Atheismus ist, wie der Theismus, auch nur Glaube und Überzeugung.
Atheismus hat auch nicht zwangsläufig etwas mit der "Aufklärung" des 17./18. Jahrhunderts zu tun. Und das Zeitalter der Aufklärung hat mit seinem Idealismus auch nichts mit unserer Zeit zu tun. Wir leben in einer abgeklärten Zeit, die bisher dem Wissenschaftaberglauben erlegen war. Der verfliegt jetzt so langsam, da immer mehr Leute begreifen, dass Wissenschaftler Theorien liefern und keine endgültigen Lösungen zu beliebigen Problemen. Und da scheint das Pendel halt zurück zu schwingen in Richtung Gottesglauben.
Wenn Dich das Thema wirklich interessiert, dann kann ich Dir von Wilhelm Weischedel das Werk "Der Gott der Philosophen, Grundlegung einer Philosophischen Theologie im Zeitalter des Nihilsmus" empfehlen. Da hat nämlich wirklich mal ein schlauer Mensch nachgedacht, der nicht zu einem platten, populärwissenschaftlichen Schlag gegen den Glauben ausholt.
.... überarbeite gerade ....
Ich persönlich glaube nicht an Gott, aber wissen kann man das natürlich nicht. Das es Sachen gibt die wir nicht sehen, ja da glaube ich dran, aber muss ja nicht gleich EIN GOtt sein der dann alles in der Hand hat. Ich bin der Schicksal statt Zufall Typ... Finde trotzdem das Dawkins den Nagel auf den Kopf trifft.
aus seinem buch:
wahrscheinlichkeits spektrum 1-7
6. sehr geringe wahrscheinlichkeit, knapp über null. de facto atheistisch >>Ich kann es nicht sicher wissen, aber ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass gott existiert, und führe mein leben unter der annahme, das es ihn nicht gibt.<<
7. Stark atheistisch. >>ich weiß, dass es keinen gott gibt, und bin davon ebenso überzeugt, wie C.G. Jung >weiß<, das es ihn gibt.<<
mich(dawkins) selbst rechne ich zur kategorie 6 mit starker neigung zur 7; agnostisch bin ich nur in dem gleichen ausmaß wie gegenüber der frage, ob unter meinem garten feen leben.
aso danke gimli für die buchempfehlung!
aber muss ja nicht gleich EIN GOtt sein der dann alles in der Hand hat.
Die Bibel sagt dazu (1. Mose):
Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei..
Olala... 
Ich denke niemand kann bestreiten, dass es Dinge gibt die sich durch Wissenschaft nicht befriedigend erklären lassen. An dem Punkt greift Religion, sie ist quasi die Antwort auf das Scheitern der Wissenschaften.
Man kann Menschen keinen Vorwurf machen dafür das sie glauben, es ist in gewisser Weise das natürlichste der Welt, aber wie so oft hat der Mensch das Maß nicht im Griff, weil er schwach und manchmal schlecht ist. Menschen machen durch ihre Religion Vorschriften und meinen sie wären die einzigen mit einem Gott oder die einzigen die den "wahren Gott" anbeten, woraus sie vermeintlich Rechte schlussfolgern. Das ist wieder endlose Ignoranz und Arroganz, wozu wir leider oft neigen.
Insofern muss ich Dawkins in gewisser Weise Recht geben und befürworte eine sehr liberale Haltung gegenüber Religion, eine höhere Macht zu leugnen halte ich allerdings für mindestens genauso ignorant.
Der Mensch ist der Grund für Missverhalten, weniger die Religionen auch wenn religiöse Dogmen ihren Teil dazu beitragen.
@flahexer
klasse ausgedrückt, da bin ich voll und ganz deiner meinung

aber muss ja nicht gleich EIN GOtt sein der dann alles in der Hand hat.
Die Bibel sagt dazu (1. Mose):
Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei..
Olala... 
In welcher Übersetzung steht das so, Gimli?