2. Richtiges Training erhält die Muskeln

Wer hat nicht schon davon gehört, daß man mit mittleren Wiederholungszahlen und schweren Gewichten Muskelmasse aufbaut, während mit niedrigeren Gewichten und mehr Wiederholungen der Körper definiert wird. Dieses noch aus der Steinzeit des Bodybuilding stammende Prinzip findet aus Unkenntnis auch heute immer noch Anwendung bei einigen Athleten, glauben sie doch, daß durch die hohen Wiederholungszahlen mehr Kalorien verbraucht und damit Fett abgebaut wird.

Ein Trugschluss, da sich einerseits der Kalorienverbrauch nur minimal steigert, andererseits aber der Trainingsreiz auf die mit schweren Gewichten antrainierte Muskulatur verringert wird. Der neue Wachstumsimpuls durch den höheren Wiederholungsbereich kann aber nicht effektiv vom Körper in Muskelmasse umgesetzt werden, da in jeder Diät ein Kaloriendefizit herrscht, also die hierfür erforderliche Nährstoffzufuhr zu gering ist. Das Ergebnis ist folglich zwar ein Gewichtsverlust, allerdings weniger aus der Reduktion von Körperfett, sondern dem Verlust an Muskelmasse.

Richtiger ist es in einer Diät das Training unverändert schwer beizubehalten und lediglich superschwere Sätze unter 5 Wiederholungen zu streichen, um sich nicht unnötig einem Verletzungsrisiko auszusetzen. Der Schwerpunkt sollte weiterhin auf den Grundübungen liegen, diese allerdings in ihrem Umfang leicht reduziert und mit Isolationsübungen ergänzt werden, um der Muskulatur ihren Feinschliff zu geben. Hierfür kann auch regelmäßiges Posing eine große Hilfe sein.

Das Gewichtstraining kann in einer Diät zusätzlich mit aerobem Training ergänzt werden. Dies sollte aber bereits schrittweise vorher integriert werden, damit der Körper nicht erst bei Diätbeginn damit konfrontiert wird, wo die ungewohnte Belastung sonst leicht ins Übertraining und damit zu einem Muskelverlust führt. Die Effektivität der aeroben Einheiten kann deutlich gesteigert werden, wenn sie morgens nach dem Ausstehen auf nüchternen Magen oder direkt anschließend an das Gewichtstraining erfolgen, da zu diesen Zeitpunkten die Kohlenhydratspeicher in der Muskulatur leerer sind und somit vermehrt auf die Energiegewinnung durch Fettsäuren zurückgegriffen wird. Dennoch wird der Effekt auf die Körperfettreduktion von den meisten Athleten eindeutig überschätzt, macht doch der höhere Kalorienverbrauch gegenüber einem effektiven Kaloriendefizit durch eine Diät nur einen verhältnismäßig geringen Anteil aus. Deshalb sollten die Cardioeinheiten eher als eine Ergänzung in einer Diät gesehen werden.


Zurück Anfang Weiter

Online-Shop
Forum
Werbung