Ok, für dich und Markus - und falls es sonst noch wen interessiert - ein kleiner Bericht:
Als erstes gabs den Trainingsteil, die 53 Teilnehmer wurden in 2 Gruppen aufgeteilt und unsere Hälfte ging zuerst mit Ronny ##pieeeep## und Dennis Wolf in ein Studio das im gleichen Gebäude liegt.
Trainiert wurde nicht, hätte auch keinen Sinn gemacht in 90 Minuten und mit 26 Leuten. Stattdessen haben Ronny und Dennis über ihr Training und sonstiges geredet, hab nicht mehr alles im Kopf, nur, dass Ronny ein sehr lustiger Zeitgenosse ist, es wurde eigentlich ständig gelacht.
Hier wurde wieder mal meine Meinung bestätigt, dass sich hier im Internet viele Anfänger und Fortgeschrittene viel zu viel Gedanken über Kleinigkeiten machen. Dennis Wolf zählt zum Beispiel keine Kalorien und auf die Frage wie wichtig er Post Workout Nutrition findet kam von Ronny ##pieeeep## nur ein etwas entgeistertes "Was?" Als ihm erklärt wurde, dass die Kohlehydrate nach dem Training gemeint wären, meinte er nur, dass die schon wichtig seinen, er esse halt Reis danach, ausser er kriegt nichts runter nach dem Training, dann gibts halt nicht gleich was.
Trainieren tun beide vollkommen normal, beide glaub ich 6x die Woche, jede Muskelgruppe einmal die Woche, normale Übungen, Dennis 1-2 Stunden, Ronny 2-3, nix besonderes. Naja, Ronny ##pieeeep## trainiert den Rücken 2x pro Woche weil er eine Schwäche ist, auch nix besonderes eigentlich. Periodisieren tut auch keiner, aber der Plan werde "oft" geändert, so alle 4 Monate...
Achja, Ronny ##pieeeep## plant ein Trainingsvideo, Dennis Wolf hat schon Teile von seinem abgedreht.
Nach 90 Minuten haben die Gruppen getauscht und wir sind hoch in den Kraftraum der voll mit alten Gym 80 Geräten aus dem ehemaligen Busek Leistungszentrum ist. Dort waren dann Werner Zenk und Thomas Scheu und haben abwechselnd über das Training der einzelnen Muskelgruppen erzählt.
Da habe ich irgendwie das Gefühl, dass sich zumindest diese beiden Amateuere der alten Garde deutlich mehr Gedanken über ihr Training machen als die beiden Profis. Scheu schweisst sich teilweise sogar die ein oder andere Maschine selber zusammen. Sein Training ändert er so gut wie nie, er sagt wenn der Plan funktioniert gibt es keinen Grund irgendetwas zu ändern.
Wieder, reine Hausmannskost bei beiden Athleten, keine seltsamen Periodisierungen oder Splits, keine Wissenschaft, nur stinknormales schweres Training.
Danach wurden beide Gruppen wieder vereint und es gab eine kleine Posingschulstunde von Sabine Froschauer und Thomas Scheu. Froschauer hat erstmal alle Grundposen erklärt Scheu hat sie vorgemacht. Dann haben beide noch allgemein ein bißchen was erzählt, über Auswahl der Musik usw. Ist nicht so wirklich mein Gebiet.
Zum Abschluss gabs 3 Küren von Thomas Scheu, die erste noch mit langer Hose, die beiden Zugaben dann im Posingslip.
Obwohl ich sonst nicht so viel mit BB-Wettkämpfen anfangen kann, das hat sogar mir gefallen.
Busek war sichtlich gerührt, umarmte Scheu nach der dritten Kür, lobte ihn als "Geschenk für alle die den Sport lieben" und wischte sich eine Träne aus dem Auge.
Danach gabs noch ein Ernährungseminar von der Klingonin Dr. Martina Herget, den Inhalt kannten wir aber leider schon, weil wir dieses Seminar vor zwei Jahren schonmal besucht hatten. Solide Informationen, aber nichts neues und auch von der ganzen (sehr guten) Erklärweise her aber eher für Anfänger gedacht als für ambitionierte Sportler mit Vorwissen. Aber wie gesagt, wir kanntens schon, beim ersten mal fanden wirs interessant.
Sabine Froschauer hat noch kurz erzählt wie man Bodybuildingküche schmackhafter gestalten kann. Wer Streusüße und PAM schon kennt, hat nix versäumt.
Leider nicht so gelungen war der Vortrag zum Thema "Entspannung", wir mussten einige Übungen mitmachen die eher für ein Zimmer voller Hausfrauen geeignet gewesen wäre als für BBler. Wir haben z.B. Energie aus den Nieren in den Körper gerieben und solcherlei Humbug. Hilft sicher, aber nur wenn man fest dran glaubt.
Ein Vortrag zum Thema Visualisierung oder Selbsthypnose wär sicher geeigneter gewesen. Aber egal, die halbe Stunde hat jeder überlebt.
Nach einer halben Fragestunde mit allen vortragenden Athleten gabs noch kostenloses (!) Essen, das von dem BB-begeisterten Starkoch Alfons Schubeck angeliefert wurde, oder zumindest von seinen Köchen.
Beim Heimfahren wurden wir persönlich von Albert Busek verabschiedet, von dem ich allgemein einen sehr sehr positiven Eindruck hatte. Wir hatten noch ein Problem vom Parkplatz zu kommen, weil das Parkticket nicht entwertet werden konnte und der scheinbar nicht gerade reich mit Geistesgaben gesegnete Sicherheitsbeamte uns nicht die Schranke öffnen wollte. Diesem Problem hat sich Busek persönlich angenommen, auf typischen Münchener Art "Sie machen mir grad Riesenprobleme.... warum?"
War ein super Tag und die 50 Euro mehr als wert. Wenns sowas mal für Powerlifter geben würde wär ich überglücklich
Gruß, Joe