3. Die Mineralstoffe der Reihe nach: Chlor
Chlor ist als Chlorid Bestandteil des Kochsalz und damit einer
der wichtigsten Mineralstoffe unseres Körpers. In seiner Reinform,
als Gas, ist es für den Menschen hochgiftig. Als solches kommt es
aber in unserer Nahrung nicht vor, sondern nur in Verbindungen als
Chlorid, besonders zusammen mit Natrium als Kochsalz.
Die Aufgaben von Chlor im Körper sind denn auch denen des Natriums
sehr ähnlich. So ist es zusammen mit letzterem unter anderem für
die Flüssigkeitsverteilung und den osmotischen Druck im Organismus
zuständig, was besonders bei Athleten mit Bühnenambitionen sehr
wichtig ist.
Der Chloridbedarf des Durchschnittsmenschen wird von der DGE mit
830 mg angegeben, was etwa dem 1,5-fachen des Natriumbedarfs
entspricht und die absolute Untergrenze darstellt. Der tatsächliche
Bedarf ist in der Regel höher und steigt mit zunehmender
körperlicher Aktivität, z.B. durch Sport, stark an, weil bei der
hierbei auftretenden Schweißentwicklung ein großer Teil des
Chlorids wieder verloren geht.
Chlor ist heutzutage in Form von Kochsalz in praktisch jedem
Lebensmittel enthalten, was irgendwie industriell hergestellt oder
behandelt wird. Insofern ist es sinnvoller mit Obst und Gemüse,
Hülsenfrüchte, ungesalzene Nüssen und Pflanzenölen die Lebensmittel
zu nennen, die eher chlorarm sind.
Nachdem also praktisch alle unsere Lebensmittel mehr oder weniger
viel Chlorid enthalten, kommt ein Mangel daran nur sehr selten vor.
Dennoch sind besonders Wettkampfbodybuilder, die Diuretika
verwenden, hier gefährdet. Er äußert sich durch anhaltendes
Erbrechen und Durchfall und führt letztlich zu Störungen im
Säuren-Basen-Haushalt des Körpers, die mit flacher Atmung,
Muskelkrämpfen und Herzfunktionsstörungen verbunden sein
können.
Deutlich häufiger als ein Mangel ist die Überversorgung mit
Chlorid, da unsere Nahrung in der Regel sehr viel Kochsalz enthält
und deshalb die Aufnahme weit über dem Bedarf liegt. Überschüssiges
Chlorid wird im Allgemeinen durch den Urin und durch Schwitzen
wieder ausgeschieden. Ein hoher Salzkonsum kann bei manchen
Menschen allerdings zu Bluthochdruck führen oder ihn
verstärken.






