7. Fettzufuhr für den Bodybuilder

Aus den Erläuterungen in den vorangegangenen Abschnitten ergeben sich ein paar einfache Regeln, mit denen die Fettaufnahme eine ambitionierten Athleten optimal gestaltet werden kann.

Abgesehen vom Sonderfall einer Diät, sollte die Fettzufuhr für einen Bodybuilder bei 20-30% der täglichen Kalorienzufuhr liegen. Dabei sollte man darauf achten, besonders als tierische Proteinquellen überwiegend solche Produkte zu wählen, die einen geringen Fettanteil aufweisen. Hierdurch hat er die Gewissheit, dass die schlechten gesättigten Fettsäuren in seiner Ernährung nur einen geringen Teil ausmachen.

Im Gegenzug sollte versucht werden, die Nahrung durch gute mehrfach ungesättigte Fettsäuren, besonders Omega-3, zu ergänzen. Hierfür bietet sich entweder das Einbauen guter Öle wie Leinöl, Hanföl oder Walnussöl an. Walnussöl schmeckt zum Beispiel in vielen Geschmacksrichtungen von Proteinshakes wirklich gut. Alternativ kann man natürlich auch 2-3x/Woche fetten Seefisch zu sich nehmen oder Fischölkapseln supplementieren. Hier sollten aber zumindest 4-5g als Kapseln täglich konsumiert werden, um die nötige Menge an Omega-3-Fettsäuren zu erreichen.
Leider sind diese Ölsorten nicht zum Braten geeignet, da diese beim Erhitzen ihre Struktur verlieren. Hier sollte stattdessen auf Olivenöl ausgewichen werden, das überwiegend aus Ölsäure, einer Omega-9-Fettsäure besteht.

Wie weiter oben bereits angeführt gibt es eine Kombination, die in der Ernährung eines Athleten grundsätzlich immer vermieden werden sollte: die Kombination von Fett mit Kohlenhydratquellen, die einen hohen glykämischen Index haben. Auf diese Weise wird die bevorzugte Einlagerung von Nahrungsfett in die Körperfettdepots durch einen hohen Insulinspiegel eingedämmt.

Aber auch die Ausschüttung von Wachstumshormonen in der Nacht erreicht der Athlet schneller, wenn er als letzte Mahlzeit des Tage keine Kohlenhydrate mehr konsumiert, sondern hier lieber auf eine proteinreiche und moderat fetthaltige Mahlzeit ausweicht. Bei der Verteilung der Kohlenhydrate gilt generell, dass im Laufe des Tages ihre Zufuhr immer weiter eingeschränkt werden sollte. Im Gegenzug bedeutet das, dass eine fettreiche Mahlzeit zu einem späteren Zeitpunkt des Tages besser ist, als zu einem früheren. Aber auch hierbei sollten die Gesamtfettzufuhr natürlich im Auge behalten werden.


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