7. Essen Sie alle 2-3 Stunden
In der letzten Zeit treten immer wieder selbsternannte
Ernährungsfachmänner in der Bodybuildingwelt auf den Plan die
behaupten, daß es für den Aufbau vollkommen irrelevant sei, ob man
seine Mahlzeiten auf lediglich 3 große oder 6 kleine verteilt. Nach
Ihrer Meinung ist einzig entscheidend, daß dem Körper ausreichend
Nährstoffe zugeführt werden und eine positive Kalorienbilanz
erreicht wird.
Natürlich ist das nicht grundsätzlich falsch, denn bei einer
positiven Bilanz nimmt man zu. Aber (und das ist die Crux) man
sollte immer unterscheiden zwischen Quantität und Qualität der
Gewichtszunahmen. Zum einen ist nämlich in der Folge das Problem,
daß sie zum Aufbau von Muskelmasse unweigerlich sehr große
Portionen essen müssen um ihren gestiegenen Bedarf zu decken, was
bereits ein praktisches Problem ist.
Der weitaus größere Knackpunkt ist aber, daß der Blutzuckerspiegel
bei wenigen, aber dafür großen Mahlzeiten letztlich Achterbahn
fährt. Der Körper bekommt ein Überangebot an Nährstoffen, die er in
diesem Moment gar nicht benötigt. Was tut er in diesem Fall?
Richtig, er speichert diese. Da aber bei einer positiven
Kalorienbilanz die Glykogendepots in der Muskulatur in der Regel
weitgehend voll sind, speichert er diese dort, wo man sie gerade
nicht haben möchte, im Fettgewebe. Sind nach einiger Zeit alle
Nährstoffe im Magen verdaut und der Körper benötigt Energie, so
müsste ihm eigentlich wieder neue Nahrung zugeführt werden. Dies
geschieht aber bei dieser Praxis erst viel später durch die
längeren Pausen zwischen den Mahlzeiten. Entsprechend muss der
Körper nun seinen Bedarf aus den Depots decken, also der Muskulatur
und dem Fett mit dem bereits beschriebenen Problem, daß er
Muskelmasse leichter wieder in Energie verwandeln kann als
letzteres.
Das Aufteilen der täglichen Mahlzeiten auf viele, aber dafür
kleinere Mahlzeiten, verhindert diese starken Schwankungen und
sorgt für einen stabileren Blutzuckerspiegel. Daneben werden dem
Körper die Nährstoffe in kleineren Einzelportionen angeboten,
wodurch er seinen Bedarf punktgerechter decken kann und unnötige
Speicherprozesse verhindert werden. Hierdurch wird der Fettanteil
beim Zunehmen niedriger gehalten und der Muskelaufbau
begünstigt.






