Bodybuilding-Forum von BamBams Corner

Normale Version: Agenturmeldung: Anabolika-Nutzer meist gut verdienende Büroangestellte
Du siehst gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Interessante Agenturmeldung. Regt bei der Dopinghatz in der letzten Zeit ein wenig zum Nachdenken an, mich zumindest...

The Associated Press schrieb:
Anabolika-Nutzer meist gut verdienende Büroangestellte

New York (AP) Der durchschnittliche Anabolika-Konsument ist ein gut verdienender Büroangestellter im Alter um die 30 Jahre, der regelmäßig ins Fitness-Studio geht und sehr körperbewusst ist. Das ist das überraschende Ergebnis einer Internet-Befragung von rund 2.000 US-Bürgern. Die meisten Steroid-Nutzer haben demnach keine sportlichen Ambitionen und begannen mit dem Konsum der Stoffe auch nicht im Jugend-, sondern erst im Erwachsenenalter.
Anzeige

Das Hauptmotiv für den Griff zu den Substanzen ist, Muskelmasse und Kraft zu steigern und körperlich attraktiv zu sein. Die Befragten gaben an, die Einnahme der Mittel sorgfältig zu planen, Sport zu treiben und sich gesundheitsbewusst zu ernähren, wie die Psychologen der Universität von South Florida in der Online-Zeitschrift «Journal of the International Society of Sports Nutrition» berichten.

Die Darstellung des Problems in der Öffentlichkeit konzentriere sich bislang hauptsächlich auf Athleten und gefährdete Jugendliche, beklagen die Forscher. Für eine effektive Prävention brauche man aber zuverlässige Informationen darüber, wer solche Mittel tatsächlich nutze und warum er das mache.

(Quelle: «Journal of the International Society of Sports Nutrition», Vol. 4:12)

Interessant. Vor allem, dass diese Menschen wahrscheinlich nicht mal Wettkampf Ambitionen haben und trotzdem zur Chemie-Keule greifen.
Medikamente als Lifestyle-Drogen, das überrascht mich nicht besonders. Seit vielen Jahren ist es ja schon en vogue, sich im Alter Wachstumshormone zu verabreichen, Testosteron wird an ältere Männer ebenfalls gern und bedenkenlos verschrieben. Die Hemmschwelle bei Verbrauchern (bzw. Missbrauchern) und Ärzten, das Zeug jedermann zu verabreichen, der über "Antriebslosigkeit" klagt, sinkt in dem Maße, in dem Freunde und Kollegen von ihren phantastischen Erfahrungen erzählen.* Und wer keinen Arzt kennt, der kennt jemanden, der einen kennt...



*Das gleiche Phänomen, das in den Steroidforen zu beobachten ist.
@ erik
oh oh oh ich glaube, da hast du ein richtig heikles thema aus der kiste gezogen.....mal sehn was das hier wirdOpa

Lenny schrieb:
Interessant. Vor allem, dass diese Menschen wahrscheinlich nicht mal Wettkampf Ambitionen haben und trotzdem zur Chemie-Keule greifen.


ich find das relativ "logisch"
wettkampf bbler oder sportler allgemein haben doch ihre ziele (muskulöser körper, bestleistungen) im allgemeinen schon (wenigstens zum teil) erreicht.
"amateure" die evtl beruflich oder von der motivation her nicht regelmäßig trainieren und ernährungstechnisch zu schlampig sind, oder zu wenig wissen haben, gehen halt eher den leichteren weg. die wollen eben auch muskeln, aber ohne den aufwand der profis.
irgendwo hab ich mal gelesen, das in der schwulenszene besonders viel gedopt wird (hab jetzt extra nicht geschluckt geschrieben), weil der körperhype da noch ausgprägter ist.

ich hatte mal einen freund, der ist einfach zum arzt gegangen und hat gesagt, das er was verschrieben haben will, das ihm beim muskelaufbau hilft.
scheint geklappt zu haben, denn der ist mutiert.
vom specki zum kleiderschrank mit sexpack in knapp 2 jahren

Wahnsinn,

dass muss ich erstmal sacken lassen!

Hört sich an, als wäre es das normalste der Welt.

Einfach nur erschreckend!
@ emenius

Was meinst Du denn wie viele Profis ihre Ziele ereicht haben?
Generell ist es doch so, dass der Mensch egal in welchen Bereich nach mehr strebt(Erfolg, Geld, Aussehen...) um zufrieden zu sein&wenn diese Ziele ereicht sind will man noch mehr. Denke, da kann sich keiner ausnehmen. Lediglich die Prioritäten sind da anders gesetzt. Und nun plötzlich wird manchen ein Weg aufgezeigt der es ihnen ermöglicht viel schneller & wahrsheinlich mit geringerem Aufwand das von ihnen angestrebte zu ereichen. Nicht nur für Charackter schwache Menschen ist dies eine riesen Verlockung.
man kommt einfach viel zu leicht ran, bzw. wird viel zu leicht rangebracht. ähnlich wie bei kokain (um mal eine "harte droge" als beispiel zu nehmen) muss man sich nur ne zeit lang dort aufhalten wo es konsumiert wird (in der disco, respektive dem gym) und man muss nichtmal danach fragen oder bitten.

interessant ist nur, wieviele faule, dumme, undisziplinierte und unehrenhafte menschen es gibt, die kacke aussehen, keine ahnung haben und sich auch dementsprechend ernähren und trainieren, aber meinen das wundermittel testo wird ihnen schon zu einem leicht überdurchschnittlich gut aussehenden körper (wobei das auch im auge des betrachters liegt ...) genügen. Leider und deswegen seh ich da auch langfrisitig in unserer gesellschaft ueberhaupt keinen rückgang, ist dem aber häufig auch so - wenigstens solange die leute on sind (und da ist auch schon der haken). das es ohnehin ein teufelskreis ist für den luschigen hobby-büroathleten brauch man eigentlich nicht dazu sagen.

grund dafür ist glaub ich auch das nichtwissen und die verblendung der leute die anfangen zu trainieren wie ilpadre das schon angesprochen hat. in den ganzen stoff-foren oder denen in denen das thema nicht verboten wird, springen dem leser ausschließlich die positiven aspekte entgegen und werden vom autor natürlich auch bewusst hervorgehoben! "wow, was für kraftfortschritte und die krasse gewichtszunahme! die paar pickel, mit denen könnte ich auch leben bei dem erfolg."

das von den 20kg dann 18kg wasser und fett sind und die 10-20kg auf der bank in der zeit auch durch ne konsequente umstellung der ernährung dringewesen wären (die ja bei den meisten erst zu dem zeitpunkt stattfindet, zu dem sie sich entschlossen haben zu dopen), der "athlet" dafür aber eine langfristig geschädigte leber und zerschossene herzkranzgefäße hat fällt hinten runter. wer redet schon gerne darüber oder kümmert sich selbst überhaupt darum ...


naja, sorry bin wohl ein bisschen abgeschweift.


schön wäre wenn es für hobbyathleten wie zb in den 50ern kaum möglich wäre an die sachen zu kommen. über das bild unseres sports in der öffentlichkeit muss man sich so jedenfalls nicht wundern oder ärgern, welche andere sportart hat sonst im hobbybereich bezüglich des dopings so ne große lobby? es müsste schon n großer ruck durchs bodybuilding gehen um daran was zu ändern ...




whatever


flex
oO...is das denn n verstoß gegen die netiquette?

na wenns da mal keinen ärger gibt, mein lieber BamBam!

hehe,lg
Ich als Admin darf das Wink

Allerdings achte ich sehr darauf, in welche Richtung das Thema (und der Ton darin) sich entwickelt und behalte mir vor, die Diskussion ggf. zu beenden. Opa
Seiten: 1 2 3
Referenz-URLs