wir es möchten (zumindest versuchen wir es). Ich denke mal, dass es jedem Aktiven so geht wie mir. Wenn man letztendlich auf der Bühne steht, kann man einfach nur stolz auf das Erreichte sein. Egal ob man erster oder letzter wird. Man hat seinen inneren Schweinehund überwunden und kann viele Aufgaben im Leben viel einfacher meistern. Es muss zwar in jeder Sportart hart trainiert werden und auch Beruf oder Schule darf dabei nicht zu kurz kommen, aber in keiner Sportart muss so eine knallharte Diät dabei eingehalten werden.
Am eigentlichen Bodybuilding sollte nichts verändert werden. Dem ist ja nichts entgegen zu setzen. Nur wäre es schön, wenn einfach wieder viel mehr Leute sich auf die Meisterschaften wagen würden. Aber genauso gerne würden wir es begrüßen, wenn die Hallen wieder voller wären. Sicherlich ist es toll, wenn man alles frei Haus innerhalb von Minuten in den Foren präsentiert bekommt. Aber bleiben die Hallen leer, fehlt das Geld um eine Meisterschaft auszurichten und somit wird es immer weniger Events geben, über die man berichten kann. Wenn man bedenkt, dass viele für ein Rockkonzert mal ganz locker achtzig Euro ausgeben um einen Star zu sehen ist es kaum nachzuvollziehen, dass man sich über Eintrittspreise zwischen zwanzig und vierzig Euro aufregt, wo es dann Athleten zu Hauf gibt.


Ultra (BBC): Ich möchte mich im Namen des ganzen Forenteams für die Beantwortung der Fragen bedanken! Gibt es noch etwas, das ihr unseren Lesern sagen wollt? Euch gehören natürlich die letzten Zeilen...

Gunnar: Uns hat dieses Interview viel Spaß bereitet und wir hoffen, dass wir euch ein wenig von unserer Einstellung zum Leben und zum Bodybuilding mit auf den Weg geben konnten. Verliert nie euer Ziel aus den Augen, aber vergesst auch nicht mal nach links und rechts zu schauen. Und habt Geduld mit den Zielen, die ihr erreichen wollt. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Es bedarf halt Jahre des Trainings, um seinem Ideal immer ein Stückchen näher zu kommen. Aber vergesst dabei nicht zu leben. Auch das gehört dazu. Man lebt nur einmal. In diesem Sinne...

Liebe Grüße von Gunnar und Andrea

Begleitbeitrag zum Interview im Forum



Andreas und Gunnars Homepage mit zahlreichen inspirierenden Fotos, aktuellen News und natürlich allen Details zum Sommerfest findet ihr unter: http://www.paasches-bodyworld.de



Und natürlich gibt es auch wieder ein paar interessante Clips:











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