5. Kalzium

Kalzium ist im Körper der Mineralstoff mit dem höchsten Anteil. Seine Aufgaben im menschlichen Körper sind vielfältig. Besonders wichtig ist es als Baustein von Zähnen und Knochen, wo auch 99% davon gespeichert werden. Die maximale Knochenmasse ist hierbei im Alter von 25-30 Jahren erreicht. Danach findet, abhängig von der Knochenmasse, ein langsamer Abbau statt. Um diesen zu verlangsamen und der gefürchteten Osteoporose vorzubeugen, ist eine regelmäßige und ausreichende Kalziumzufuhr die beste Vorbeugung.
Kalzium ist weiter in Nerven und Muskeln an der Entstehung von Reizen sowie an deren Beantwortung beteiligt, es trägt z.B. zur Muskelkontraktion bei. Im Tierversuch konnte sogar nachgewiesen werden, daß ein Kalzium-Mangel die maximale Muskelkraft um 15% verminderte.

Für Erwachsene wird eine Zufuhr von 1000 mg, pro Tag empfohlen, wobei die Kalziumaufnahme durch eine gleichzeitige Zufuhr von Vitamin D begünstigt wird. Bei schwer trainierenden Athleten und Menschen mit einseitiger Ernährung kann die benötigte Menge durchaus höher liegen. Zudem steigen die Mengen mit zunehmendem Alter an. Dabei sollte man aber darauf achten, dass es Lebensmittel gibt die hohe Mengen an Phosphaten enthalten, z. B. Wurst und Cola-Getränke, die Kalzium im Körper binden und damit zu einer vermehrten Ausscheidung führen. Auch Alkohol und Koffein tragen zu einem vermehrten Kalziumverlust mit dem Urin bei.

Leider nimmt der Milchkonsum in unserer Gesellschaft immer weiter ab. Aus diesem Grund werden Mangelerscheinungen an Kalzium immer häufiger. Da sich aber unser Körper an ein niedriges Kalziumangebot anpasst, in dem ein Mangel durch das im Skelett gespeicherte Kalzium ausgeglichen wird, ist ein Mangel oft schwierig zu bestimmen und die Folgen erst langfristig spürbar. Die häufigste Folge ist hierbei wohl die Osteoporose.
Ein leichter Mangel an Kalzium zieht Muskelkrämpfe und Müdigkeit nach sich. Über den Schweiss geht bei sportlicher Anstrengung viel Kalzium verloren. Wird dieses nicht schnell wieder ersetzt, können Muskelkrämpfe entstehen. Zu wenig Kalzium kann außerdem zu erhöhter Blutungsneigung führen.
Kalzium gilt bis zu einer Menge von 2500 mg als sicher und bis zu 4000 mg als ungefährlich. Zuviel aufgenommenes Kalzium, das der Körper nicht benötigt, wird nicht in die Knochen eingebaut, sondern wieder ausgeschieden. Extrem hohe Zufuhren sollte man dennoch vermeiden

Natürliche Kalziumlieferanten sind besonders Käse, allgemein Milchprodukte der auch Tofu. Ein Liter Milch enthält etwa 1200mg, deckt also den täglichen Bedarf normalerweise bereits alleine ab. Im Falle des Verzichts auf Milchprodukte empfiehlt sich eine zusätzliche Zufuhr durch Kalziumpräparate, die man in jedem Supermarkt, Drogerie oder Reformhaus günstig kaufen kann. Diese sollten vorzugsweise zwischen den Mahlzeiten eingenommen und in mehreren kleinen Dosen über den Tag verteilt werden.



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