1. Mineralstoffe - ein paar allgemeine Grundlagen

Mineralstoffe sind, im Gegensatz zu Eiweißen, Fetten, Kohlenhydraten und Vitaminen, nicht-organische Nährstoffe, die aber für den menschlichen Körper äußerst wichtig sind. Dabei haben sie mit den Vitaminen gemeinsam, dass sie zwar selbst keine Energieträger sind, der Körper sie aber auch nicht selbst herstellen kann und deshalb darauf angewiesen ist, dass sie von außen mit der Nahrung zugeführt werden. Hierbei unterscheiden sie sich somit grundlegend von den Makronährstoffen (Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate)

Der Begriff der Mineralstoffe ist sehr weit gefasst, beschreibt er doch eigentlich zwei unterschiedliche Gruppen, die Mengenelemente (oder Makroelemente) und die Spurenelemente (oder Mikroelemente). Wie die beiden Vorsilben „Makro“ und „Mikro“ schon erahnen lassen, handelt es sich hierbei um eine Unterscheidung anhand der Häufigkeit ihres Vorkommens im menschlichen Körper. Die Konzentration der Mengenelemente beträgt dabei mehr als 50mg/kg Körpergewicht (Trockenmasse), die der Spurenelemente weniger.

Übersicht der Mengen- und Spurenelemente
Mengenelemente Spurenelemente
Chlor
Kalium
Kalzium
Magnesium
Natrium
Phosphor
Schwefel
Arsen
Bor
Chrom
Eisen
Fluor
Jod
Kobalt
Kupfer
Lithium
Mangan
Molybdän
Nickel
Selen
Silizium
Vanadium
Zink

Neben der Unterscheidung in Mengen- und Spurenelemente teilt man die Mineralstoffe auch in die Gruppe der Regler- und Baustoffe ein. Hierbei geschieht die Gliederung nicht anhand des Vorkommens im Körper, sondern nach ihrer Aufgabe. Baustoffe spielen dabei eine Rolle bei der Herstellung von bestimmten Körperteilen, während Reglerstoffe zur Steuerung bestimmter Körperfunktionen erforderlich sind. Die Grenzen sind hierbei aber eher fließend, da bestimmte Baustoffe auch Reglerfunktionen wahrnehmen. So ist z.B. Phosphor am Aufbau von Knochen und Zähnen beteiligt, wirkt aber auch an der Regulation des Säure-Basen-Haushalts mit.

Zu guter letzt werden die Mineralstoffe manchmal auch noch in essentielle (lebensnotwendige) und nicht-essentielle (nicht-lebensnotwendige) unterschieden. Aber ähnlich wie bei der Unterscheidung in Regler- und Baustoffe ist hier bei einigen Mineralstoffen (z.B. Bor) noch unklar, ob sie essentiell sind oder nicht, während es bei anderen (z.B. Eisen, Jod, Chlor) gesichert ist.

Manch einer von Ihnen wird jetzt sagen: „Hey, im Chemieunterricht in der Schule hab ich aber gelernt, dass Chlor giftig ist !“
Nun, das ist auf der einen Seite sicher richtig, auf der anderen aber auch wieder nicht, nehmen wir doch fast alle diese Stoffe nicht in ihrer elementaren Form auf, sondern als Verbindungen mit anderen Stoffen. Natrium und Chlor werden z.B. als Kochsalz (Natriumchlorid) zugeführt und dann vom Körper wieder in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt.

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