Typ: Taschenbuch
Sprache: Deutsch
Verlag: Th. Schäfer
Jahr: 1993 (1904)
ISBN: 3-887462-89-0
Preis: ca. EUR 14,50
Kraft – und wie man sie erlangt
von Eugen Sandow

Vergesst Arnold Schwarzenegger! Der Vater des Bodybuilding heißt Eugen Sandow. Sein Buch „Kraft – und wie man sie erlangt“ (das Bild zeigt den Titel der englischen Original-Ausgabe) ist 1904 erschienen und gibt es nun wieder als deutsche Ausgabe.

Der 1867 in Königsberg geborene Sandow war nicht nur Besitzer des vielleicht ersten Fitness-Studios der Welt, in der Londoner St. James Street. Er wurde als stärkster Mann berühmt im Showbusiness. So stemmte er mit einem Arm auf der Bühne eine Plattform, auf der sich ein Pianist mit Klavir befand. Oder er ließ sich von einem römischen Kampfwagen samt Pferd überrollen. Mit seinen außergewöhnlichen Kraftleistungen beeindruckte er auch das Publikum in Amerika. 1898 veranstaltete er den ersten großen Bodybuilding-Wettbewerb, bei dem allerdings keine Damen im Zuschauerraum zugelassen waren. Er war der Erfinder zahlreicher Trainingsgeräte und Programme. Die „Spring Grip Dumb-Bell“ , eine Kurzhantel, die in der Mitte geteilt und mit Stahlfedern verbunden war. Oder die „Sandow's Own Combined Developer“, eine Kombination von elastischen Trainingsbändern aus Gummi, Expandern und leichten Kurzhanteln. Er war auch der erste, der Trainingsanleitungen per Post anbot und großen Erfolg damit hatte.

Die Geschichten aus Sandows Buch und die schwarz/weiß-Fotos, die den Autor in verschiedenen Posen zeigen, führen den Leser zurück zu den Anfängen der - wie man es damals nannte - „Körperkultur“. Die beigefügte Übungstafel zur „Ausübung einer rationellen Zimmergymnastik“ ist ebenfalls sehenswert.

Im Jahr 1923 verunglückte Eugen Sandow mit seinen Wagen. In der Nähe von Windsor fuhr er in einen Graben. Der Versuch scheiterte, das Fahrzeug mit eigenen Kräften wieder auf die Fahrbahn zu stellen. Zwei Jahre später verstarb Sandow im Alter von nur 58 Jahren.

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