Ok, was wäre in deinen Augen schlimmer als der Tod des Kindes? Ich denke nichts, denn der Tod ist fatal und schlimmer als fatal geht nunmal nicht.
Damit kannst Du jedes Leiden weg räsonieren: "Was ist schon Water Boarding? Was Vergewaltigung? Tot sein ist viel schlimmer." Abgesehen davon ist der Tod kein Teil des Lebens (und damit Leidens). Den Tod erlebt man nicht (Wittgenstein). Der Tod ist ein Nichts - wenn ich bin, ist der Tod nicht, und wenn der Tod ist, bin ich nicht (Epikur). Der Tod ist eine tragische Geschichte und ein Leiden für die Angehörigen, aber kein ultimatives Leiden für den Toten.
Du musst es auch nicht verteidigen. Es genügt, dass Du konkretes Leiden versuchst, gegen angenommenes, mögliches ultimatives Leiden zu vergleichen. Das geht aber nicht. Wir können's gerne Versuchen: Was ist schlimmer, Zahnschmerzen oder Migräne? Allein die Frage ist schon Quatsch, weil sich Leiden nicht objektiv messen lässt.
Okay, noch mal: Was ist schlimmer, Zahnschmerzen oder Migräne?
Es gibt keine Skala des Leids. Was heute ein kleines Aua ist, empfinden wir morgen vielleicht als stärker, obwohl sich die Wunde messbar nicht verändert hat, aber wir einfach einen schlechten Tag haben.
Ich kann Dich ja mal zum Heulen bringen, mal schauen, ob Du die Frage so nochmal stellst. 


sicherlich ^^