Bodybuilding-Forum von BamBams Corner

Normale Version: Offtopic: poor little girl
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6(sic)6 schrieb:

Gimli schrieb:
Das Argument "Es könnte auch schlimmer sein" ist eine Trumpfkarte die nicht sticht. Schlimmer geht immer und entwertet sich damit als Argument.

Ok, was wäre in deinen Augen schlimmer als der Tod des Kindes? Ich denke nichts, denn der Tod ist fatal und schlimmer als fatal geht nunmal nicht.

Damit kannst Du jedes Leiden weg räsonieren: "Was ist schon Water Boarding? Was Vergewaltigung? Tot sein ist viel schlimmer." Abgesehen davon ist der Tod kein Teil des Lebens (und damit Leidens). Den Tod erlebt man nicht (Wittgenstein). Der Tod ist ein Nichts - wenn ich bin, ist der Tod nicht, und wenn der Tod ist, bin ich nicht (Epikur). Der Tod ist eine tragische Geschichte und ein Leiden für die Angehörigen, aber kein ultimatives Leiden für den Toten.


6(sic)6 schrieb:
Außerdem wehre ich mich gegen den Vorwurf es als Trumpfkarte benutzt zu haben, schließlich verteidige ich in keinster Weise das Gezeigte.

Du musst es auch nicht verteidigen. Es genügt, dass Du konkretes Leiden versuchst, gegen angenommenes, mögliches ultimatives Leiden zu vergleichen. Das geht aber nicht. Wir können's gerne Versuchen: Was ist schlimmer, Zahnschmerzen oder Migräne? Allein die Frage ist schon Quatsch, weil sich Leiden nicht objektiv messen lässt.

6(sic)6 schrieb:
Das kommt auf den Standpunkt an. Klar kann ich das ganze "binär" betrachten und sagen "Jemand leidet, oder nicht". Aber alleine das wir Abstufungen von Leid haben, sprich physisches leiden oder psychisches leiden, gibt uns das schon die Möglichkeit hier zu differenzieren und eben auch abzuwägen.

Okay, noch mal: Was ist schlimmer, Zahnschmerzen oder Migräne?
Es gibt keine Skala des Leids. Was heute ein kleines Aua ist, empfinden wir morgen vielleicht als stärker, obwohl sich die Wunde messbar nicht verändert hat, aber wir einfach einen schlechten Tag haben.

6(sic)6 schrieb:
Wobei weiterhin zu hinterfragen wäre, ob wir in diesem Fall denn von "Leid" im klassischen Sinne reden können.

Ich kann Dich ja mal zum Heulen bringen, mal schauen, ob Du die Frage so nochmal stellst. Wink

Gimli schrieb:

6(sic)6 schrieb:
Wobei weiterhin zu hinterfragen wäre, ob wir in diesem Fall denn von "Leid" im klassischen Sinne reden können.

Ich kann Dich ja mal zum Heulen bringen, mal schauen, ob Du die Frage so nochmal stellst. Wink



lol jetzt wirds interessant Big Grin

Xengar schrieb:
lol jetzt wirds interessant Big Grin

Ich möchte an den Smiley hinter meiner Bemerkung erinnern.
Sie ist rein rhetorisch.
Natürlich liegt es mir fern, unseren Co-Admin zu quälen. Peitsche

Gimli schrieb:

Xengar schrieb:
lol jetzt wirds interessant Big Grin

Ich möchte an den Smiley hinter meiner Bemerkung erinnern.
Sie ist rein rhetorisch.
Natürlich liegt es mir fern, unseren Co-Admin zu quälen. Peitsche


heheheQuote sicherlich ^^Polizist

ich finde es auch arg einfach hier den binären code 0 1 zu verwenden. Darum geht es nicht, sondern es geht um Respekt- und Gedankenlosigkeit.

Oder ich sag es mal ganz einfach: ich wäre von meinen Eltern sehr enttäuscht und ich wüßte nun, das ich eines bestimmt nicht mehr machen kann: bei bestimmten Dingen ihnen vertrauen. Ich glaube, ich würde mich ziemlich allein gelassen fühlen...

Nein, hier stirbt keiner an Hunger, aber vielleicht sitzt hier das nächste Kunde vom Therapeuten, der nächste Scheidungskandidat, die nächste Magersüchtige. Wahrscheinlich kein Amokläufer, denn die Wahrscheinlichkeit Amokläufer zu werden liegt bei 1:1 000 000 - bei Frauen noch 20 Mal niedriger...

Den Schock an sich denke ich stecken die Kinder nach dem ersten Schrecken wohl weg, aber dennoch glaube ich, dass sowas einen tiefen Schnitt zieht.
ich finds einfach eine der verwerflichsten sachen das vertrauen von kindern zu missbrauchen, und dann auch noch nur zur belustigung.

es ist sadistisch und gehört bestraft!

lg

Gimli schrieb:
Damit kannst Du jedes Leiden weg räsonieren: "Was ist schon Water Boarding? Was Vergewaltigung? Tot sein ist viel schlimmer."

Das Argument entwertete lediglich deine "schlimmer geht immer" Aussage schlimmer geht eben nicht immer, weil irgendwann der fatale Punkt erreicht wird, immer. Daran können auch Wittkenstein und Epikur nichts ändern.

Gimli schrieb:
Wir können's gerne Versuchen: Was ist schlimmer, Zahnschmerzen oder Migräne? Allein die Frage ist schon Quatsch, weil sich Leiden nicht objektiv messen lässt.

Das können wir eben doch, zwar nicht in feingradigen Abstimmungen, aber in offensichtlichen. Was ist schlimmer, Zahnschmerzen oder der Verlust einer geliebten Person? Das ist eindeutig, mich würde es wundern wenn irgendjemand Zahnschmerzen sagen würde. Was wäre dir lieber, Halsschmerzen oder einen glühenden Dolch über deine Haut gezogen zu bekommen? Es GIBT offensichtliche Abstufungen.

Im übrigen beruht unser ganzes Rechtssystem genau auf diesen Abstufungen. "Wieviel Schaden (Leid) hat der Mensch einem anderen zugefügt und wie soll er dafür bestraft werden?". Genau da wird es nämlich wichtig. Zu sagen, es gibt keine Abstufungen ist einfach falsch. Sie sind nicht Objektiv, aber sie sind auf jeden Fall vorhanden.

Wenn ich Kinder hätte und jemand erschreckt mein Kind, dann würde ich ihn dafür wahrscheinlich zurechtweisen, wenn er mein Kind anfassen würde, dann Gnade ihm Gott. Wenn ich beides gleich bewerten würde, dann müsst ich ihn entweder 2x nur zurechtweisen, oder ihn 2x der Gnade Gottes überlassen. Wir müssen einfach "bewerten", dass das nicht Objektiv ist, ist ganz klar. Aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass du jemanden für beides gleich bestrafen würdest, oder?

Ich finde du reduzierst hier eine doch ziemlich komplexe Sache auf 2 einfache Fälle: "Leidet" - "Leidet nicht", das funktioniert aber nicht.

6(sic)6 schrieb:
Das Argument entwertete lediglich deine "schlimmer geht immer" Aussage schlimmer geht eben nicht immer, weil irgendwann der fatale Punkt erreicht wird, immer. Daran können auch Wittkenstein und Epikur nichts ändern.

Der fatale Punkt ist aber nicht der Tod. Oder glaubst Du, dass ein totes Gehirn Leid empfindet. Es gibt keinen fatalen, finalen Punkt. Beim Leiden kannst Du immer noch einen draufsetzen.

6(sic)6 schrieb:
Das können wir eben doch, zwar nicht in feingradigen Abstimmungen, aber in offensichtlichen. Was ist schlimmer, Zahnschmerzen oder der Verlust einer geliebten Person? Das ist eindeutig, mich würde es wundern wenn irgendjemand Zahnschmerzen sagen würde.

Oh, ein Haufen Leute würde eine geliebte Person in den sicheren Tod verraten, wenn sie auf einem Zahnarztstuhl von einem "Fachmann" in Sachen Schmerz mit dem Bohrer gefoltert werden.

6(sic)6 schrieb:
Was wäre dir lieber, Halsschmerzen oder einen glühenden Dolch über deine Haut gezogen zu bekommen? Es GIBT offensichtliche Abstufungen.

Ein glühender Dolch. Und alle, die ich kenne, bevorzugen ebenfalls glühende Dolche. Und nun? Wink

Wenn Du mit einem glühenden Dolch in der Wildniss einen Schlangenbiss verödest, sind Dir Deine Halsschmerzen sowas von egal.

6(sic)6 schrieb:
Im übrigen beruht unser ganzes Rechtssystem genau auf diesen Abstufungen. "Wieviel Schaden (Leid) hat der Mensch einem anderen zugefügt und wie soll er dafür bestraft werden?". Genau da wird es nämlich wichtig. Zu sagen, es gibt keine Abstufungen ist einfach falsch.

Wenn Walter X einen Menschen aus Habgier von hinten mit einem schnellen Schuss tötet, dann sitzt er 25 Jahre ein. Wenn Walter X einem Mann bei lebendigem Leibe den Penis abschneidet, um ihn zu essen, und der Mann stirbt dabei unter gräßlichen Schmerzen, kann Walter X in 8 Jahren wegen Totschlags wieder draußen sein.

6(sic)6 schrieb:
Ich finde du reduzierst hier eine doch ziemlich komplexe Sache auf 2 einfache Fälle: "Leidet" - "Leidet nicht", das funktioniert aber nicht.

Wenn Du meinst, dass es zwischen "Leidet" und "Leidet nicht" noch ein "Leidet ein bisschen" gibt, sei Dir das unbenommen. Ich glaube nicht, dass sich Leid objektiv messen lässt, das ist alles, und ich glaube, das jedes Leid schlimm ist.

Gimli schrieb:
Oh, ein Haufen Leute würde eine geliebte Person in den sicheren Tod verraten, wenn sie auf einem Zahnarztstuhl von einem "Fachmann" in Sachen Schmerz mit dem Bohrer gefoltert werden.

Schön zurechtgelegt Wink. Das nicht von Folter die Rede war ist uns aber beiden klar.

Gimli schrieb:
Wenn Du mit einem glühenden Dolch in der Wildniss einen Schlangenbiss verödest, sind Dir Deine Halsschmerzen sowas von egal.

Nochmal schön zurechtgelegt, allerdings muss ich denke ich die Situation nicht näher festlegen. Wenn ich irgendjemanden auf der Straße fragen würde und er müsste sich entscheiden, wäre die Antwort 100% klar. Und sie wäre sicherlich nicht "ich nehme den Dolch".

Gimli schrieb:
Wenn Walter X einen Menschen aus Habgier von hinten mit einem schnellen Schuss tötet, dann sitzt er 25 Jahre ein. Wenn Walter X einem Mann bei lebendigem Leibe den Penis abschneidet, um ihn zu essen, und der Mann stirbt dabei unter gräßlichen Schmerzen, kann Walter X in 8 Jahren wegen Totschlags wieder draußen sein.

Niemand sagte, dass es gerecht ist, aber es ist so. Was aber meine "These" stützt, dass der Tod eben doch reinzählt und als fatal gewertet und auch behandelt wird.

Gimli schrieb:
Wenn Du meinst, dass es zwischen "Leidet" und "Leidet nicht" noch ein "Leidet ein bisschen" gibt, sei Dir das unbenommen. Ich glaube nicht, dass sich Leid objektiv messen lässt, das ist alles, und ich glaube, das jedes Leid schlimm ist.

Das steht außer Frage, jedes Leid ist schlimm und eine Objektive Wertung in dem Sinne gibt es so gut wie nicht. Sie ist immer Subjektiv, aber in einigen Fällen (wie oben z.B.) vorraussehbar. Schade, dass du auf den Absatz mit Kind erschrecken und "anfassen" (ich denke du weißt was gemeint ist) nicht geantwortet hast. Da wäre der (Subjektive) "Bewertungsfaktor" schön ins Spiel gekommen.

Ich bin auch auf dieses "Game" reingefallen ...
Für dieses kleine Mädel ist es aber sicher nix, dem Typen der das zu verantworten hat gehört eine vor den Latz geknallt!

Dieser abgrundtiefe Schock in ihrem Gesicht ist das Schlimmste, da läufts einem kalt den Rücken runter ...
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