6. Supplements

Neben einer optimalen Ernährung kann eine sinnvolle zusätzliche Supplementierung dem Masseaufbau die letzten paar Prozentpunkte geben, die über Erfolg und Mißerfolg entscheiden. Allerdings sei darauf hingewiesen, daß sämtliche Supplements ihre Wirkung erst dann richtig entfalten können, wenn die Ernährung den Punkten 1-5 entsprechend optimiert worden ist. In diesen Fall allerdings können die richtigen Supplements noch mal den richtigen "Kick" geben.

So sollte ein gutes Vitamin- und Mineralstoffpräparat eigentlich zu jeder Bodybuilderernährung dazugehören. Gerade ein hart trainierender Bodybuilder hat hier einen stark erhöhten Bedarf, der oft nicht durch die Ernährung allein gedeckt werden kann. Dieses liegt auch oft daran, daß sich auf dem Speiseplan vieler Bodybuilder wenig frisches Gemüse und Obst findet, dieses aber gerade zur Vitaminversorgung benötigt wird. Daher sollte in diesem Fall wenigstens auf ein gutes Präparat zurückgegriffen werden.

Zusätzlich sollte gerade für die natural trainierenden Bodybuilder die Einnahme von Creatin in einem Massezyklus zum Standard gehören. Kein anderes Supplement ist nachweislich so gut zum Muskelaufbau geeignet. Bei der Einnahme von Creatin sollte darauf geachtet werden, daß es besser aufgenommen wird, wenn es mit einer schnell resorbierbaren Kohlenhydratquelle wie z.B. Traubensaft zugeführt wird. Noch besser sind allerdings fertige Creatinpräparate mit Transportmatrix. Die Wirkungsweise von Creatin kann noch verbessert werden, wenn man es in Kombination mit Vanadyl Sulfat nimmt.

Übrigens ist das über Jahre praktizierte Aufladen mit Creatin heutzutage überholt. Mittlerweile wurde in vielen Studien nachgewiesen, daß es ausreicht, die normale Tagesdosis von ca. 10g zu sich zu nehmen. Dieses ist für den Körper und besonders die Nieren auch besser verträglich als die bisherige Aufladepraxis mit Dosierungen von bis zu 30g/Tag.

Im Zusammenhang mit Creatin sei noch darauf hingewiesen, daß die früher oftmals vertretene Meinung, daß der Konsum von koffeinhaltigen Getränken (wie Kaffee oder Cola) die Wirkung von Creatin behindert oder gar aufhebt, nur sehr bedingt richtig ist. Die einzige Gruppe für die das zutrifft sind Sportler, die sonst keine solchen Getränke konsumieren und während der Creatinkur damit in größerem Umfang beginnen. Hintergrund ist, daß Koffein eine diuretische Wirkung hat, Creatin aber seine Wirkung unter anderem aber der verbesserten Einlagerung und Bereitstellung von Energie in die Muskulatur verdankt, welche nur unter gleichzeitiger Wasserspeicherung möglich ist, die dann aber durch das Koffein verringert wird. Die Einlagerung von Creatin selbst aber wird nicht einmal dann unterbunden, es kann nur seine Wirkung nicht richtig entfalten.
Die gute Nachricht ist aber, daß der Körper sich an die entwässernde Wirkung gewöhnt und dieser Effekt anschließend nicht mehr auftritt. Ein regelmäßiger Kaffee- oder Colakonsument kann seiner Lust also weiterhin frönen und muss hier keine Einschränkungen hinnehmen. Solche Gruppen können übrigens ihren Kaffeekonsum auch zur täglichen Flüssigkeitszufuhr voll hinzurechnen.

Zu guter letzt sei hier noch auf Glutamin hingewiesen. Gerade nach einem Training hat der Körper einen hohen Bedarf an dieser Aminosäure. Daher verbessert zu diesem Zeitpunkt die Zufuhr von 10-15g die Regeneration der Muskulatur und kann damit entscheidend zum Muskelaufbau beitragen. Zudem kann die Glutamineinnahme nach dem Training leicht zusammen mit dem Creatin erfolgen.


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