Bodybuilding-Forum von BamBams Corner

Normale Version: Seid Ihr tolerant, oder wollt ihr nur tolerant behandelt werden?
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Hi,

die Umfrage der Woche ist diesmal etwas später als gewöhnlich:
Seid Ihr tolerant, oder wollt Ihr nur tolerant behandelt werden?

Bodybuilder sind meist auffällige Gestalten: Breiter, massiger und wuchtiger als der Durchschnitt. Und auch Bodybuilding-Wettbewerbe treffen nicht gerade den Massengeschmack. Von Exhibitionismus ist da oft in den Medien die Rede, von krankhaftem Narzissmus, Muskel-Sucht und unnatürlicher Subkultur. Gegen diese Darstellung protestieren Bodybuilder. Sie verlangen, mit genau so viel Respekt und Toleranz behandelt zu werden wie z. B. ein Marathonläufer oder Boxer oder Gewichtheber oder jeder andere Durchchnittsbürger überhaupt.

Auf der anderen Seite blicken jedoch viele, die für Ihre überdurchschnittliche ausgeprägte Muskulatur Toleranz einfordern, verächtlich auf die "Dicken" und Übergewichtigen herab. Wer seinen Körper so herunterkommen lässt, das ihm die Hälfte seines Körpergewichtes über den Gürtel hängt, wird vom Bodybuilder kopfschüttelnd und oft voller Verachtung beäugt.

Wie haltet Ihr es mit der Toleranz?

Mir ist es egal, ob jemand dick ist. Es ist sein Körper. Das ist aber nicht so, weil ich ein wunderbar toleranter Mensch wäre. Besonders bei Männern, die von Natur aus ja durch ihre kräftigere Konstitution zur Bewegung geschaffen sind, kann ich es oft nicht verstehen, wenn Sport nur passiv (vor der Glotze) stattfindet, aber gleichzeitig eine Nahrungsmenge verschlungen wird, als hätte man(n) drei Wochen lang in der Wildnis Höhlenbären und Säbelzahntiger gejagt. Auf der anderen Seite erwarte ich allerdings auch nicht, dass jemand so tolerant ist, es normal zu finden, wenn ich vier Mal pro Woche Hanteln stemmen gehe.

Gimli schrieb:
Auf der anderen Seite blicken jedoch viele, die für Ihre überdurchschnittliche ausgeprägte Muskulatur Toleranz einfordern, verächtlich auf die "Dicken" und Übergewichtigen herab. Wer seinen Körper so herunterkommen lässt, das ihm die Hälfte seines Körpergewichtes über den Gürtel hängt, wird vom Bodybuilder kopfschüttelnd und oft voller Verachtung beäugt.


Der Unterschied ist der, das ich das so für mich wollte und nicht am rumjammern bin. Im Gegensatz zu den meisten Übergewichtigen, die alles ohne Sinn und Verstand in sich reinstopfen und dann rumheulen, das sie ja sooo dick sind, garnicht viel essen und dabei unverständlicherweise (für sie) nicht abnehmen.

Ich toleriere also den Dicken, der weiß was er tut, dem sein handeln bewusst ist und trotzdem mit sich zufrieden ist.

Moin, moin!

Für mich spielt es keine Rolle, ob andere anerkennen, was ich im Studio leiste bzw. wie ich mich ernähre. Ich gehe trainieren, weil es mir persönlich ein gutes Körpergefühl verschafft und die Erfolge, auch wenn sie nicht unbedingt über Nacht eintreten, doch eindeutig für sich sprechen.
Ich fordere diesbzgl. keine Toleranz, weil mir diese weder hilft mehr zu stemmen, noch mich sonst in irgendeiner Art und Weise in eine vorteilhafte Position bringt. Das Selbe gilt für Intoleranz. Jemand kann das was ich mit meinem Körper mache nicht vereinbaren, findet es unästethisch oder evtl. sogar etwas krank? Bitteschön... jeder hat seine Meinung und sollte das tun, was ihm/ihr Spaß macht, einen im Leben weiter bringt und motiviert.

Genauso betrachte ich mir andere Menschen. Ob nun dick oder extrem dünn. Natürlich mache ich mir meine Gedanken: "Das kann doch nicht gesund sein. / Ob der sich noch wohl fühlt?"
Aber jemanden persönlich zu degradieren, nur weil er nicht den selben Idealen folgt wie ich wäre einfach nur charakterschwach. Jedem das Seine.

Das einzige wofür ich kein Verständnis habe sind Leute die ins Training kommen, einen betrachten und dann sowas ablassen wie: "So würde ich auch gerne aussehen."
Diese Leute siehst du dann 2 Wochen konstant trainieren (trotz diverser Tipps und Anregungen meistens auch noch mehr als nur technisch unsauber) und dann ist mehr als 4 Wochen Ebbe bis man dann endlich wieder bei "0" beginnt.



Gz,
MilliNox69
Also mir ist es egal was andere zu meinem Aussehen sagen und mir ist es auch egal wie andere aussehen. Kann ja schließlich jeder machen was er will.
Wirklich gute Umfrage, ein ständig vorkommendes Thema !!

Also bei mir ist es so, mein Freundeskreis besteht aus Dicken genauso wie aus extrem Dünnen und auch aus Sportlern.
Dicke Leute sind mir meist egal, außer wenn ich sehe, wie sie ihren Körper durch Alkohol, Zigaretten und Schweinsbratl verfallen lassen, dann kann ich mir ein Grinsen nicht verkneifen.
Ich finde es einfach ekelhaft wie sich manche Leute gehen lassen und darauf auch noch stolz sind ...

Ansonsten akzeptiere ich Dicke genauso, da der Charakter stimmen muß und das ist für mich vorrangig.

so long ...
Eigentlich bin ich von Natur aus tolerant. Aber manchmal ändert sich das schlagartig, wenn ich beim Umziehen auf der Arbeit für einen 44 Jahre alten trainierten Körper nur ein Grinsen ernte. Oder wenn als Zwischenmahlzeit mal wieder Haferflocken angesagt sind und ein blöder Spruch kommt. Ich ziehe ja auch nicht über die her, die jeden Tag ihr Mittag bei Mc Doof u.a. einnehmen. Sollen sie doch.

Was mich ärgert ist, das diese Menschen die kranken von Morgen sind und dies schon bei den Kindern und Jugendlichen beginnt. Schaut euch mal unsere Jugend an. Wie kann man als Eltern so "Tolerant" sein den Kindern zu erlauben ihren Körper zu ruinieren.

Das gleiche gilt natürlich auch für politische "Intoleranz". Angewiedert bin ich von denen, die immer nur meckern wie schlecht es Ihnen geht, aber ein politische Engagement von vorn herein ausschließen.

Tolerant sein ist ziemlich schwer, wahrscheinlich schwerer als Hanteln stemmen.

Gruß Opa
@opa:
Es stimmt zwar, dass viele Eltern ihren Kindern nicht den passenden Riegel vorschieben, wenn man mittels ungesunder Ernährung beginnt den Rahmen zu sprengen, aber in gewisser Art und Weise ist man da auch machtlos. Außerhalb von zu Hause steht doch mittlerer Weile beinahe an jeder Ecke ein Fast Food-Restaurant in dem man sich nach Lust und Laune bedienen kann. In der Schule lässt man dann das Pausenbrot stecken und geht an den Kiosk Schokolade oder warme Würstchen kaufen. Was letzteres angeht spreche ich noch aus Erfahrung... meine Schulzeit liegt ja noch nicht allzulange zurück.

Nur mal um ein Beispiel zu nennen:
Die aktuelle Lebensgefährtin meines Vaters hat 2 Söhne und der eine ist von der Schwimmbadfigur schon weit entfernt Big Grin
Sie würde sich zwar wünschen, dass er etwas abnimmt, aber müsste sie ihn schon zwingen und das wäre ja schon etwas zu krass.

Bedenklich ist die Form bzw. die Einstellung zu sportlicher Betätigung und zumindest halbwegs sinnvoller/gesunder Ernährung der heutigen Jugend schon, aber ohne Eigeninitiative ist man das schnell am Ende, wenn man einen Wandel herbeiführen will.



Gz,
MilliNox69
Ich bin so tolerant das es schon wehtut, trotzdem weigere ich mich unästhetische Körperformen zu akzeptieren.

Macht mich das zu einem schlechten Menschen?

MilliNox69 schrieb:
Die aktuelle Lebensgefährtin meines Vaters hat 2 Söhne und der eine ist von der Schwimmbadfigur schon weit entfernt Big Grin
Sie würde sich zwar wünschen, dass er etwas abnimmt, aber müsste sie ihn schon zwingen und das wäre ja schon etwas zu krass.


Kommt halt auch auf das Alter an. Bei einem jugendlichen geht das natürlich sehr viel schwerer als bei einem Kleinkind.

Meine Tochter (6) hatte auch ein kleines Gewichtsproblem, das sich mittlerweile gegeben hat. Da hilft einmal reden und erklären und darauf hoffen, das eine gewisse Einsicht da ist. Aber das Beste ist eben noch das richtige Vorleben.

Wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke, bin ich der Meinung, das das Thema Ernährung und die folgen falscher Ernährung einfach zu kurz gekommen ist. Ich weiß nicht, wie das mittlerweile ist.

Als ich mit dem Sport anfing, wußte ich absolut nichts (mehr) über all das was mit der Ernährung zusammenhängt. Fett, Eiweiss, Kohlenhydrate ja schön und gut, schonmal gehört, aber was ist das und was macht das??? Fett macht Fett.

Kann mir nicht vorstellen, das bei einem durchschnittlichen Bürger die Kenntnis über unser Essen weiter reicht.

Daemonarch schrieb:
Ich bin so tolerant das es schon wehtut, trotzdem weigere ich mich unästhetische Körperformen zu akzeptieren.

Das verstehe ich nicht ganz. Du bist tolerant aber weigerst dich unästhetische Körpferformen zu akzeptieren? Und: Was tust du denn wenn du andere mit "unästhetischen Körperformen" erblickst?

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