Dir ist schon klar, dass Deine Begriffe von Gut, Böse und Sünde, die Du so groß im Munde führst, durchweg ohne aristotelisches/jüdisch-christliches Denken gar nicht möglich wären? Ebenso wenig wie die Friedensbewegung ohne das Denken der alten Kyniker übrigens. Und Dir ist ebenso klar, dass das Denken des Abendlandes seit der Aufklärung, besonders durch den Idealismus und den Kritiken Kants, ohne den grundlegenden Idealismus des Platon gar nicht möglich wäre?
sowas ist für mich gewäsch.
ich könnt mir jetzt auch nen wolf googeln und auf extra intellektuell machen.
aber soweit interessiert es mich nicht. ich habe durchaus meine meinung, ohne jetzt mit tiefgreifenden floskeln um mich zu werfen. in meinen augen machst du jetzt einen auf wichtig, denn sonst schreibst du ja auch nicht so. dir passen meine kommentare scheinbar nicht, und jetzt versuchst du mich auf die billige art und weise mundtot zu machen.
aber ich nehme mir durchaus das recht heraus zu diesem thema etwas schreiben zu können, ohne vorher theologie, etc studiert zu haben.
oder kann man sich nur dann gedanken zum thema "gibt es einen gott" machen?
wäre schlecht für 99% der religiösen bevölkerung.
doch, sie dürfen. so auch ich. und das sind nunmal die fragen, die sich einer ohne dein (für mich überflüssiges hintergrundwissen, das meiner meinung nach nichts mit dem glauben an religion an sich zu tun hat) stellt, wenn er sich fragt, ob es diesen gott nunmal gibt.
und ich habe für mich auf keine dieser fragen je eine plausible antwort bekommen, was mich zu dem schluß bringt, es gibt ihn nunmal nicht.
das ein gläubiger sowas nicht gerne hört kann ich mir vorstellen.
aber seine fragen, meinungen deswegen durch eine arrogante schreibe in abseits stellen zu wollen, ist etwas zu billig.
wir könnten auch über ein thema sprechen von dem ich ahnung habe, mein beruf zb. da könnt ich dich auch mit fachbegriffen und insiderwissen wollwerfen, nur um dir fragen zu stellen, die du als uninteressierter einfach nicht wissen kannst.
würd ich aber nicht machen. weils weg von der sache, hin zu diffamierung führt.
leider ein stil , den auch viele politiker sich zu nutze machen, wenn sie auf unbequeme fragen nicht antworten wollen.
Ja, haben sie. Und Deine Argumentation ist das beste Beispiel dafür, was passiert, wenn deren Denken durch Plattitüden völlig verfälscht wird. Aber daran, dass Du nicht genug über Deine Grundsätze reflektierst, kannst Du diesen Herren nicht die Schuld geben.
s.o. wenn politiker einen gegenvporschlag der opposition nicht dulden wollen, nennen sie ihn unausgereift.
du tust grad das gleiche, formulierst es nur anders.
Religionen entstehen ja nicht voraussetzungslos aus dem nichts, sondern aus einem metaphysischen Bedürfnis der Menschen und aus Traditionen heraus.
wenn religionen aus einem bedürfnis und aus traditionen entstehen, widerspricht das der existenz eines gottes als alleinigem grund für diese religion.
ich glaube einfach, das sind übernommene verhaltensmuster.
Eigene Nase fassen.

warum? ich bete nichts nach (kleines wortspiel am rande). alle meine kritischen fragen habe ich mir selber mal gestellt, teilweise schon als kind im religionsunterricht. sie sind alle aus logischen beweggründen entstanden, frei von hetze anderer. soviel freiraum hat man in der religion glaub ich nicht, wenn man über gott und sein auswirken reflektiert, nur um das wort mal zu gebrauchen. 
mal angenommen, jemand wird im dschungel geboren, ohne kontakt zu anderen menschen (oder zumindest zu gläubigen). würde der eines morgens aufwachen, und an gott glauben?
nein. warum nicht? weil er noch nie von ihm gehört hat.
Auch das ist Unfug. Weil ein Mensch ein soziales Wesen ist, das in eine sprachliche und soziale Situation hineingeboren wird. Natürlich kannst Du jetzt mit den Einzelfällen der "Wolfskinder" kommen. Die Denken in der Tat nicht über Gott nach. Weil sie gar nicht nachdenken, da ihnen die Sprache fehlt.
das ist jetzt aber unfug. natürlich können solche menschen nachdenken. sie tun es nur anders als wir. selbst wenn sie nicht sprechen können und in unseren augen dumm sind (bzw ungebildet), so tun sie das für sich "logische" beste in ihrer situation.
die meisten buschstämme haben tiere als gottheiten. das ist aus angst, faszination und scharlatanerie entstanden. wären diese menschen in der "zivilisation" aufgewachsen, hätten sie sicher einen anderen gott. nämlich den der allgemeinheit. herdendenken. wer sich keine anderen gedanken macht, denkt was die anderen denken. gleiches mit dem glauben. oder warum konzentrieren sich religionen (ausser dem christlichen, was durch die kreuzzüge bedingt ist) alle auf eine region?
Ich muss Dir ganz ehrlich sagen, ein Strenggläubiger gleichgültig welcher Religion, mit dem ich in einen vernünftigen Dialog treten kann, da er über seine Grundsätze reflektiert hat, ist mir 1000 Mal lieber als ein vermeintlicher Atheist und Kritiker, der unreflektiert und verbohrt mit Plattheiten um sich wirft und dabei gar nicht bemerkt, wo er seine Wurzeln hat.
verstehe, ich bin unvernünftig, weil ich nicht an deinen gott glaube? und deswegen können auch meine argumente nicht venünftig sein? deine auszüge klingen fast schon nach ignoranz, dem anderen gegenüber. "fachwissen" und gestochene umgansform ändert daran nichts. und ne richtige antwort auf meine kritischen fragen konnte/wollte mir trotzdem keiner beantworten.
das geht halt nur mit argumenten, und nicht mit thesen.
übrigens besagten solche thesen früher auch einmal, die erde sei eine scheibe. das haben auch alle geglaubt, genau wie die religiösen thesen.
nur konnte man das irgenwann widerlegen.
aber etwas zu widerlegen, das es in augen der wissenschaft nicht gibt, sondern nur existiert weil andere es glauben wollen, kann man leider nicht.
man kann nur (wie ich) kritische, teils auf logik aufbauende fragen stellen, und hoffen, das sie einer von den gläubigen beantworten kann.
können sie aber nicht.
was sagt mir das über die existenz gottes?