7. Natrium
Für den menschlichen Organismus ist Natrium ein äußerst
wichtiges Element, ist es doch an sehr vielen Vorgängen direkt oder
indirekt beteiligt. Die wichtigste Funktion von Natrium ist dabei
zusammen mit Kalium, Chlorid und Kalzium die Regulation des
Wasserhaushalts und des osmotischen Drucks, also des inneren
Flüssigkeitsdrucks. Es ist außerdem wichtiger Bestandteil des
Blutes und des Blutdrucks, sowie trägt zum Gleichgewicht im
Säure-Basen-Haushalt bei. Nicht zuletzt ist es an der Weiterleitung
von Nervenreizen und dem allgemeinen Transport von Nährstoffen
beteiligt.
Der Natriumhaushalt wird durch die Nieren beziehungsweise durch
Hormone (Aldosteron, Adiuretin, Vasopressin) geregelt. Überschüsse
an Natrium durch eine zu hohe Zufuhr werden ausgeschieden.
Der tägliche Minimalbedarf an Natrium wird mit 550mg angegeben.
Meist wird mehr aufgenommen, da Natrium als Natriumchlorid nahezu
in allen Lebensmitteln vorkommt und es zusätzlich zum Salzen
verwendet wird. Insgesamt schätzt man die tägliche Aufnahme von
Salz zwischen 3-13g, wovon 40% Natrium sind. Dadurch wird im
Normalfall auch der vermehrte Natriumbedarf von Leistungssportlern
gedeckt. Als empfehlenswert gilt die tägliche Aufnahme auf maximal
6g Salz zu begrenzen, was einem gehäuften Teelöffel entspricht. Bei
Sportlern kann der Bedarf aber auch darüber liegen. Ein Mehrbedarf
liegt hier insbesondere bei erhöhter Schweißbildung durch
intensives Training und/oder heißes Klima, bzw. Einnahme von
Diuretika vor. In diesem Fall sollte die Natriumzufuhr gesteigert
werden. Bei einer hohen Salzzufuhr wird neben mehr Natrium aber
auch vermehrt Kalzium mit dem Urin ausgeschieden. Dies sollte bei
der Zufuhr beachtet werden.
Ein Mangel an Natrium ist in unserer Gesellschaft sehr selten
geworden, da man in fast allen industriell gefertigten
Lebensmitteln Kochsalz in irgendeiner Form zusetzt. Aber gerade
Sportler, die versuchen sich bewusst zu ernähren, sind gelegentlich
einem Natriummangel ausgesetzt, weil sie oft panikartig jedes
natriumhaltige Lebensmittel meiden. Auch ein zusätzlicher hoher
Wasserkonsum kann hier zu einer zu starken Ausscheidung führen,
bzw. Phasen intensiven Trainings.
Dieser ist in der Regel aber nicht groß genug, als daß Folgen
auftreten können. Bei verminderter Salzzufuhr und starkem
Schweißverlust greift der Körper zur Selbsthilfe und schützt sich
vor dem möglichen Natriummangel, indem er die Ausscheidung von
Natrium nahezu völlig einstellt. Dennoch wird an dieser Stelle
empfohlen, Salz nicht vollkommen aus der Ernährung zu
streichen.
Wird Salz in zu hoher Dosierung zugeführt, so steigen die
extrazellulären Konzentrationen von Natrium und damit der
osmotische Druck in den Körperflüssigkeiten an. Dies kann durch die
vermehrte Zufuhr von Wasser oder durch eine verringerte
Wasserausscheidung ausgeglichen werden. Wird dieser Ausgleich nicht
erreicht, können Bluthochdruck, Ödeme und Muskelstörungen
entstehen. Dabei spielt aber auch das Verhältnis von Kalium und
Natrium eine Rolle.
Wichtig ist zu erwähnen, daß man Natrium und Kochsalz nicht immer
gleich setzen kann. Tatsächlich unterscheiden sich beide in ihren
Wirkungen. Deshalb reagieren auch nicht alle Menschen auf
Speisesalz gleichermaßen. Nur rund 30 Prozent der Menschen
reagieren durch eine genetische Veranlagung dergestalt, daß die
gesteigerte Salzzufuhr den Blutdruck erhöht. Daher wirkt bei diesen
Menschen auch eine salzarme Kost blutdrucksenkend. Diese Wirkung
tritt aber nicht bei Natriumbicarbonat in Mineralwässern auf.
Für Menschen, die Natrium in der Ernährung einsparen wollen und
deshalb auf gesonderte Salzzufuhr verzichten möchten, gibt es in
Reformhäusern übrigens Diät-Kochsalzpräparate, die auf Kaliumbasis
funktionieren.






