wer sich hier doch die frage stellt, wegen des films auf fleisch zu verzichten, der muss sich auch andere fragen stellen
- kaufe/ trage ich Leder Klamotten/ Schuhe, Handtaschen etc.?
- kaufe ich mein Haustier im Zoogeschäft, Züchter oder doch lieber im
Tierheim?
- benutze ich noch irgendwelche Cremes bzw. andere Kosmetik?
- geh ich jemals in den Zirkus und schau mir dressierte Tiere an?
- trinke ich noch Milch? bzw. esse ich noch Milchprodukte?
etc. etc.
kann mich 6(sic)6 nur anschließen. Einfach mal nachdenken. Man muss sich einfach seiner Rolle als Verbraucher bewusst sein, d. h. man darf sich nicht einfach treiben lassen, sondern muss zielgenau agieren. Das gilt nicht nur für das Thema Massentierhaltung. Analysiert doch Euer Leben mal genau so wie einen Trainingsplan. Da könnt Ihr es doch auch?!
Ihr interessiert Euch für meine Ernährung? Ich sag Euch: das reicht bei weitem nicht. Es ist wie Bodybuilding: vielschichtig, individuell, eine Lebenseinstellung. Die kann ich Euch über das www nicht vermitteln. Ich habe für mich persönlich einen Weg gefunden, Ihr hingegen habt nicht einmal angefangen zu suchen...
Natürlich, jeder muss da seinen Weg finden, und ich denke, Aufmerksamkeit und Zweifel sind da schon immer ein guter erster Schritt.
Außerdem finde ich es bemerkenswert, wie sachlich die Diskussion bis jetzt ist, und ich bin mir sicher, dass sie es bleibt.
Mich haben die Aufnahmen in der Dokumentation ebenfalls sehr stark berührt. Ich habe es auch nur einige Minuten ausgehalten, weil ich dann so verstört und den Tränen nahe war, dass ich nicht weiterschauen konnte. Momentan beschäftigt mich die Reportage immer noch ziemlich...
Jedenfalls finde ich es schon einmal gut, dass ihr euch Gedanken darüber macht!
Zum Thema Lebensweisen kann ich nur sagen, dass alles gar nicht so schwer und unmöglich ist, wie es vielleicht den Anschein hat. Sicher, Produkte aus artgerechter und ökolgisch sinnvoller Erzeugung sind teurer - es ist jedoch auch finanziell bei Weitem nicht so "unmachbar" wie es scheint.
Ich kaufe jedenfalls konsequent nur Produkte, die aus solcher Erzeugung kommen. Das schließt neben sämtlichen Nahrungsmitteln auch einige Putzmittel, Hygienepapier (Küchen- und Toilettenpapier von Danke), Druckpapier, Kosmetikartikel (hier spielen Tierversuche eine große Rolle) und noch einiges mehr ein (ich erwähne dies alles im Übrigen nicht, um mich als ach so tollen Menschen darzustellen; ich möchte damit nur konkrete Beispiele geben). Vor allem in Sachen Ernährung tut einem das selbst auch wirklich gut, weil die Nahrungsmittel einfach viel besser schmecken und auch gesünder sind, da keine vereiterten Schweinsköpfe eingearbeitet werden (wie es unlängst der Fall war) oder Ähnliches...
Auch Dinge wie unnötiger Standby-Betrieb von Geräten, brennendes Licht, nicht benötigte aufgedrehte Heizungen, unnötige Verpackungen usw. spielen eine nicht unermessliche Rolle. Zwar wissen da sicherlich einige davon, denken aber entweder meistens nicht daran oder es ist ihnen gleichgültig. Dabei schneidet man sich damit nur ins eigene Fleisch - denn die dadurch zu sparenden Kosten sind nicht zu unterschätzen.
Dies hat mit Massentierhaltung, Tierquälerei etc. auf den ersten Blick vielleicht weniger zu tun - aber wenn die Natur zugrunde geht, brauchen wir auch keine Bio-Eier mehr zu kaufen...
Manch einer wird darüber nun vielleicht den Kopf schütteln - aber wenigstens tierische Nahrungsmittel kann mit ein wenig Wille, Wert und Standhaftigkeit wirklich leicht ersetzen. Und dabei ist auch schon der Schritt zu einem geringeren Fleischkonsum bzw. dem Einkauf beim lokalen Metzger statt im Supermarkt nicht zu unterschätzen.
Ich könnte noch lange weiterschreiben, da ich dieses Thema sehr wichtig finde (weshalb ich es mit einem Teil meines Studiums auch zu einem Teil meiner Lebensaufgabe gemacht habe) und mich da auch wunderbar hineinsteigern kann. Ich werde mich hier aber zusammenreißen.
kann mich 6(sic)6 nur anschließen. Einfach mal nachdenken. Man muss sich einfach seiner Rolle als Verbraucher bewusst sein, d. h. man darf sich nicht einfach treiben lassen, sondern muss zielgenau agieren. Das gilt nicht nur für das Thema Massentierhaltung. Analysiert doch Euer Leben mal genau so wie einen Trainingsplan. Da könnt Ihr es doch auch?!
Ihr interessiert Euch für meine Ernährung? Ich sag Euch: das reicht bei weitem nicht. Es ist wie Bodybuilding: vielschichtig, individuell, eine Lebenseinstellung. Die kann ich Euch über das www nicht vermitteln. Ich habe für mich persönlich einen Weg gefunden, Ihr hingegen habt nicht einmal angefangen zu suchen...
Klar, aber hast du nicht ein paar Tips oder Grundregeln bei der Produktauswahl z.B. ?
Natürlich, jeder muss da seinen Weg finden, und ich denke, Aufmerksamkeit und Zweifel sind da schon immer ein guter erster Schritt.
Außerdem finde ich es bemerkenswert, wie sachlich die Diskussion bis jetzt ist, und ich bin mir sicher, dass sie es bleibt.
ja, gut gell - wenn schon zwei mods aufpassen, daß es nicht ausufert 
kaufe ich mein Haustier im Zoogeschäft, Züchter oder doch lieber im Tierheim?
Tiberius - ich finde es super, daß Du diese Punkte aufgreifst und sie darstellst - bei den meisten kommen halt die Schuhe aus dem Kaufhaus und die Zootiere machen Spaß (obwohl Zoo nicht nur zu verwerfen sind, weil sie die Arten auch schützen, aber....nun, wir kennen die Diskussion alle)
Aber mir liegt eine Sache dann sehr am Herzen, wenn wir schon bei dem Leid der Tiere sind.
Die Tiere im Tierheim sind nicht immer eine gute Lösung - Vögel, ja, Hasen, Meerschweinchen - ja. (Was, die gibt es da auch?)Aber sobald die Tiere ansprchsvoller werden (Hunde und Katzen) ist es viel zu oft leider so, daß die Leut sich die aus dem Tierheim holen und sie dann zurückgeben, weil sie nicht damit klar kommen. Tiere aus dem Tierheim sind nicht so einfach zu handhaben, weil sie sehr viele schlechte Erfahrungen gemacht haben. Es braucht einfach erfahrene Hände, um so ein Tier wieder hinzubekommen. Also, Anfänger, bitte, Finger weg. Zudem sind die Tierheime voll von Hunden, die auf den Kampfhundlisten stehen.
Es gibt für Hunde und Katzen, und bei Hunden für jede Rasse Tierschutzorganisationen, die die Hunde in Pflegestellen unterbringen. Allein das ist schon schwierig, wenn sie öfter mal die Pflegestelle wechseln müssen. Aber hier ist jeder besser beraten, vor allem weil die Leut die Hunde haben und sie kennen
z.B. das hier:
http://www.retriever-care-europe.de/forum/index.php
. Meistens werden alte, "aufgebrauchte" Zuchthündinnen aus den Zwingern geholt. Die Hunde wurden von den Vermehrern "hergestellt". Das Leid ist sehr oft nah dran, wie in dem Video. Würden die Leute ihre Hunde nur bei seriösen Züchtern holen, dann gäbe es kein Problem mit zu vielen Hunden und die Leute würden eine Anlaufstelle mitbekommen, an die man sich wenden kann. Die Vermehrer sind hier die Üblen.
Das ist zwar jetzt ein bisserl offtopic, aber ich hoffe mal nicht zu sehr.
kann mich 6(sic)6 nur anschließen. Einfach mal nachdenken. Man muss sich einfach seiner Rolle als Verbraucher bewusst sein, d. h. man darf sich nicht einfach treiben lassen, sondern muss zielgenau agieren. Das gilt nicht nur für das Thema Massentierhaltung. Analysiert doch Euer Leben mal genau so wie einen Trainingsplan. Da könnt Ihr es doch auch?!
Ihr interessiert Euch für meine Ernährung? Ich sag Euch: das reicht bei weitem nicht. Es ist wie Bodybuilding: vielschichtig, individuell, eine Lebenseinstellung. Die kann ich Euch über das www nicht vermitteln. Ich habe für mich persönlich einen Weg gefunden, Ihr hingegen habt nicht einmal angefangen zu suchen...
Klar, aber hast du nicht ein paar Tips oder Grundregeln bei der Produktauswahl z.B. ?
Bei dem Thema hat man eine Holschuld...
kann mich 6(sic)6 nur anschließen. Einfach mal nachdenken. Man muss sich einfach seiner Rolle als Verbraucher bewusst sein, d. h. man darf sich nicht einfach treiben lassen, sondern muss zielgenau agieren. Das gilt nicht nur für das Thema Massentierhaltung. Analysiert doch Euer Leben mal genau so wie einen Trainingsplan. Da könnt Ihr es doch auch?!
Ihr interessiert Euch für meine Ernährung? Ich sag Euch: das reicht bei weitem nicht. Es ist wie Bodybuilding: vielschichtig, individuell, eine Lebenseinstellung. Die kann ich Euch über das www nicht vermitteln. Ich habe für mich persönlich einen Weg gefunden, Ihr hingegen habt nicht einmal angefangen zu suchen...
Klar, aber hast du nicht ein paar Tips oder Grundregeln bei der Produktauswahl z.B. ?
Bei dem Thema hat man eine Holschuld...
Das seh ich ein, aber kann man nicht bereits durch einige grobe Richtlinien anfangen in die richtige Richtung zu gehen und etwas Gutes zu tun?
Wie intensiv man es macht, liegt ja letztendlich in der Hand jedes einzelnen.
Ein bisschen Offtopic: Ohne dich angreifen zu wollen, erkundigst du dich bevor du in ein Restaurant gehst beim Besitzer woher er sein Fleisch bezieht?
Was Tiberius geschrieben hat ist im Grunde richtig, die Fragen kommen definitiv auf, wobei ich es für unmöglich halte wirklich dem ganzen komplett aus dem Weg zu gehen, ohne dass man sich komplett von der modernen Zivilisation abkapselt.
Wie Markus schon sagte, jeder muss seinen eigenen Weg finden mit diesem Problem umzugehen, die meisten erkennen es aber ja nichtmal als eins. Ich glaube wenn jeder Mensch das Problem sehen und
erkennen würde, wären die Zustände ganz anders. Wenn jeder nur einen kleinen Beitrag dazu leisten würde, wäre schon viel gewonnen.
Ein bisschen Offtopic: Ohne dich angreifen zu wollen, erkundigst du dich bevor du in ein Restaurant gehst beim Besitzer woher er sein Fleisch bezieht?
Diese Frage steht meines erachtens nicht zur Debatte, immerhin geht man vielleicht 4x im Jahr ins Restaurant (irgendwo da dürfte die Zahl bei mir liegen), viel wichtiger ist was in seinem Alltag draus zu machen. Ob der Restaurantbesitzer ehrlich ist, ist dann die andere Frage, ich denke keiner wird antworten "Mein Fleisch kommt nur aus einer großen Fleischfarm wo 100e Tiere auf 1m² zusammen (über)leben müssen".
Ich habe nun mit Interesse die Diskussion gelesen und einige sehr kluge Meinungen gefunden. Auch ich denke, dass eine individuelle, bewusste Auswahl an Nahrungsmitteln, deren Herkunft in einem gewissen Grad unseren moralisch-ethischen Werten entsprechen, Sinn macht. Dazu habe ich das Wollen und auch das finanzielle Einkommen. Es gibt allerdings leider sehr viele Menschen, die sich das ganz einfach nicht leisten wollen,weil ihr Einkommen für diesen "Luxus" einfach nicht ausreicht. Ich denke im konkreten Fall an meinen Nachbarn. Er ist Mindestrentner und sein Kühlschrank ist voller, wie wir sagen würden "minderwertiger Nahrung". Er kann sich Besseres einfach nicht leisten.
Ich habe gelernt, in Diskussionen auch die Alternativen bei Wegfall des Kritisierten nicht zu vergessen. Ich stelle ganz einfach mal folgende Fragen:
1. Könnte eine Nahrungsmittelindustrie die auf rein ökologischer Tierhaltung aufgebaut ist, die Versorgungssicherheit in Europa garantieren?
2. Wenn nicht, von woher kämen unsere Nahrungsmittel?
3. Könnten sich auch Menschen, die dem finanziell schwächsten bzw. schwachen Segment unserer Gesellschaft angehören, ökologische Nahrungsmittel leisten?
4. Wenn nicht, wie wären diese Menschen zu ernähren?
5. Gesetzt den Fall, die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln wäre nicht mehr gesichert, wäre dies nicht ein Rückschritt in Zustände wie wir sie aus den Büchern über Nachkriegszeiten kennen - mit all ihren gesundheitlichen Prolemen, vor allem für Kinder?
6. Ist die Garantie der Versorgungssicherheit nicht eine jener Säulen, auf denen der Friede in Europa basiert?
Mir ist durchaus bewusst, dass diese Fragen für manche von Euch provokant klingen mögen. Ich gebe allerdings zu bedenken, dass man ja grundsätzlich alles machen kann, aber alles auch Folgen hat. Aus dieser Überzeugung heraus erscheint es mir legitim, bewusste Fragen nach Alternativen zu stellen.
Vielleicht kann mir jemand von Euch fundierte Antworten auf diese Fragen geben.