1. Achten Sie auf eine positive Kalorienbilanz

Eigentlich ist es logisch: Wenn Sie aufbauen wollen, müssen Sie dem Körper mehr Nährstoffe zuführen, als er lediglich zum Erhalt der vorhandenen Masse benötigt. Dennoch ist dieses vielen Athleten, besonders Anfängern, nicht wirklich bewusst.

Machen Sie sich frei von dem Gedanken, daß Sie Ihr aktuelles Körpergewicht halten und trotzdem große Muskeln aufbauen können. Die in der Bevölkerung weit verbreitete Ansicht, daß es möglich ist Fett ab- und gleichzeitig Muskelmasse aufzubauen, ist ein Irrglaube der daraus geboren wird, daß man am Anfang die Trainingsgewichte leicht steigern kann auch ohne zuzunehmen. Dies ist aber kein Muskelzuwachs, sondern lediglich eine Verbesserung der Muskelkoordination und -grundspannung, was leicht verwechselt wird. Echter Muskelzuwachs geschieht nur über einen längeren Zeitraum, nicht innerhalb einiger Wochen.
Erklären lässt sich die Notwendigkeit zur Erhöhung der Nährstoffzufuhr auch durch den Mehrverbrauch an Energie von Muskel- gegenüber Fettgewebe. Würde man bei gleichbleibender Kalorienzufuhr Muskeln auf- und Fett abbauen, so würde sich durch die gestiegene Muskelmasse der Gesamtverbrauch erhöhen. Ohne eine Erhöhung der Zufuhr käme man damit in ein Defizit und würde wiederum Gewebe abbauen. Beide Vorgänge würden sich also gegenseitig blockieren ohne daß es zu einem echten Substanzgewinn käme.

Zur Einschränkung muss fairerweise hier gesagt werden, daß für Menschen mit einem sehr hohen Körperfettanteil der gleichzeitige Abbau von Körperfett und Aufbau von Muskelmasse in geringem Umfang doch möglich ist. Dies geschieht aber nur im Bereich von vielleicht 2-3kg und ist nur bei Anfängern der Fall. Sobald Sie die ersten Fortschritte hinter sich haben, werden Sie mit einer ausgeglichenen Kalorienbilanz nicht weiter kommen.

Wollen Sie hingegen wirklich große Muskeln bekommen und so breit werden, wie Sie es sich schon immer geträumt haben, dann müssen Sie zunehmen. Dies erreichen Sie am einfachsten, in dem Sie mehr essen als es Ihr Erhaltungsbedarf eigentlich erfordert. Das bedeutet nun aber nicht, daß Sie wahllos alles in sich reinstopfen sollen. Vielmehr ist neben einer ausreichenden Zufuhr auch die Qualität entscheidend.


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