3. Vitamin C & E
Die bekanntesten und wohl am häufigsten verwendete
Antioxidantien sind sicher die Vitamine C und E. Als Vitamine sind
sie Substanzen, die unser Körper braucht, die er aber nicht selbst
herstellen kann, so dass wir auf die Zufuhr von außen angewiesen
sind.
Vitamin C ist für ein gesundes Immunsystem von größter Wichtigkeit.
Es schützt außerdem
- vor Erkältung und anderen viralen Erkrankungen
- die DNA vor Schädigungen durch freie Radikale (z. B. der Entstehung von Krebs)
- vor Katarakt, hat daneben aber noch eine Reihe weiterer Funktionen und Aufgaben, wie die Beteiligung am Kollagenaufbau, der Adrenalinsynthese über das Tyrosin u. vieles mehr
Eine der wichtigsten Vorteile des Vitamin C in Bezug auf
kardiovaskuläre Gesundheit besteht in seiner Fähigkeit, Vitamin E
im Hinblick auf seine antioxidativen Eigenschaften regenerieren zu
können.
Da Vitamin C vom Körper nicht selbst gebildet werden kann und als
wasserlösliches Vitamin auch nicht speicherbar ist, kann der Bedarf
bei körperlicher Aktivität, je nach Intensität, drastisch
ansteigen. Wird zudem auch noch geraucht, so blockiert dieses
zusätzlich in Teilen die Aufnahme. Eine Zufuhr von 1g oder mehr
sollte deshalb angestrebt werden. Im Zweifel ist es immer besser,
lieber etwas mehr Vitamin C zuzuführen, zumal Überdosierungen von
Vitamin C praktisch nicht vorkommen. Der Körper speichert
unverbrauchte Mengen nicht, sondern scheidet sie wieder aus.
Schon häufiger ist da ein Mangel an Vitamin C. Zwar treten starke
Mangelerscheinungen heute nicht mehr auf, aber zu geringe Aufnahmen
haben dennoch Folgen. Typische Symptome sind neben Abwehrschwächen
auch Leistungsschwächen und Müdigkeit.
Vitamin C kommt praktisch nur in pflanzlichen Nahrungsmitteln vor.
Besonders reich ist der Gehalt in frischem Gemüse und Obst. Da es
stark licht- und hitzeempfindlich ist, sollten entsprechende
Nahrungsmittel nicht zu lange gekocht oder warm gehalten, sowie nur
bei Dunkelheit gelagert werden. Der Gehalt von Vitamin C ist in der
Schale und direkt darunter am höchsten, deshalb sollte dickes
Schälen vermieden werden. Reine Ascorbinsäure kann in jeder
Drogerie oder Apotheke günstig erhältlich. Da Vitamin C nicht
gespeichert werden kann, ist es sinnvoll, die tägliche Zufuhr auf
mehrere Einzelgaben zu verteilen, um so eine bessere Versorgung zu
gewährleisten.
Vitamin E wird im Blutstrom von Lipoproteinen transportiert - die
gleichen Moleküle die auch das Cholesterol transportieren - das auf
diese Weise vor der Oxidation geschützt wird. Damit wird das
Vitamin E zum wichtigsten Antioxidans für unsere kardiovaskuläre
Gesundheit, weil eine Oxidation der Lipoproteine der Auslöser für
die Bildung von Ablagerungen in den Arterien (die Plaquebildung)
und damit die Ursache für Herzattacken darstellt. Nur im
antioxidativen Netzwerk ist Vitamin E in der Lage sich frei in und
zwischen den fetthaltigen Teilen der Zellmembranen zu bewegen und
diese damit vor oxidativer Schädigung durch freie Radikale zu
schützen.
Wird über einen längeren Zeitraum zu wenig Vitamin E zugeführt, so
sinken die Wachsamkeit und Aufmerksamkeit. Die Folgen einer
Unterversorgung machen sich aber erst nach langer Zeit bemerkbar,
da die Speicher vor allem in den Fettgeweben nur langsam abgebaut
und entleert werden. Ein länger anhaltender Mangel an Vitamin E
führt zu zersetzenden Prozessen an den roten Blutkörperchen und zu
Muskelschwächen, was Vitamin E nicht umsonst die Bezeichnung als
Leistungsvitamin eingebracht hat.
Aufgrund der Fettlöslichkeit von Vitamin E sollte man es immer mit
einer Fettquelle zusammen konsumieren. Die besten natürlichen
Lieferanten für Vitamin E sind pflanzliche Öle. Um eine
antioxidative oder präventive Wirkung zu erreichen ist nach Ansicht
von Ernährungswissenschaftlern und Medizinern eine deutlich höhere
Zufuhr erforderlich, als die häufig empfohlenen und mit der Nahrung
erreichten 15mg. Die gilt umso mehr bei Sportlern. Gerade für diese
Personengruppe ist eine zusätzliche Zufuhr über ein entsprechendes
Präparat mit Dosierungen von 100mg und mehr zu empfehlen.






