3. Haltbarkeit, Lagerung und Zubereitung von Ölen

Leider sind mechanisch gepresste Öle aber nicht besonders lange haltbar. Will man also ein wirklich hochwertiges Öl erwerben, so reicht es deshalb nicht alleine aus im Supermarkt auf die Herstellung zu achten.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren und dabei besonders die hochwertigen O3 verderben sehr schnell, wenn man sie Licht und Sauerstoff aussetzt. Bei entsprechenden Präparaten, z.B. Lachsölkapseln, wird hierfür als Antioxidationsmittel Vitamin E beigesetzt. Das ist aber bei den handelsüblichen Ölen für die Küche nicht oder nur sehr selten der Fall, weshalb man diese möglichst kühl und dunkel lagern sollte. Aber auch bei optimaler Lagerung sind diese Öle maximal wenige Monate haltbar und verlieren wöchentlich an Qualität, weshalb man sie eher in kleineren Mengen kaufen und rasch verzehren sollte. Im Supermarkt empfiehlt es sich in den Regalen ganz nach hinten zu langen.
Als Geheimtipp bieten sich hier übrigens die in vielen größeren Städten ansässigen kleinen Geschäfte an, in denen man Spirituosen und Öle frisch gezapft in kleineren Mengen kaufen kann, z.B. die Kette „Vom Fass“. Aber auch im Internet kann man viele, oft sehr kleine Anbieter für besonders hochwertige Öle finden.
Weniger kritisch in der Haltbarkeit sind hingegen Öle, die einen überwiegenden O9-Anteil haben, so wie Rapsöl oder Olivenöl, die auch nach Monaten noch stabil sind. Doch auch hier sollte man die Flaschen kühl lagern.

Wer seine Zufuhr an O3 möglichst optimal gestalten will, der kann auch einen anderen Weg gehen, denn natürlich muss man nicht unbedingt mit Ölen arbeiten, sondern kann auch die natürlichen Quellen für dieses Öle selbst in seiner Ernährung forcieren.
Besonders einfach gestaltet sich dabei eine Ergänzung mit Nüssen, allen voran Walnüssen. Diese sind in vielen Supermarktketten in praktischen 200g-Beuteln günstig erhältlich und sind nicht nur gute O3-Quelle sondern zugleich auch eine leckere Knabberei für zwischendurch.

Aber auch Fisch bietet sich hier perfekt als hochwertiger Protein und O3-Lieferant geradezu an. Dabei sind z.B. enthalten:

  • Hering (2,0g/100g)
  • Thunfisch (1,3g/100g)
  • Lachs (0,8-1,8g/100g)
  • Makrele (0,6g/100g)
  • Forelle (0,2g/100g)

Allerdings sollte man bei Nüssen oder Fisch darauf achten, daß man diese nicht gebraten oder geröstet verzehrt. Der Grund hierfür ist einfach: O3-Fettsäuren sind leider nicht hitzestabil und zerfallen bei den hierbei erzeugten Temperaturen, bzw. werden in Transfettsäuren umgewandelt.
Zum Braten und Backen sind deshalb auch sämtliche Öle, die reich an O3 vollkommen ungeeignet. Sie sollten nur zum Zubereiten von Salaten oder maximal zum kochen genutzt werden, wo Höchsttemperaturen um 100° erreicht werden.

Zum Braten und Backen bedingt geeignet sind Öle, die überwiegend O9 enthalten, wie Olivenöl, Rapsöl oder Erdnussöl. Aber auch hier gilt, daß diese Öle in der Zubereitung nur maximal mittlere Temperaturen erreichen sollten und ein Braten auf höchster Stufe mit ihnen nicht möglich ist. Sollen noch höhere Temperaturen erreicht werden, so bietet sich Kokosöl an oder es muss auf tierische Fettquellen zurückgegriffen werden.

Ein mir bekannter Athlet geht übrigens bei der Fettzufuhr seinen eigenen Weg, indem er sich im Reformhaus Hanfnüsse kauft, diese in der Kaffeemühle mahlt und dann seinen Speisen oder Proteinshakes zufügt. Dies hat den Vorteil, daß neben Fettsäuren sogar noch das Protein, die Ballaststoffe und alle sekundären Pflanzenstoffe mitverzehrt werden. Wem diese Art der Supplementierung nicht zu aufwändig ist, der sollte sie einmal ausprobieren.



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