Bodybuilding-Forum von BamBams Corner

Normale Version: Wie geht Ihr mit Tiefschlägen um?
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Hi,

das Thema der Umfrage der Woche haben wir diesmal einer Idee unseres
Foren-Users DaVinci zu verdanken. Er möchte wissen:

Wie geht Ihr mit Tiefschlägen um?

Möglichkeiten, um sich ein paar Tiefschläge einzufangen, bietet das
Leben reichlich. Ob nun Arbeitslosigkeit, Trennungen vom Partner oder
schwere Verletzungen. Jeder hat seine eigene Art, damit umzugehen. Wie
pariert Ihr die Tiefschläge, oder steckt Ihr sie mit guten
Nehmerqualitäten einfach weg?

Bei mir ist es so, dass ich mich bemühe, so gelassen wie möglich zu
bleiben. Ich explodiere eher beim kleinen, alltäglichen Nervkram wie
gerissenen Schnürsenkeln oder Mitmenschen, die den geistigen Horizont
eines Kuchentellers besitzen. Große Tragödien versuche ich, mit
Stoizismus und Humor zu nehmen, ohne mir ein Magengeschwür durch
runter gewürgten Ärger einzuhandeln.
Hallo,

ich kann mit Niederlagen ob beruflich oder sportlicher Natur schlecht umgehen.
Bei einer Niederlage im Beruf hat es ca. 1 Jahr gedauert bis ich wieder voll da war. Man sagt sich zwar , das jede Niederlage eine Chance für einen neuen Anfang ist, aber so leicht wie der Spruch ist das Leben dann doch nicht.
Mit einer starken Familie im Rücken geht es dann doch irgentwie weiter.
Sportlich ertrage ich Niederlagen wesentlich besser, da ich in frühester Kindheit schon damit konfrontiert war (aus pol. Gründen Ausschluss aus Kinder- u. Jugendsportschule).
Mittlerweile kann ich besser damit umgehen, da ich gesehen habe das es doch immer weiter geht.
Mein Motto: Kopf hoch, Augen zu und durch - und immer schön weiter trainieren.


Gruß Opa
hi!

also ich kann dazu nur folgendes sagen: bei mir hängt es ganz stark ab, wie ich zu einer niederlage komme. also wenn ich zb. sportlich gesehen, bei einen event gegen jemanden verliere der an diesen tag einfach besser war als ich, dann ist die niederlage für mich kein problem, im gegenteil ich schöpfe daraus soviel motivation und nehm mir vor, ihn das nächste mal zu schlagen. das hat eigentlich bis jetzt super funktioniert. so wurde ich immer besser und besser und konnte viele bei späteren events hinter mir lassen.

schwieriger ist das ganze, wenn ich die niederlage nicht ganz nachvollziehen kann, dann hab ich schon ziemlich daran zu kauen und dann dauert es schon mal einige tage bis ich wieder zu mir finde und auch aus dieser niederlage für mich was pos. mitnehme. ich denke es liegt einfach an meinem ehrgeiz und den willen immer das beste zu geben.

oftmals würd ich mir wünschen nicht so einen ausgeprägten siegeswillen zu haben, denn der setzt zeitweise schon sehr unter druck. aber im großen und ganzen ist es schon ok so wie es ist.

ich habe mit den jahren gelernt, dass es immer einen besseren geben kann, aber ich weiß aber auch, dass  j e d e r  irgendwann zu schlagen/besiegen/übertreffen ist, man muss nur fest an sich glauben und hart weiterarbeiten.

lg. sledge
Als ich diesen Autounfall hatte hab ich das nicht als "Tiefschlag" gesehen, sondern als Fingerzeig das sich etwas ändern muss. Siehe da ich habe aufgehört mit Kiffen, trinke keinen Alkohol (hab ich schon vorher nicht) und Trainiere fleissig, nebenbei ernähr ich mich noch recht gut. Jetzt mit der Arbeitslosigkeit geh ich da schon anders mit um, ich fühl mich wie in einem Sumpf, und mit jedem Tag stapf ich irgendwie weiter rein. Besonderer Druck dabei ist das meine Freundinn jetzt schwanger geworden ist. Wir freuen uns sehr auf das Kind, doch ist ein unheimlicher Druck in mir drinnen endlich Arbeit zu finden, und mein Leben so schnell wie möglich auf die Reihe zu bekommen. Ich leide schon unter Einschlafstörungen, und mein Körper meldet sich auch manchmal zu Wort.

Mein bisher größter Tiefschlag war, als ich einmal fremdgegangen war. Ich musste mich selber fragen warum ich das getan habe, aber eine Antwort hab ich bis heute nicht gefunden.

Illusion schrieb:
Als ich diesen Autounfall hatte hab ich das nicht als "Tiefschlag" gesehen, sondern als Fingerzeig das sich etwas ändern muss.


Ich sehe es auch so. Tiefschläge geschehen meiner Meinung nach dann, wenn man einen falschen oder gar keinen Schritt gemacht hat. Dann stolpert man und fällt förmlich auf die Nase.

Ich versuche mir bei Tiefschlägen meine montane Situation bewußt zu machen und schaue dann, was ich ändern kann/will.

Da ich fest an das Gesetz von 'Ursache und Wirkung' glaube, bin ich meist selbst der Auslöser von Tiefschlägen, und sie werden mich evtl. so lange heimsuchen, bis ich den Fehler in meinem Systhem entdeckt habe.

In Tiefschlägen liegt m.M.n. also auch immer eine neue Chance.

Ich krümme mich und wimmere vor Schmerz.


Mit den verschiedenen Arten von Rückschlägen gehe ich sehr verschieden um.

Im Studium habe ich bisher keine katastrophalen Erlebnisse gehabt - wenn ich einmal einen Schein nicht bekomme, versuche ich es im nächsten Semester noch einmal oder suche mir einen möglichen Ersatz. Mein Studium nehme ich recht leicht und ich habe keine großen Ambitionen - das ist die falsche Einstellung, das weiß ich auch, aber ich werde wenigstens nicht frustriert.

Sportlich haben mich aktue Rückschläge (schlechte Leistungen in Wettläufen beispielsweise) immer nur zu härterem Training motiviert.

Krankheiten hatte ich bisher keine größeren - ich weiß nicht, wie ich mit schweren Gesundheitsproblemen umgehen würde, und hoffe, das nie erfahren zu müssen.

Emotionale Probleme belasten mich sehr, und meine grüblerische, problematisierende und verschlossene Natur verhindert einerseits eine schnelle und selbstständige Besserung, andererseits kann ich mich auch nicht anderen öffnen. Mein Mittel der Wahl ist, Zeit verstreichen zu lassen und zu hoffen, dass sich mit einem gewissen Abstand meine Sichtweise verändert. Ich überlege dennoch oft, schon seit Jahren, mir einen Therapeuten zu suchen und einige Dinge aufzuarbeiten, die ich sonst niemandem anvertrauen kann.

Hulk schrieb:
In Tiefschlägen liegt m.M.n. also auch immer eine neue Chance.



sehe ich ähnlich....als mir damals beim training die trizepssehne abriss und ich von 100(voll in der vorbereitung für die wm in moskau) auf 0 gebremst wurde, brauch für mich eine welt zusammen.

7 wochen krankenstand, sprich nicht in die arbeit und über 4 monate keinerlei training. man stand ich vor einem schwarzen loch. es schien für mich damals so tief und unüberwindbar, dass ich total verzweifelt war. mein ganzes leben war total aus der bahn geworfen worden. ich wußte vorher gar nicht wielange 24 std. daheim sein können. daheim, weil ich auch nicht autofahren konnte.

ich begann mein leben aufzuarbeiten. dachte über viele dinge nach, worüber ich mir davor kaum gedanken gemacht habe. lange rede kurzer sinn, ich kam zurück und war noch viel besser, als je zuvor.....

lg. sledge

Sportliche Niederlagen machen mir nix aus. Ganz im Gegenteil die Motivieren mich.

z.B sehr viele Kollegen sind oder waren im Fussballverein, ich war es nicht aber trotzdem wollte ich sie immer schlagen, so gut wie immer könnte ich mithalten teilweise war ich auch besser.

Anders ist es wenn es um die Seele geht sprich Familie, Freundin, Beruf

Da kann ich es nicht auf einer Sportlichen schicht sehn. Das schläg mir total auf dem Magen sprich keine Hunger, nix viel runter. Die einzige Ablenkung war oft training naja bis es dann auch nicht mehr so richtig geht.

Dann geht es mir noch dreckiger als zurvor. ( Meine Welt kaputt, dann Körper) .

Naja ist etwas länger wie ein Jahe her, da ging es mir richtig sch.... Naja habe es überwunden, vor kurzem kam ein kleiner Rückschlag. Richtig ging wieder auf dem Magen.

Da habe ich mir die Frage gestellt, wie machen es andere und soo wollte ich halt sehr gerne erfahren wie Ihr es so macht

MfG
Genau wie einige andere hier würde ich auch private oder gesundheitliche Tiefschläge von sportlichen trennen.

Bei sportlichen sehe ich das eher als Ansporn, beim nächsten mal besser zu sein und den anderen zu zeigen, wo der Hammer hängt. Zumindest solange das Ergebnis fair zustande gekommen ist. Sich einem besseren Athleten geschlagen zu geben ist keine Schande. Sollte das Ergebnis aber ungerechtfertigt sein, dann mache ich meinem Ärger allerdings Luft. Leider macht man es sich damit im Leben (und in den Verbänden) nicht leichter, eher im Gegenteil. Aber so sind Widder halt.

Bei privaten und gesundheitlichen Tiefschlägen, die ich auch in den letzten paar Wochen wieder zu bestehen hatte, ist es meist so, daß ich in ein ziemliches Loch falle. Ganz schlimm ist es, wenn man selbst etwas nicht in der Hand hat ,sondern einfach nur abwarten kann. Aber nach einiger Zeit in diesem Loch besinne ich mich in der Regel und richte mich wieder auf, um aus diesen Erfahrungen zu lernen und stärker zu werden.

Ich bin ein zutiefst positiv denkender und optimistischer Mensch. Bei mir ist das Glas nie halb leer, sondern immer halb voll. Und ich denke, das jeder das beste aus seinem Schicksal machen kann, wenn er es nur wirklich will.
war wir alle hier schreiben, klingt ja sehr schön, aber so einfach ist das aber in den meisten fällen nicht. werder im sportliche, privaten, noch gesundheitlichen bereich.

meistens kommen schicksals-/rückschläge ohne vorankündigung und treffen einen dann wie ein hammer....

meiner erfahrung nach kommen da fast alles ins wanken....ist aber total verständlich und menschlich nachvollziehbar.

so ein harter kerl wie viele glauben, sind wohl die wenigsten und auch das ist gut so...
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