6. Magnesium

Magnesium gehört zu den bekanntesten und für den Menschen wichtigsten Mineralstoffen. Es ist neben Kalzium am Aufbau und an der Erhaltung des Skelettsystems und der Zähne entscheidend beteiligt, aus denen es bei Bedarf schnell freigesetzt werden kann und die 60% des Vorkommens enthalten. Daneben ist es für über 300 Enzymreaktionen wichtig und spielt eine Rolle im Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett, sowie bei der Zellteilung, wo es das innere Zellskelett stabilisiert. Außerdem steuert es Muskel- und Nervenfunktionen wie z.B. deren Erregbarkeit, indem durch die Magnesiumkonzentration unter anderem die Muskelkontraktion reguliert wird. Mit anderen Worten: Ohne Magnesium keine Kontraktion. Nicht zuletzt hat es eine Schlüsselfunktion bei der gesunden Funktion von Herz und Kreislauf, so verbessert es auch die Viskosität des Blutes, was gerade bei Spitzenleistungen von wesentlicher Bedeutung ist.

Die täglich mindestens benötigte Menge für Erwachsene ohne Mehrbedarf liegt bei 350-400 mg. Bei dauerhaft intensiv betriebenem Sport oder schwerer körperlicher Arbeit kann der Bedarf aber deutlich ansteigen, da durch erhöhte Schweißproduktion wieder viel Magnesium verloren geht. Aber auch Alkoholkonsum, länger dauernde Diäten, Bluthochdruck, Magen-Darm-Erkrankungen und die Einnahme bestimmter Medikamente wie z.B. der Pille oder Diuretika erfordern eine erhöhte Magnesiumzufuhr.

Als Grenze für eine Unterversorgung bei Menschen ohne erhöhten Bedarf wird eine Menge von 200mg Magnesium angesetzt. Ein Magnesiummangel kann sich auf verschiedene Weise bemerkbar machen: Muskel- und Wadenkrämpfe, Unruhe, Nervosität, Schwindel, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Migräne, Störungen des Herzens, Magen-Darm Probleme, Leistungsschwächen, Müdigkeit, Depressionen, etc. Typisch sind auch Zuckungen im Gesicht, z.B. an Mund oder Augenlidern.

Tägliche Gaben von bis zu 700mg gelten allgemein als sicher. Aber auch bei einer höheren Zufuhr entstehen bei gesunder Nierenfunktion keine Überdosierungen, da überschüssige Mengen einfach ausgeschieden werden. Nur in seltenen Fällen kommt es zu einem Überschuss, z.B. bei eingeschränkter Nierenfunktion. In der Folge kann es zu Durchfällen kommen.

Neben den oben angegebenen Lebensmitteln ist Magnesium besonders in Hülsenfrüchten, Fisch, Dörrobst und Käse enthalten. Auch einige Mineralwässer sind reich an Magnesium. In Obst und Gemüse ist hingegen nur wenig davon zu finden, da unsere Böden durch starkes Düngen mit Kalium magnesiumarm geworden sind. Bei der Zubereitung von Lebensmitteln sollte zudem beachtet werden, daß ein Teil des Magnesiums beim Kochen verloren geht.
Im Falle eines erhöhten Magnesiumbedarfs ist eine zusätzliche Zufuhr durch ein entsprechendes Präparat eine empfehlenswerte Maßnahme, um eventuelle Mangelerscheinungen gar nicht erst auftreten zu lassen.



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