Bodybuilding-Forum von BamBams Corner

Normale Version: Was ist an Zucker so schlecht?
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bis zu einem gewissen kfa kann man sich schon einige sünden erlauben Smile

wenn das verhältnis der nährstoffe ungefähr stimmt und ausgewogen ist, sehe ich da keine Probleme

ilpadre schrieb:
Ich spekuliere einfach ’mal (wahrscheinlich nicht unberechtigt Wink) dass bei einigen Stoffwechselvorgängen ein gewaltiger Unterschied besteht zwischen einer Diät, mit der man sich für einen Tag X auf 4% Körperfett mit prall gefüllten Kohlenhydratspeichern, aber ohne Wassereinlagerungen prügelt, und einer Diät, bei der man als Hobbybodybuilder einfach nur konstant gut aussehen will.
Ganz konkret bin ich der Meinung, dass man 10% Körperfett (meinetwegen auch noch weniger, aber eben keine Wettkampfform) auch mit einer Ernährung halten könnte, die ausschließlich aus Milka-Schokolade besteht.

edit: Na gut, das war absichtlich provokant formuliert. Sagen wir, zu 50% der Kalorien aus Milka-Schokolade besteht. Wink

Hi Padre,

ich kann das so leider nicht bestätigen. Natürlich kenne ich die herrschende Meinung, das letztlich der Intermediärstoffwechsel alles ausgleicht und es nur auf die Kcal-Bilanz ankommt und ich stimme dem in weiten Teilen auch zu.

Ich habe es in der Praxis in all den Jahren aber dennoch anders erlebt, wenn die Ergebnisse eben optimal sein sollten und das ist es doch letztlich, worum es vielen geht. Ohnehin sind die Erkenntnisse zu diesem Thema in den letzten Jahren doch ziemlich im Fluss. Mich würde es nicht wundern, wenn manche Dinge in 10 Jahren wieder komplett über den Haufen geworfen werden.

Gerade, wenn ich Menschen in einer Diät begleitet habe, die vorher schon einmal eine eigene Diät nur mit der Kcal-Tabelle ohne Ansehen der Lebensmittel gemacht hatten, so war das Ergebnis beim Beachten eines konstanten, niedrigeren Blutzuckerspiegels definitiv besser weil der Muskelverlust geringer. Übrigens völlig egal, ob die "Probanden" natural oder nicht natural waren. Der Muskelverlust bei den naturalen war bei einer Ernährung mit viel Saccharose/Einfachzucker und schlechten Fetten sogar noch größer im Verhältnis.

Natürlich kann man auch eine Schoki/Proteinpulver-Diät machen und damit abnehmen. Das Ergebnis wird dabei aber nie so gut sein, wie bei der Auswahl hochwertiger Nahrungsmittel.
Das ist wie mit der von einigen verbreiteten Meinung/Erkenntnis, das ein Muskelzuwachs auch mit einer negativen Energiebilanz möglich ist. Natürlich ist er das in einem gewissen Körperfettbereich, ab einem gewissen Punkt funktioniert das aber so nicht mehr.

Ob es für einen reinen Hobbysportler aber überhaupt sinnvoll (und vor allem zum Erreichen seiner Ziele notwendig) ist, eine extrem strenge Ernährung durchzuziehen, das steht auf einem völlig anderen Blatt. Ich persönlich wage das zu bezweifeln. Würde ich persönlich auch nicht machen.

Die Sache mit prall gefüllten Kohlenhydratspeichern und der möglichst geringen Wassereinlagerung ist übrigens eine Sache der letzten 5 Tage vor einem Wettkampf und hat mit der Diät nichts mehr zu tun.

Danke für deine Erfahrungen, BamBam, ich habe insgeheim darauf gehofft, dass du auf mein Posting antworten würdest. Smile
Thumbs

Ich finde, der Post von Erik sagt schon alles.

Eine Wettkampfdiät ist doch etwas ganz anderes, der Stoffwechsel tickt in solchen Regionen ganz anders.

BamBam schrieb:
Ob es für einen reinen Hobbysportler aber überhaupt sinnvoll (und vor allem zum Erreichen seiner Ziele notwendig) ist, eine extrem strenge Ernährung durchzuziehen, das steht auf einem völlig anderen Blatt. Ich persönlich wage das zu bezweifeln. Würde ich persönlich auch nicht machen.


Kommt auf die Ziele an, normalerweise sollte so eine strenge Ernährung nicht notwendig sein. Aber wie so vieles ist das eben auch Kopfsache.

es ist auch noch eine frage der nährstoffdichte!

100 kcal können 1 reihe (4 kleine stückchen) von einer tafel schokolade sein, oder eben auch fast 600 gr tomaten. wenn man permanent 3-4 monate einen mordshunger hat, diesen noch mit training am limit "potenziert" muss man den magen füllen um den hunger zumindest zeitweise loszuwerden mit dingen die sowenig kalorien wie möglich haben. in diesem praktischen beispiel ist die schokolade dann eher weniger geeignet. Zwinker schlicht und ergreifend
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