Einige von euch haben ja gerade ihr ABI hinter sich gebracht, herzlichen Glückwunsch!
In den Medien flammt nun das Thema Turbo-ABI (ABI in 12 bzw. 8 Jahre) auf.
Die Kritiker meinen die Schüler sein viel zu ausgelastet und das gleiche Stoffpensum ist für Schüler und Lehrer nicht in einer, um ein Jahr verkürzten Zeit, zu bewältigen.
Bei uns in Sachsen wird das ABI ja schon immer in 12 Jahren gemacht, aber was haltet ihr von der Thematik?
Das Abi wird immer leichter und anspruchsloser, besonders im Zuge der angestrebten Vereinheitlichung.
Man sollte lieber das Niveau hochhalten und die schwachen Schulen zu Real- bzw. Gesamtschulen umfunktionieren, statt die Ansprüche zu drücken damit alle durchkommen.
Imho kann der momentane Stand auf keinen Fall eine dauerhafte Lösung sein - die Noteninflation ist viel zu ungerecht.
Ja genau dort liegt das Problem!
Die Zeit zum ABI wurde aber verkürzt damit schneller Fachkräfte nachrücken, da wir durch die Alters-Pyramide langsam in einen Mangel an studierten Fachkräften rutschen!
Aber was will man auf der anderen Seite mit schlecht ausgebildetem Personal erreichen?
ich finde das is ein problem der persönlichen einstellung
bist du n schüler der n gutes abi will - aber nicht gleich alles beim ersten mal behälst was du erzählt bekommst ( sprich du musst viel lernen ) bist du denk ich mal jetzt auch schon gut ausgelastet.
bist du einer der nur so durch rutschen will und auf 3,0 rumkriechst sollte es fast kein unterschied machen
ich würde eher die lehrpläne überdenken - hast n abi bist du in irgendwelchem fachscheiss total super wissend
hast aber von allgemeinen themen wie politik weltwirtschaft und deren zusammenhänge NULL komma NULL plan
Hm...
Ich denke zwar das ein gewisser Grad an Breitbandwissen sehr wichtig ist, aber auch das gerade spezielle Talente und Interessen mehr gefördert werden sollten!
Der Trend geht heutzutage sowieso mehr in Richtung spezialisierte Fachkraft bzw. „Fachidiot“.

Finde ich aber persönlich nicht schlimm, da die Leute dann auf ihrem Gebiet echte Spezies sind und ihre Arbeit mit Spaß und Engagement machen.
Aber wie gesagt ein bestimmtes Grundwissen und Interesse an allgemeinen Themen sollte nicht auf der Strecke bleiben!
Ich finde es ist im Prinzip vollkommen egal was man jetzt genau an Stoff auf der Schule durchnimmt. Geschichte, Sozialkunde, Erdkunde und den ganzen Lernmist vergisst man in der Sekunde in der man die letzte Klausur abgegeben hat.
Mathe ist auch bestenfalls ein Auslesefach, was man da in der Kollegstufe lernt wäre im Studium Stoff von vielleicht einer Woche, wenn überhaupt. Also, wenn da mal Integralrechnung oder sowas wegfällt, ists eh wurscht, wenn du etwas technisches studierst kann von dir verlangt werden, dass du dir das innerhalb einer Woche oder so selber angeignest.
Ich finde der Stoff darf ruhig weniger werden, solange er nicht leichter wird, ist alles ok. Es muss ja nicht jeder der halbwegs Lesen und Schreiben kann das Abi machen können.
hast aber von allgemeinen themen wie politik weltwirtschaft und deren zusammenhänge NULL komma NULL plan
Ohja, das fände ich auch besser. Erdkunde und den ganzen Mist in den ersten Klassen durchmachen und ab der 8. oder so stattdessen sowas wie "aktuelle Politik", wo kein fester Lehrplan durchgezogen wird, sondern eben was aktuell passiert Thema ist. Also auch mal eine Ex drüber wer diese Woche die Landtagswahlen gewonnen hat und sowas.
Wäre auf jeden Fall besser als zum 3. Mal in Geschichte zu hören, dass wir die Juden vergast haben oder in Erdkunde irgendeinen Schwachsinn über die Pflanzenwelt in Ostchina auswendig zu lernen.
Ich denke aber das Hauptproblem dabei wäre, dass man den Lehrern da nicht zu viel Freiraum geben kann und darf. Ich möchte z.B. nicht, dass meine Kinder mal die aktuelle Politik von einem PDS Wähler erklärt bekommen.
Wo ein Wille, da auch ein Weg. Wie das Schüler sehen ist natürlich was anderes. Aber ich finde man kann den Stoff schon gut ein bißchen "zusammenschweißen", und auch ohne, dass es Schülern dadurch schlechter ergeht.
alsooo wenn ich mich als "erster jahrgang der das abi mit 12 jahren macht" mal einschalten darf !?
ich war von der 6-8 Klasse auf dem Gymnasium und es war beinahe unmöglich mitzukommen wenn man ein fauler bengel wie ich war, was in der Jugend viele sind !
Sobald man ein Thema nicht verstanden hat kam gleich die Arbeit und das nächste Thema, man konnte nichts nachholen. Wir hatten meist den selben Stoff wie 1-2 Klassenstufen vor uns, und das war dann für mich meistens nur : Bahnhof !
man hat durch das ganze Gelerne kaum noch Zeit ab der 8. Klasse, ich selber besuche jez dir Realschule aber ich habe noch engen kontakt mit meinen ex-Klassenkameraden. Und auf die frage : Haste heute lust was zu machen?
kommst: Nee sorry keine Zeit, muss lernen !
ich selber würde durchdrehen wenn ich immer am büffeln wär und überhaupt keinen Sport mehr machen könnte !
Naja Olli, ich selber habs Abi in 11 Jahren geschafft und unter Zeitdruck war ich trotzdem selten weniger als andere (Klar, war ich dabei notenmäßig oft nicht gut dabei, aber andere genau so wenig). Das Problem ist halt auch, dass es vielen schwer fällt mal mit dem Stoff zu lernen, stattdessen lernen sie alles vor der Arbeit. Als Student oder Oberstufler klappt das auch meistens. Meines Erachtens sollten Lehrer einfach mal besser unterrichten, das mag sich jetzt vielleicht einfach gesagt anhören, aber ich finde den Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Lehrer immer wieder herausragend groß. Sie haben um 1 frei, korrigieren ein paar Arbeiten, und wenns dann zu den Zeugnissen kommt sind sie im Streß.
Meiner Ansicht nach einfach nur eine Sache der Vorbereitung der Lehrer auf den Unterricht, die bei mir in den meisten Fällen ordentlich schief lief
Das Abitur nach 12 Jahren abzulegen wäre meiner Meinung nach sehr wohl möglich. Die elfte Klasse wird nicht umsonst von vielen Schülern genutzt, um ein Auslandsjahr einzulegen. Natürlich kann man anbringen, dass einem diese Möglichkeit durch die Verkürzung von 13 auf 12 Jahre genommen wird. Das lässt sich meiner Meinung nach aber auch nach der Schule erledigen, freiwilliges soziales Jahr, Auslandssemester, etc.
Was mich wirklich stört sind die Lehrpläne. Ich stimme big_izzo und nebu vollkommen zu. Warum gibt es kein Pflichtfach "Wirtschaft"? Warum heißt ein Fach "Politik", wenn man im Unterricht - wie wir - über Wolfskinder und den Pawlowschen Hund spricht? Nur vom Schulwissen ausgehend, könnte ich nichtmal die Grundzüge unseres Wirtschaftssystem erklären und wüsste auch nichts über den groben Aufbau unseres Staates. Ich finde auch, dass ma Fächter wie "Grundlagen in Jura" und "Medienkompetenz" einführen sollte. Halte ich für ziemlich wichtig. Nicht nur dass niemand weiß, was einen im Jura-, Wirtschafts- oder Politikstudium erwartet (und das sind Mainstream-Fächer!), auch im täglichen Leben würde man davon profitieren. Mal einen einfachen Vertrag formulieren oder sich mit seinem Anwalt im Streitfall zumindest so unterhalten, dass man weiß wovon er redet? Wer kann das denn?
Oh Gott, wenn ich nur daran denke wie viel Zeit wir in Bio und Chemie damit zugebracht haben irgendwelche scheiß Blätter zu zerschneiden, um die Zellen anschließend unterm Mikroskop zu betrachten oder Katalysatoren in Flüssigkeiten zu kippen um exotherme Reaktionen hervorzurufen. Ahh! Ich hatte alles so schön verdrängt ...