8. Jod
Jod ist wohl eines der bekanntesten Spurenelemente, wird es doch
oft zum bekannten Jodsalz zugesetzt. Dabei hat Jod vornehmlich im
menschlichen Körper nur eine Funktion, nämlich bei der Synthese der
Schilddrüsenhormone, Trijodthyronin (T3) und Tetrajodthyronin (T4,
auch als Thyroxin bezeichnet). Alleine hier werden etwa 80% des
täglich aufgenommenen Jods verbraucht. Eine gute Funktion der
Schilddrüse ist aber erforderlich, für einen intakten Stoffwechsel.
Dies macht auch deutlich, wieso Jod für einen Bodybuilder so
wichtig ist.
Kommt es zu einem Jodmangel, so ist die Folge eine Hypothyreose,
eine Unterfunktion der Schilddrüse. Symptome hierfür sind
Gewichtszunahme, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Ödeme, niedriger
Puls und Blutdruck, Haarausfall und trockene Haut. Hierbei ist die
Unterfunktion meist schleichend, so dass man anfangs keine
entsprechenden Symptome wahrnimmt.
Ein Jodmangel ist in Deutschland häufiger, als man es gemeinhin
annimmt. Der Grund dafür ist, dass Deutschland ein jodarmes Gebiet
ist. Dieser Jodmangel ist durch die Eiszeit bedingt, wo die
Jodvorkommen durch das Schmelzwasser ausgewaschen wurden.
Entsprechend sind die hiesigen Nahrungsmittel durch nur geringe
Jodanteile geprägt, wenn überhaupt Spuren davon vorhanden sind.
Fast jeder Deutsche ist unterversorgt mit Jod. So beträgt die
empfohlene Tagesdosis für einen Erwachsen 180-200µg, in der
durchschnittlichen Ernährung sind aber nur etwa 100µg enthalten.
Der Tagesbedarf eines Sportlers ist dabei übrigens nur unwesentlich
höher.
Um einem Jodmangel vorzubeugen, empfiehlt sich eine zielgerichtete
Ernährung mit jodreichen Nahrungsmitteln. Die Einnahme von
Jod-Präparaten ist in diesem Fall nicht erforderlich. Besonders
hilfreich ist hierbei der zwei- bis dreimalige Verzehr von
Seefisch, welcher besonders viel Jod enthält. Die besten
Jodlieferanten sind dabei Krustentiere, Scholle, Seelachs und
Kabeljau. Alleine hierdurch kann das Defizit bei der Ernährung
gedeckt werden. Aber auch Fleisch und Milchprodukte sind gute
Jodquellen. Ebenso empfiehlt sich, kein normales Kochsalz in der
Küche zu verwenden, sondern ein entsprechendes Jodsalz, um
zumindest eine Grundversorgung zu gewährleisten.
Soll die Zufuhr mit speziellen Jodpräparaten ergänzt werden, so
sind solche aus Meeresalgen (Kelp) oder Kaliumjodid
empfehlenswert.






