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Kinder beim Weihnachtsmann
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[Son Goku]
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RE: Kinder beim Weihnachtsmann
ja da geb ich dir recht denke trotzdem, dass der Begriff der Armut einfach hier fehl am Platz ist würde dann doch eher die Umschreibung " finanzielle Engpässe" beführworten...
Wer niemals aufgibt es zu versuchen, der kann auch nicht verlieren!
Mein Trainingslog
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| 15.12.2006 23:39 |
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6(sic)6
Final Resistance
      
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RE: Kinder beim Weihnachtsmann
Nein, ich glaube Armut trifft es schon richtig.
Armut bezeichnet den Mangel an Chancen, ein Leben zu führen, das gewissen Minimalstandards entspricht.
Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln:
Erstens durch Nachdenken, das ist der edelste.
Zweitens durch Nachahmen, das ist der leichteste.
Drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.
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| 16.12.2006 18:24 |
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Daemonarch
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RE: Kinder beim Weihnachtsmann
Schon sehr erschreckend was in unserem Land unter der Oberfläche brodelt..
Und auch der augenscheinliche Konjunkturaufschwung derzeit wird sich durch die Steuererhöhung bald mehr als schnell legen!
Wetten dass China : Kandidat wettet er erkennt 30 verschiedene Hunderassen
- Am Geschmack der Augäpfel..
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| 16.12.2006 21:20 |
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Donnie Darko
Verzweifelt auf der Suche
    
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RE: Kinder beim Weihnachtsmann
wenn ich mir aber teilweise anschaue, wofür die Eltern dann Geld ausgeben...
Wer zB raucht, aber seinen Kindern den Arzt verweigert...kein Kommentar
Die Armutsgrenze ist in Dtl aber in allen Studien meiner Meinung nach fragwürdig.
So ist von Armut ernsthaft bedroht, wer weniger als 800€ im Monat für sich hat.
Das betrifft einen Großteil meiner Kommilitonen, aber keiner von denen würde sich als von Armut bedroht bezeichnen.
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| 17.12.2006 12:27 |
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Bruno78
Die Maus
   
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RE: Kinder beim Weihnachtsmann
Die Armutsgrenze ist in Dtl aber in allen Studien meiner Meinung nach fragwürdig.
So ist von Armut ernsthaft bedroht, wer weniger als 800€ im Monat für sich hat.
Das betrifft einen Großteil meiner Kommilitonen, aber keiner von denen würde sich als von Armut bedroht bezeichnen.
Armutsgrenze nicht Armutsgrenze. Diese Linie kann doch überhaupt nicht gerecht gezogen werden.
Klar sind villeicht 30% der Befölkerung gem. den Richtlinien des Staates arm, weil sie netto ende Monat unter z.b. 800ökken haben.
Nur wer von all den armen Menschen ist wirklich vor einem finanziellen desaster? Ich war lange Zeit auch unterhalb dieser Grenze nichtwissend wieviel ende Monat rein kommt hatte aber ein tolles Leben trozdem.
Klar wers wirklich erwischt der hats nicht leicht und bekommt mein vollstes Verständniss!! Also dem Sinn des Threads hab ich schon verstanden und es gibt einem auch zu denken.
Nur was ist Armut wo fängt sie an? und was ist wohl einfach Gejammer da würd ich aufpassen.
Too much is never enough!
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| 17.12.2006 13:04 |
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BamBam
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RE: Kinder beim Weihnachtsmann
Aus das TAZ:
Der gemeinsame Indikator ist inzwischen festgelegt. Demnach liegt die Armutsgrenze bei 60 Prozent des monatlichen Nettoäquivalenzeinkommens. Dieses Wortungetüm bezeichnet das unter Bedarfsgesichtspunkten ermittelte Pro-Kopf-Einkommen. Es gilt für einen Einpersonenhaushalt beziehungsweise für die erste Person eines mehrköpfigen Haushalts. Jede weitere Person über 14 Jahren schlägt mit der Hälfte zu Buche, Kinder unter 14 Jahren mit 30 Prozent. Um Verzerrungen durch die Extreme zu vermeiden, werden jeweils die oberen und unteren 10 Prozent der Skala nicht berücksichtigt. Für die alten Bundesländer hat das Statistische Bundesamt für 2002 ein Nettoäquivalenzeinkommen von 1.217 Euro errechnet, für den Osten 1.008 Euro. Demnach lag 2002 die Armutsgrenze im Westen bei 730,20 Euro, in Ostdeutschland bei 604,80 Euro.
Bisher ist in der Öffentlichkeit von dieser Regelung kaum Notiz genommen worden. Nach wie vor schwirren unterschiedliche Zahlen und Berechnungsmethoden zur Feststellung von Armut durch die Medien. Allerdings arbeitet das Statistische Bundesamt bereits mit der Definition der EU.
Man kann deren Berechnung kritisieren und sie für zu niedrig angesetzt halten. Allerdings dürfte es lehrreich sein, aufgrund des eigenen Lebensstils zu überprüfen, was sich mit 730,20 Euro nach Abzug von Miete, Heizung, Wasser, Strom, Müllabfuhr, Telefon und Monatskarte anstellen lässt - es bleibt nichts übrig. An Sonderausgaben wie Urlaubsreisen, ein Zeitungsabo oder Kinobesuche ist nicht zu denken. Und trotzdem geht es denjenigen, die über die 730 Euro an der Armutsgrenze verfügen immer noch besser als den Hartz-IV-Betroffenen.
Denn Hartz IV bedeutet zwar nicht für alle, aber doch für die meisten Betroffenen, dass sie mit ihrem Einkommen noch unter der EU-Armutsgrenze liegen. Für den allein stehenden ALG-II-Empfänger in Westdeutschland sieht die Rechnung zum Beispiel folgendermaßen aus: Er erhält 345 Euro Regelleistung, dazu 317 Euro Unterkunftskosten. Diese 317 Euro werden in Musterrechnungen des Clement-Ministeriums als Durchschnitt für "angemessene" Wohnkosten eingesetzt. Macht zusammen 662 Euro. Damit liegt der Betreffende 68,20 Euro unter der Armutsgrenze.
Man sollte auch immer berücksichtigen, wo man z.B. wohnt. In Hamburg und München ist z.B. von den 730,20EUR bereits ein großer Teil für die Miete weg. Das sind schließlich Durchschnittszahlen.
Machen wir doch einmal eine Musterrechnung.
300 EUR Miete (und das ist sehr niedrig angesetzt in Nürnberg, was schon wirklich einen niedrigen Mietspiegel hat)
50 EUR Nebenkosten
40 EUR Strom
150 EUR Lebensmittel, Haushaltsartikel (5 EUR pro Tag)
50 EUR MobiCard (für Verkehrsverbund)
25 EUR Telefon (sicher nicht hoch angesetzt, kein Handy)
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615 EUR
Da ist noch keine Kleidung/Schuhe drin, keine Möbel, Arzt- und Arzneimittelkosten, unvorhergesehene Kosten für Reparaturen, etc. Selbst Kleinkram summiert sich, z.B. Bewerbungsunterlagen.
Zum Vergleich, Harz IV s.o.: 662 EUR.
Ich bin als Student auch mit 800DM Bafög im Monat ausgekommen, ich wohnte aber auch in einem Wohnheim zum Spottpreis, meine Eltern unterstützten mich, z.B. wenn ich mal wieder Kleidung zu Weihnachten bekam, usw. Die wenigstens Studenten stehen wirklich auf eigenen Füßen und sind auf sich alleine gestellt. Alleine in der Mensa zahlt man bereits 3,50 EUR fürs Mittagessen hier, das sind alleine im Monat 165 EUR und man hat noch kein Frühstück oder was zum Abendessen oder Getränke eingerechnet.
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| 17.12.2006 13:05 |
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Donnie Darko
Verzweifelt auf der Suche
    
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RE: Kinder beim Weihnachtsmann
beim bafög geht man davon aus, dass ein student insgesamt! 530e im Monat braucht.
da wären manche mit 662e gut bedient
was ich allgemein sagen will, ist, dass diese ganzen statistiken für die füße sind.
es geht nicht darum, wieviele menschen wieviel haben, sondern es geht um eine sammlung von einzelfällen. grds: wie viele menschen können nach abzug des nötigsten (und ich meine nötigste, wer nciht arbeitet, muss eben damit leben können, nicht bei McD zu essen) noch am sozialen Leben teilzunehmen?
Das kann zB aber von Staatswegen auch durch bessere und günstigere infrastruktur, günstigere Kulturangebote etc bewerkstelligt werden
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| 17.12.2006 14:57 |
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BamBam
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RE: Kinder beim Weihnachtsmann
Beim Bafög wird aber auch davon ausgegangen, daß ein Student Familie, etc. um sich herum hat, die helfen. Oder das in den Semesterferien gearbeitet wird. Und wenn man das mittelt übers Jahr, dann kommst Du schon wieder auf deutlich mehr als 530 EUR. Schließlich ist das der Bafög Höchstsatz und den kriegt man auch noch beim Ausschöpfen einiger Freibeträge, die man fairerweise oben drauf rechnen muss.
Mit 530 EUR im Monat alleine kommt kein Student über die Runden, wie ich mit meinem Beispiel oben bereits vorgerechnet habe. Wie hoch sind die Studiengebühren jetzt? Ich meine in Bayern 500 EUR pro Semester (man möge mich korrigieren). Damit wären es dann nur noch 450EUR pro Monat. Lehrbücher (selbst wenn gebraucht), Skripte, Kopien, etc.? Noch nicht mit drin. Ganz zu schweigen von profanen Dingen wie Papierkosten, Ordnern und Heftern, etc.
Und bei 5 EUR für Lebensmittel und Haushaltsmittel/Drogerie pro Tag wie oben in meinem Beispiel kann man kaum von Menschen reden, die bei McD essen.
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| 17.12.2006 15:17 |
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Hulk
Irelandwalker
    
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RE: Kinder beim Weihnachtsmann
[quote=Donnie Darko]
Nur was ist Armut wo fängt sie an? und was ist wohl einfach Gejammer da würd ich aufpassen.
ein ganz wichtiger Faktor der Armut ist die Zukunftsperspektive.
Ein Student, und hat er noch so wenig Geld in der Tasche wird niemals zu den Armen zählen, denn er wird mal, aufgrund seiner beruflichen und intelektuellen Fähigkeiten mehr, sogar viel, Geld verdienen und hat die Möglichkeit sich ein stabiles Umfeld zu erschaffen.
Der arbeitslose Familienvater, der schon ein Eigenheim und ein Auto besitzt und nun kein hohes Einkommen mehr hat würd ich auch nicht unbedingt zu den armen zählen, da seine materiellen Güter und seine Möglichkeit wieder einen Job zu kriegen auch berücksichtigt werden müssen.
Das kleine Kind beim Weihnachtsmann hat zunächst keine Zukunftsperspektive, weil sie nicht weiß, wie sie ihrer Situation Herr werden kann.
Der 40jährige, alkoholkranke, ungelernte 'Penner' auch nicht, weil er aufgrund seiner Persöhnlichkeit keine Möglichkeit hat oder sieht zu arbeiten oder sich fort zu bilden, also bleibt er da stehen wo er steht, denn damit kommt er zurecht.
"Ey meine Kröte heißt auch Marc!"
"Alles klar ich bin weg"
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| 17.12.2006 16:51 |
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Donnie Darko
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RE: Kinder beim Weihnachtsmann
ja, da stellt sich dann aber die Frage, wann und inwieweit die Solidargemeinschaft reicht bzw reichen muss
Wer ist für den Dauerpremiereguckenden Alki verantwortlich, wenn nicht er?
Wer hingegen für sein Kind?
Und wie kann diese Verwantwortung wahrgenommen werden?
Anm: Studiengebühren sind derzeit 500e/Sem. in Bayern, in Hessen ab WS07 ebenfalls. Bafög-Empfänger erhalten aber zinsfreie Darlehen.
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| 17.12.2006 17:09 |
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