11. Muskelfeind Nr.1: Alkohol!

Keine Party findet ohne Sie statt? Ok, wie Sie gerade lesen konnten, sollten Sie dabei trotzdem auf Ihren Schlaf achten. Mindestens genauso wichtig ist aber auch, daß Sie Ihren Alkoholkonsum weitgehend einschränken sollten.
Generell sollte man als Sportler natürlich versuchen Alkohol komplett zu vermeiden. Einem erfolgreichen Muskelaufbau steht er deutlich im Wege. Nicht selten haben gerade jugendliche Anfänger im Kraftsport, die über mangelnde Fortschritte klagen, weniger ein Problem dahingehend, daß sie allgemein schwer Muskeln aufbauen, sondern eher damit, daß ein Lebensstil mit vielen Partys und Alkoholkonsum diese Fortschritte einfach nicht zulässt.

Diese fatale Einstellung für das Muskelwachstum trifft noch deutlich mehr für die Zeit von einer Stunde vor bis zwei Stunden nach dem Training zu. Gerade nach anstrengender körperlicher Aktivität verzögert Alkohol die Regenerationsprozesse erheblich. Dies hat damit zu tun, daß dieser nicht zur Energieversorgung der Muskulatur herangezogen werden kann, da seine Verarbeitung nur in der Leber möglich ist. In diesem Fall steht aber die Leber auch nur stark eingeschränkt für andere Stoffwechselvorgänge wie die Aufnahme von Kohlenhydraten zur Verfügung. So führt der Alkoholkonsum zu einer weiteren Entleerung der Glykogenspeicher und damit zu einer starken Verlängerung der katabolen Stoffwechsellage im Anschluß an das Workout. Zudem senkt Alkohol den Testosteronspiegel über Stunden dauerhaft ab. Testosteron ist aber gerade das Hormon, welches für den Aufbau von Muskelmasse in unserem Körper am wichtigsten ist.

Aber auch wenn Alkohol vor und nach dem Training gemieden wird, so sollte er dennoch nur in Maßen konsumiert werden. Was bedeutet aber Alkohol in Maßen? Als Anhaltspunkt kann hier eine Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gelten, die eine Alkoholmenge von 16g/Tag bei Frauen, bzw. 20g/Tag bei Männern als harmlos ansieht. Zum Vergleich: In ¼ Liter Wein oder ½ Liter Bier sind bereits 20g Alkohol enthalten. Diese Menge gilt wohlgemerkt nicht als Durchschnittswert über einen längeren Zeitraum, sondern als absolute tägliche Höchstmenge. Ansonsten könnte man ja auch einen Rausch durch mehrtägige Abstinenz wieder ausgleichen.


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