5. Eisen

Eisen ist, wie bereits erwähnt, für den Körper neben Zink das wichtigste Spurenelement. Seine wichtigste Funktion ist die Bindung von Sauerstoff an das Hämoglobin in den roten Blutkörperchen, welches anschließend über das Blut von den Lungenbläschen zu den Körperzellen transportiert wird.
Neben dem Sauerstofftransport spielt Eisen aber auch eine wichtige Rolle im Kampf des Immunsystems gegen Krankheitserreger, einerseits auf der Seite der Enzyme, deren Bestandteil es oftmals ist, andererseits aber auch auf der Erregerseite, wo es ebenfalls zum Überleben benötigt wird.

Eisenmangel ist neben Jodmangel das am häufigsten auftretende Defizit bei den Mineralstoffen und tritt oft bei stark einseitiger Ernährung und besonders bei Frauen auf. Für den Sportler bedeutet das, dass ein Eisenmangel sich besonders in einer Abnahme der Leistung im Training bemerkbar macht. Diese Leistungsschwäche, Müdigkeit, Schwäche, Kopfschmerzen oder Nervosität sind neben spröden Haaren, Rillen in den Fingernägeln oder Rissen in den Mundwinkeln ein Zeichen für Eisenmangel. In diesem Fall sollten Sie einmal ihren Körper auf Eisenmangel vom Arzt untersuchen lassen und ggf. durch eine Ernährungsumstellung oder zusätzliche Eisenpräparate gegensteuern.
Der Tagesbedarf für den Durchschnittsmenschen liegt bei 10-15mg, für hart trainierende Sportler etwa bei dem doppelten Wert, also 15-30mg. Insbesondere schwangere und stillende Frauen sollten ebenfalls auf eine hohe Eisenzufuhr achten.

Gute Eisenquellen sind besonders Fleisch, Eier. Bei den pflanzlichen Eiweißquellen sind besonders Vollkornprodukte, Sojabohnen, Spinat und Nüsse zu erwähnen. Bei der Zufuhr von Eisen durch die Nahrung sollte jedoch beachtet werden, dass die Aufnahme über pflanzliche Nahrungsmittel für den Körper schwerer aufzunehmen ist, als über tierische Nahrungsmittel. Vom Darm werden hier nur 2%-10% des Eisengehalts eines Nahrungsmittels wirklich aufgenommen. Dieses hat damit zu tun, dass tierisches Eisen in zweiwertiger Form vorliegt und pflanzliches in dreiwertiger, welche erst zur zweiwertigen Form umgewandelt werden muss und wobei ein Teil verloren geht. Vegetarier sollten also in regelmäßigen Abständen ebenfalls einen Test beim Arzt machen lassen.

Soll Eisen über spezielle Präparate zugeführt werden, so sind besonders die Chelatformen von Eisen zu empfehlen, da diese eine höhere biologische Verwertbarkeit besitzen, als Eisenfumarat, -gluconat und –sulfat. Die Einnahme sollte üblicherweise zwischen den Mahlzeiten erfolgen.
Übrigens verbessert die gleichzeitige Einnahme von Vitamin C oder Fructose die Eisenaufnahme, weshalb viele Präparate gleichzeitig Vitamin C enthalten. Demgegenüber wiederum verschlechtert der Konsum von Tee, Kaffee und Milch die Eisenaufnahme. Ebenso ist hier die gleichzeitige Zufuhr von Kalzium und Magnesium zu vermeiden.


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