Bodybuilding-Forum von BamBams Corner

Normale Version: instinktive oder geplante Trainingsform?
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Hallo,

da ich neu hier bin erst einmal ein großes Lob an Bambam, die Seite und das Forum. Die Artikel und Beiträge sind wirklich sehr informativ und haben mir sehr weitergeholfen. Am besten gefällt mir, dass die Tipps nicht die üblichen "Masse-um-jeden-Preis"-oder "Pack-soviel-Gewicht-drauf-dass-die-Schulter-knackt"-Ratschläge geben sondern vernünftig mit dem Thema Bodybuilding umgehen und auch den ein oder anderen Mythos aus der Welt schaffen.
Ich selbst trainiere seit mittlerweile eineinhalb Jahren, wobei ich mich selbst nicht als Bodybuilder bezeichnen würde, da mein Zielprimär nicht in maximalem Muskelwachstum sondern eher in einem wohlproportionierten Körper bei eher durchschnittlichem Körpergewicht besteht.
Der eigentliche Grund meines Beitrages ist aber die Frage, wie genau Ihr euch an euren Trainingsplan haltet: Trainiert Ihr jede Woche an denselben Tagen dieselben Muskeln mit denselben Übungen und immer höheren Gewichten wie es auf eurem Zettel steht?
Oder seit Ihr eher der Typ, der instinktiv trainiert: Ihr habt zwar eine grobe Vorstellung welche Muskeln Ihr heute trainieren wollt,wieviel Sätze Ihr dabei schätzungsweise absolvieren werdet (12-18 je nach Tagesform o.ä.) und dass beispielsweise eine Grund-, eine Dehn- und eine Isolationsübung dabei sein soll; die konkreten Übungen, Gewichte etc. wählt ihr jedoch erst im Studio aus?
Eure Erfahrungen interessieren mich deshalb, weil mich Trainingspläne teilweise demotivieren, da ich zum Beispiel nicht etwas flexibel in der Auswahl des Trainingstages und wenig spontan (Freunde, Beruf) sein kann.
Auf der anderen Seite vertreten viele die Meinung, dass instinktives Training nutzlos ist, weil nicht jede Trainingseinheit kontinuierlich auf der nächsten aufbaut. Deshalb hat man das Gefühl imsonst zu trainieren.
Also, ich bin auf eure Antworten gespannt.

Gruß

Kosmo
Was meiner Meinung nach auf jeden Fall sehr wichtig ist, dass ist die Kontinuität. Also nicht alle 2 Wochen seinen Trainingsplan wechseln nur weil sich die Erfolge noch nicht in dem Maß eingestellt haben wie man sich das vielleicht vorgestellt hat. Der Schuss geht auf jeden Fall nach hinten los.
Klar, wenn's einem mal an dem Tag nicht passt kann man auch an nem anderen Tag trainieren oder wenn die Tagesform einfach schlecht ist durch zu wenig Schlaf oder ne gerade durchgestandene Krankheit dann nimmt man halt auch mal weniger Gewicht aber jede TE die Übungen, Gewichte, Wiederholungszahlen usw. nach Lust und Laune zu ändern das halte ich für absolut falsch.

Ich hab früher selbst den Fehler gemacht dass ich oft schon nach ein paar Wochen meinen Trainingsplan über den Haufen geschmissen hab weil ich irgendwo im Netz oder in nem Buch was anderes, vermeintlich besseres gesehen hab. Und irgendwann sieht man dann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und die Erfolge bleiben auch aus.

Also, mach dir nen vernünftigen Trainingsplan und BLEIB DABEI! Smile
Natürlich nicht ewig, aber doch mindestens 3 - 4 Monate würd ich mal sagen. Dann siehst du wirklich ob dir der Plan was gebracht hat und du dich steigern konntest.
Nutzlos ist es, wenn du gar nicht trainieren gehst!
Habe da erste Jahr etwa auch immer, nachdem ich die ALLERERSTE Zeit nen GK Programm hatte, nach Belieben trainiert, und keinen festen Plan eingehalten. Mitlerweile halte ich mich da etwas genauer an Pläne, vor allem lasse ich heute Grundübungen (Kniebeugen, Kreuzheben, Bankdrücken) nicht mehr aus o.ä. Wenn auf meinem Plan nu Nach Bankdrücken und KH-Drücken fürn Bizeps noch Seilzug, French-Press und Dips stehen kommt es aber auch schonmal vor, dass ich hier und da mal enges Bankdrücken oder so einbaue! Es schadet auch nicht Wink Außerdem sollte man spätestens nach einigen Wochen/Monaten mal andere Übungen einbauen, da andere Übungen, auch wenn es um die selbe MG geht, immer eine etwas andere Belastung bewirken!
Also ich finde, Trainingspläne haben schon Ihren Sinn und ich halte mich auch an meinen.

Sicher kann man mal zB. einen Satz weg lassen oder ein paar WH mehr machen als vorgesehen. Ein Trainingsplan ist ja kein in Stein gemeißeltes Dogma.

Aber jede Trainingseinheit die WH, Übungen und Satzzahlen je nach Lust und Laune zu ändern halte ich für keine so gute Idee. Da wird sich doch die fehlende Kontinuität bemerkbar machen.
Ich finde einen Trainingsplan für wichtig.
Zumindest sollte er das Grundgerüst, also Anzahl der Sätze pro Muskelgruppe, Anzahl der Übungen, Wiederholungsbereich beeinhalten.

Ob man nun wenn man schon Fortgeschrittener ist ein paar Übungen instinktiv wechselt oder nicht, sollte man selber herausfinden.

Ich persönlich lege die Satzzahl pro Muskelgruppe, die Übungsanzahl, eine Hauptübung pro Muskelgruppe die ich immer drin behalte, und Anzahl der Übungen fest.
Bei den Folgeübungen kann es dann auch sein dass ich die mal tausche.

Da ich in der Arbeit schon nach (Termin) Plan arbeiten muss, mag ich es nicht mich in der Freizeit auch noch diktatorisch an einen "Plan" zu halten.
Obwohl ich glaube, dass die Leistungssteigerung damit besser wäre.
Hab einen TP und halte mich dran. Wenn mich eine Übung nach geraumer Zeit echt nervt, wird sie eben ausgetauscht.
Mein Prinzip: Jede TE ein neuer Rekord. Irgendwas muss gesteigert werden. Entweder eine Wdh mehr, oder ein paar kg drauf. Klappt...
Hab das gleiche Prinzip, wenn ich nur in einer Übung in einem Satz eine Wiederholung mehr geschafft habe und alle anderen gleich sind, dann hab ich bereits mein Ziel erreicht.

Mein Trainingsplan bleibt normalerweise ca. 12 Wochen konstant, es sei denn, ich merke, daß bei einer Übung nur noch Stillstand herrscht, dann wird sie ausgetauscht. Ähnelt dem Vorgehen bei Doggcrapp.
Ok, es scheint euren Erfahrungen nach also doch sinnvoller nach Plan zu trainieren.

@bambam: Deine Methode hört sich logisch an, schließlich ist so immer eine Gewichtssteigerung gewährleistet. Aber was machst du bei Übungen, die eigentlich nicht zu ersetzen sind: Bankdrücken, Klimmzüge, Dips, Military Press etc?

Übrigens: Danke für eure Antworten
Jede Übung ist zu ersetzen.

Military Press mache ich übrigens sowieso nicht. Sehe keinen Sinn in der Übung, den ich nicht mit Nacken-, Front- oder Kurzhanteldrücken besser erfüllen könnte.
Ich habe mir gerade den Artikel über DoggyCrapp durchgelesen und muss sagen, dass er sehr einleuchtend klingt. Lustig finde ich auch, dass dieses alte Trainingssystem Elemente wie Dekonditionierung und extreme(HST) oder aber auch das niedrigvolumige Training mit nur einem Satz (HIT) enthält.
Auf der anderen Seite bin ich jetzt noch mehr verwirrt als vorher.
Wahrscheinlich muss man aus jedem System die besten Aspekte für sich individuell herausfinden... und das geht nur durch Probieren.
Was sind denn eurer Meinung die entscheidenen Kriterien?
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