2. Die anabole Diät nach di Pasquale

Zum Ende der 80er Jahre nahm sich Dr. Mauro di Pasquale der ketogenen Ernährungsweise an und veränderte das Konzept von Atkins dahingehend, daß er eine strikt kohlenhydratarme Phase mit einer kurzen extrem kohlenhydratreichen Phase kombinierte. In seiner Eigenschaft als Verbandsarzt der damals neugegründeten WBF (World Bodybuilding Federation), einem Ableger der WWF (World Wrestling Federation), empfahl er den dort vertretenen Athleten, sich mit seiner neuen Diät auf den jährlich stattfindenden Profiwettkampf vorzubereiten.

Das Ergebnis war allerdings ernüchternd, stand doch der damalige Sieger Gary Strydom als einziger in wirklich guter Form auf der Bühne. Alle anderen sahen schlechter aus als noch in den Jahren zuvor, in denen sie sich mit einer herkömmlichen Low-Fat-Diät vorbereitet hatten. Dieses war aber nicht auf die AD zurückzuführen, sondern überwiegend darauf, daß den Athleten die neue Diätform nicht vertraut war und sie zwischendurch immer wieder Kohlenhydrate zu sich nahmen, wodurch sie nicht richtig in Ketose kamen.

Um es gleich vorweg festzustellen: Die AD funktioniert nur dann, wenn man sich wirklich strikt diszipliniert an die kohlenhydratarmen Tage hält und nur die Ladetage nutzt, um die Kohlenhydratspeicher aufzufüllen. Tut man dies nicht, dann verheizt man im Endeffekt nur seine Muskeln, verliert dabei aber nicht sein Fett.


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