6. Proteinpulver - Sinnvoll oder nicht?
Grundsätzlich sollte immer versucht werden, die
Proteinversorgung des Körpers über die normale Ernährung
sicherzustellen. Dabei sollte, um eine möglichst vollständige
Aminosäurenbilanz sicherzustellen, auf viele verschiedene
Proteinquellen zurückgegriffen werden. Allerdings ist eine
Ernährung, die viel Fleisch, Milchprodukte oder Hülsenfrüchte
enthält, oft auch mit vielen negativen Begleitumständen verbunden,
wie Purinen, Cholesterin oder einfach nur einer recht hohen
Kohlenhydratzufuhr. Außerdem steigt naturgemäß mit einer erhöhten
Proteinzufuhr auch die Menge der zu verzehrenden Nahrungsmittel.
Der Magen hat aber nur eine bestimmte Kapazität um diese zu
verdauen.
Um deshalb einem ständigen Völlegefühl vorzubeugen und die
negativen Begleiterscheinungen in Grenzen zu halten, kann es
vorteilhaft sein, einen Teil der Proteinversorgung durch
Proteinshakes zu ersetzen.
Für Personen mit einer Lactoseintoleranz, die keine Milchprodukte
aufgrund des Milchzuckers vertragen, bieten mit Wasser angerührte
Proteinshakes außerdem den Vorteil, daß sie trotzdem hochwertiges
Milch- und Molkenprotein zu sich nehmen können, ohne gleichzeitig
die für sie negativen Begleiterscheinungen zu haben
Proteinshakes haben aber auch noch andere Vorteile, die nicht im
ernährungsphysiologischen Bereich zu suchen sind. So ist ein
Proteinshake in der Regel deutlich billiger, als die gleiche
Proteinmenge in Form von Fleisch. Er lässt sich außerdem leicht
mitnehmen und schnell zwischendurch trinken, wenn nicht die Zeit
für eine komplette Mahlzeit bleibt, so wie es in der Schule oder im
Beruf oder der Fall ist. Gerade, wenn man den Shake mit einer
zusätzlichen Kohlenhydratquelle wie Haferflocken oder auch Bananen
ergänzt, hat man schnell eine komplette Mahlzeit verzehrt, ohne
große Umstände damit zu haben.






