es ist aber immer so, dass unsere gedanken unsere gefühle steuern. auch ich bin nicht immer sicher davor, aber nach einiger zeit komme ich dann immer wieder auf den trichter:
(zu) oft/ immer denken wir, dass ereignisse (a) ein gefühl © in uns auslösen. es ist aber nicht so!
ereignisse (a) lösen GEDANKEN (b) in uns aus! genau diese steuern unsere gefühle ©
es ist also ein abc zum gefühl und KEIN ac!
die reaktion: "man ist das furchtbar, das bringt mich um" ist also nie berechtigt! der gedanke daran oder darüber löst derartige gefühlsreaktionen aus!
wenn man derartige gedanken aus dem kopf verbannt und durch etwa derartige ersetz: "ja, ich gebe mir gegenüber zwar zu es ist eine UNANGENEHME situation, aber es geht auch so! ich werde auch damit fertig und es bringt mich SICHER NICHT um!" sieht die welt schon mal ganz anders aus!
wie oft waren wir schon in solchen situationen? wir können sie gar nicht mehr zählen....! wie oft dachten wir: "es geht nicht mehr!"??? und??? wer kann DAS jetzt nicht mehr lesen? keiner! es scheinen ja noch alle da zu sein!

Philipp
Schön zu sehen gerade bei mir selber, mit dem Alter wird der Umgang mit Rückschlägen besser.
Typisches Bsp. wo früher wegen eines verlassens einer Freundin die Birne gefüllt wurde, geh ich genau heuzutage in schlechten Tagen nicht in eine Bar.
In sportlicher Hinsicht konnte ich nie ungerecht Bemessen werden, so war es immer ein Kampf gegen die Uhr, ungerechte Behandlung kenn ich kaum.
Mit der Gesundheit ist es viel schwieriger, wenn man nichts dafür kann und auch nur auf Ärzte abstellen muss. Die Hilflosigkeit quält dann ganz arg.
Wenns dann erneut bergauf geht wird ich aber enorm stark durch die Erfahrung.
Ich denke sogar, dass ohne Rückschläge also härte im Leben, ich niemals fähig geworden wäre mein Leben in die eigenen Hände zu nehmen.
Es sind auch klare Chancen!!
Greez Bruno
Ich denke sogar, dass ohne Rückschläge also härte im Leben, ich niemals fähig geworden wäre mein Leben in die eigenen Hände zu nehmen.
Kann ich nur unterstreichen. Aus jedem Scheitern geht man gestärkt hervor, wenn man die richtigen Lehren daraus zieht.
Das finde ich ja gerade im beruflichen in Deutschland so traurig. Setzt man hier einmal was in den Sand, dann wird einem das den Rest des Lebens nachgetragen.
In den USA ist das anders, da kriegt man auch eine 2. Chance.
Übrigens, Thema Alkohol, sicher ist das keine Lösung. Aber manchmal, so habe ich festgestellt, kann ein ordentliches Besäufnis auch den Kopf freimachen und gut für die Seele sein. Nicht in Beziehungsdingen, da bemitleidet man sich dann nur noch mehr, aber in anderen Situationen habe ich das schon positiv erlebt.
...ja, probleme waren rückblickend oft aufgaben! wenn man stark genug ist, wird man sagen, dass sie es immer waren! also werden sie es auch in zukunft wieder sein!
Kann ich nur unterstreichen. Aus jedem Scheitern geht man gestärkt hervor, wenn man die richtigen Lehren daraus zieht.
Das finde ich ja gerade im beruflichen in Deutschland so traurig. Setzt man hier einmal was in den Sand, dann wird einem das den Rest des Lebens nachgetragen.
Mein Vater meinte einmal zu mir: "Jeden Fehler darf man machen. Aber nur einmal."
Mit Tiefschlägen kann ich eigentlich recht gut umgehen. Sowohl mit den selbstverschuldeten, als auch mit denen, auf die man keinerlei Einfluss hat.
Ich mache mir einfach sehr oft klar, dass nichts um mich herum selbstverständlich ist und schon in den nächsten Augenblicken alles anders und vor allem auch schlechter werden kann. Das gleiche gilt aber für die anderen Menschen ebenso und jeder hat nunmal sein Päckchen zu tragen.
Wichtig ist meiner Meinung nach, sich zu sagen, dass es bei allem eine gewisse Wahrscheinlichkeit gibt, dass es positiv oder negativ ausgeht, dafür zu sorgen die Erfolgschance soweit wie möglich zu seinen Gunsten zu verschieben und sich damit abzufinden dass sich immer ein Anteil verbleibt, den man nicht beeinflussen kann.
Und wenn's schief geht - einmal öfter aufstehen, als man hingefallen ist.
Es ist ganz unterschiedlich, wie ich mit Tiefschlägen umgehe - kommt sehr darauf an, was passiert.
Den Tod kann ich mittlerweile akezptieren, da wird es mit jedem Mal leichter und die Bewältigung erfolgt über eine massive Trauerphase.
Und dann macht es einen sehr großen Unterschied, ob es um ein Versagen meinerseits geht oder darum, eine Ungerechtigkeit zu verkraften.
Ungerechtigkeiten machen mich maßlos wütend. Dann versuche ich dieser Ungerechtigkeit so viel Raum zu geben, daß die Wut rauskann. Und dann versuche ich umzudisponieren - sofort einen neuen Weg zu finden, sobald der erste Schock vorbei ist. Diese neue Richtung gibt mir dann die Kraft, das alte hinter mir zu lassen und vorwärts zu gehen.
Kann ich aber nichts tun und komme in eine hilflose Situation, dann ist es schwierig. Ich habe Jahre daran geknabbert, daß ich in meiner Diplomarbeit so "schlecht" abgeschnitten habe, daß ich nicht promovieren konnte, ohne einen Antrag zu stellen. Klingt blöd, aber ich habe da vollständig vor mir versagt UND es kamen einige Ungerechtigkeiten hinzu. Das hat Jahre gedauert. Seltsamerweise habe ich aber den Antrag nicht gestellt und merkte nach langer Zeit, daß ich gar nicht promovieren wollte.
Viel schwieriger ist es, mir selbst zu verzeihen, daß ich versagt habe. Bis ich dann etwas gelesen habe:
Jeder Mensch versucht in jeder Situation seines Lebens eigentlich IMMER sein Bestes zu geben.
Darüber habe ich lange nachgedacht. Und konnte für mich und auch für die Menschen in meinem Umfeld beobachten, daß es stimmt. Und so lernte ich verzeihen - auch mir selbst. Das heißt aber nicht, daß dann alles verziehen ist. Aber man reibt sich nicht mehr an Unzulänglichkeiten auf.
Übrigens, Thema Alkohol, sicher ist das keine Lösung. Aber manchmal, so habe ich festgestellt, kann ein ordentliches Besäufnis auch den Kopf freimachen und gut für die Seele sein. Nicht in Beziehungsdingen, da bemitleidet man sich dann nur noch mehr, aber in anderen Situationen habe ich das schon positiv erlebt.
macht er deine kopf wirklich frei?? ich denke, nur für den moment, aber wenn deine sinne wie klar sind, dann ist das problem oder der grund für dein besäufnis noch immer da.
also kann alk weder eine lösung sein, noch den langfristig den kopf frei machen...
Ich habe schon so viele Tiefschläge - beruflich, privat und gesundheitlich - hinnehmen müssen, daß ich mich manchmal gefragt habe, was mich überhaupt noch aufrecht hält. Aber irgendwie geht das Leben immer weiter, teilweise habe ich irgendwann aufgehört, mir über Dinge den Kopf zu zerbrechen, die ich einfach nicht ändern kann. Stattdessen habe ich immer versucht, mir meinen Humor zu bewahren und aus jeder Situation das Beste zu machen, das möglich ist.
Ich reagiere ganz unterschiedlich auf Tiefschläge, je nachdem, in welchem Lebensbereich es mich trifft, mal explodiere ich, mal fresse ich es in mich hinein. (@ Gimli: mit der Kombination von Sex und Schokolade hab ich's noch nicht probiert).
Andererseits - auch wenn man das in Tiefpunkten nicht wahr haben möchte - wachsen wir nicht durch unsere Erfolge, sondern eher durch die Niederlagen. Die wahren Stärken der Menschen zeigen sich meist erst im Umgang mit ihren Schwächen.
@ BamBam: Widder sind offensichtlich irgendwie kleine Lebenskünstler - ich bin auch einer.

@Sledge:
Wenn Du Dich besäufst, um Deinen Kummer zu ertränken, dann zieht Dich der Alkohol nur noch mehr runter. Das ist ja auch geplant und wenn man seinen Frust geplant loswerden könnte aus diese Weise, dann wäre die Welt frei davon.
Wenn sich so etwas aber ergibt, einfach, weil man in guter Runde, z.B. mit Freunden, seinen Frust vergisst und das eine zum anderen führt, dann hilft es, den Druck, den man sonst hat, einfach mal hinter sich zu lassen. Ich habe das erst vor kurzem wieder erlebt und am nächsten Tag, befreit, eine Entscheidung gefällt für mein weiteres Leben, die ich mit dem Frust des Vortages nicht hätte fällen können, zumindest nicht so schnell.
@Cory:
Humor, auch in schlechten Zeiten, ist für mich unabdingbar um mich schnell wieder zu berappeln. Der Humor ist das letzte, was ich verliere. Hey, das Leben ist so toll, man muss es nur zu nehmen wissen wie es kommt.