5. Nahrungsfette machen nicht fett

Jahrelang wurde in allen Medien gepredigt, daß der Konsum von Fett einen Menschen fett werden lässt. Auch die typische Ernährung leistungsorientierter Bodybuilder folgte früher genau demselben Grundsatz, bestand sie doch überwiegend aus Pute und Reis und war damit möglichst fettarm. In den letzten Jahren hat aber die Wissenschaft erstaunliche Entdeckungen gemacht, die genau diese Fettphobie ad absurdum führen, bewirkt sie doch genau das Gegenteil. Durch die bei einer Low-Fat-Ernährung gleichzeitig zwangsläufig extrem hohe Zufuhr an Kohlenhydraten fährt Ihr Blutzucker und damit der Insulinspiegel geradezu Achterbahn. Insulin ist aber wiederum nicht nur für die Versorgung der Muskeln mit Nährstoffen verantwortlich, sondern auch für die Einlagerung überschüssiger Energie in die Fettdepots.

Genau hier kann aber ein moderater Fettanteil helfen, führt er doch zu einer längeren Magenverweildauer der Nahrung und damit einer gleichmäßigeren Insulinfreisetzung. Daneben bedeutet eine höherer Fettanteil der Nahrung gleichzeitig einen geringeren Kohlenhydratanteil und damit allein schon einen niedrigeren Blutzuckerspiegel, wodurch wiederum die Einlagerung überschüssiger Kalorien gebremst wird.

Dabei sollte aber nicht jede Art von Fetten verzehrt werden, denn die von den meisten Menschen in viel zu hohem Maß konsumierten gesättigten Fettsäuren haben für den Körper eher weniger positive Eigenschaften. Zudem sind diese in ausreichendem Maß in praktisch allen Fettquellen vorhanden, so daß bei der Ernährung eher der Focus auf die einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren gelegt werden sollte, besonders jedoch auf die Omega-3, -6 und –9 Fettsäuren, die für den Körper neben den bereits beschriebenen auch noch weitere wichtige Funktionen wahrnehmen, die ein Bodybuilder vortrefflich für sich nutzen kann. So sind sie nicht nur an der Bildung von Hormonen wie Testosteron beteiligt, sondern haben auch entzündungshemmende Wirkung und verbessern so die Regeneration von Sehnen und Gelenken. Omega-9-Fettsäuren wirken außerdem positiv auf das Herz und halten die Arterien geschmeidig.

Auch das Problem der hohen Nahrungsmengen, die ein Fortgeschrittener Athlet zu sich nehmen muss um seinen Bedarf zu decken und einen leichten Überschuss zu erreichen, wird durch die Zufuhr von Fetten vereinfacht, haben diese doch mehr als den doppelten Energiegehalt (9 Kcal/g) als Kohlenhydrate und Proteine (4,1 Kcal/g), so daß die Gesamtmenge an zu verzehrender Nahrung überschaubar bleibt. Ein guter Richtwert für die Fettzufuhr beim Muskelaufbau liegt bei 30% der Gesamtkalorien.
Vortreffliche Quellen für Omega-3 und –6 sind z.B. Walnüsse, Leinöl oder fetter Seefisch, bzw. Lachsöl. Bei den Omega-9-Fettsäuren ist es besonders Olivenöl, welches zu empfehlen ist.


Zurück Anfang Weiter

Online-Shop
Forum
Werbung