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Erklär mir bitte eines, wenn wir uns schon in theologische Knackpunkt-Ebenen vorwagen:
angenommen: Gott würde dafür sorgen, dass die Welt der menschlichen Einschätzung entsprechend gut und heil wäre: kein Hass, keine Trauer, kein Leid, ...
wo würde uns das hinbringen? In ein Nichts! Denn nur da, wo das "Schlechte" existiert, kann das "Gute" erkannt werden.

Jaystar schrieb:
auf jeden fall muss man sagen, dass die bibel, speziell das neue testament, maßstäbe in moral und ethik gesetzt hat und allen moderneren denkern hunderte von jahren vorraus war!

Nanana, den Ball schön flach halten. Maßstäbe in Moral und Ethik haben diese Herren gesetzt:

Epikur (geb. 341 v. Chr), Begründer der epikureischen Ethik
Aristoteles (384 v. Chr), Autor der nikomachischen Ethik
Platon (427 v. Chr), ethische Dialoge z.B. Charmides
Pyrrhon (360 v. Chr), ethisches Prinzip der Ataraxie
Antisthenes (440 v. Chr) Begründer des Kynismus
Siddhartha Gautama (563 v. Chr), Buddha

...und so weiter und so fort. Und das einige Jahrhunderte vor dem neuen Testament.

Und: Ja, das ist moderne Ethik, weil sie auch heute noch jeden Bereich abdeckt (siehe Sloterdijks "Kritik der zynischen Venuft").

Gimli, nur mal so nebenbei, das Alter der biblischen Schriften ist unbekannt, da keinerlei Originaltexte vorhanden sind.

Billy schrieb:
Gimli, nur mal so nebenbei, das Alter der biblischen Schriften ist unbekannt, da keinerlei Originaltexte vorhanden sind.

Ich denke, es ist anzunehmen, dass das NT, das Jaystar als maßstäblich für Moral und Ethik nimmt, nicht weit vor dem Jahre 1 entstanden ist. Wink

Billy schrieb:
Erklär mir bitte eines, wenn wir uns schon in theologische Knackpunkt-Ebenen vorwagen:
angenommen: Gott würde dafür sorgen, dass die Welt der menschlichen Einschätzung entsprechend gut und heil wäre: kein Hass, keine Trauer, kein Leid, ...
wo würde uns das hinbringen? In ein Nichts! Denn nur da, wo das "Schlechte" existiert, kann das "Gute" erkannt werden.


dann sollten wir also dankbar für das schlechte sein, wa?
gilt das nur im großen? oder auch im kleinen?
wäre es dann nicht ne nette geste, wenn ich meinem nachbar die scheiben einschmeiße, damit er das schlechte erlebt, um das gute mehr zu erkennen? Zwinker
find ich doch etwas dünn. jeder sollte doch nett zu anderen sein.
was du nicht willst, das man dir tut...
das selbe kann man ja wohl auch von gott erwarten, oder?
davon ab, kann man aus nahezu allem was positives ziehen, wenn man nur will.
trotzdem bleibt die schlechte sache schlecht.  man bewertet es nur anders. aus eigenem antrieb. damit hat ein gott nichts zu tun.

Billy schrieb:
Nanana, den Ball schön flach halten. Maßstäbe in Moral und Ethik haben diese Herren gesetzt:


1. das waren stinknormale menschen, kein gott.
und wer weiß was für menschen das waren? waren die alle frei von sünde? oder haben die einfach nur menschen manipuliert?
so wie es auch heute menschen machen. nichts anderes macht zb ein ayatholla.
oder zb wenn ein sektenführer für seine jünger regeln aufstellt, dann ist das für uns aussenstehende doch auch bullshit.
ist im grunde aber nichts anderes.
wenn ich jetzt aber ankommen und sag "du, ich hab nen neuen gott gesehen, nen viel besseren", dann glaubt mir keiner.
aber gewissen menschen wird geglaubt.
das ist auch der grund, warum es soviele religionen gibt.
weil überall im laufe der zeit mal hier mal dort einer seine wahrheit verbreitet und seine anhänger um sich gesammelt hat. so sind religiöse gemeinschaften gewachsen.
daraus haben sich im laufe der zeit dann die großen weltreligionen gebildet.


und soviel "ethik" und moral diese herren gesetzt haben (sollen)... die kreuzüge, und alle anderen religiös geführten kriege (u.a. auch der 2. weltkrieg) haben sie nicht verhindern können. wahrscheinlich sogar noch geschührt. hexenverbrennung zb war ja auch ne religiöse erfindung. in meinen augen weder ethisch, noch moralisch.

kann man überhaupt behaupten, religion hätte die welt in irgendeiner art und weise positiv verbessert? oder geht es nicht nur um macht, menschen zu beherrschen, usw?

ich glaube einfach, das sind übernommene verhaltensmuster.
mal angenommen, jemand wird im dschungel geboren, ohne kontakt zu anderen menschen (oder zumindest zu gläubigen). würde der eines morgens aufwachen, und an gott glauben?
nein. warum nicht? weil er noch nie von ihm gehört hat.

Gimli schrieb:

Billy schrieb:
Gimli, nur mal so nebenbei, das Alter der biblischen Schriften ist unbekannt, da keinerlei Originaltexte vorhanden sind.

Ich denke, es ist anzunehmen, dass das NT, das Jaystar als maßstäblich für Moral und Ethik nimmt, nicht weit vor dem Jahre 1 entstanden ist. Wink


Hatte irgendwie überlesen, dass es sich um das NEUE Testament handelt. Mein Fehler.

emenius, bezügliches des Scheibeneinschmeißens. Das wäre theoretisch sogar denkbar und sinnvoll, WENN Menschen ihrer, wie ich finde, gott-gegebenen Natur mehr entsprechend würden.
Menschen würden aber in der Regel mit Gegengewalt in irgendeiner Form reagieren (einen auf die Murmel geben, anzeigen, die Ehefrau vergewaltigen).
Das Problem ist nicht immer die Situation, sondern die Reaktionsweise und Analyseebene, bzw. Analysekompetenz der Menschen, die nunmal Menschen sind und nicht göttliche Dimensionen komplett greifen können.
Schon das Paradies war den Menschen nicht gut genug. Wie könnte da eine Welt ausreichend sein, die von freien Menschen zu dem gemacht wurde, was wir heute immernoch "Mutter Erde" nennen?

Billy schrieb:
Denn nur da, wo das "Schlechte" existiert, kann das "Gute" erkannt werden.


kann man so sagen! damit beschäftigt sich die theodizee!
und zu gimli: die philosophen die du da aufgezählt hast kenne ich scho aber nicht ihr ganzen schriften! es gab zu diesem thema sicherlich noch mehr philosophische anlaufpunkte! aber ich denke auch die apostel nicht (sonderlich) von ihnen beeinflusst worden sind sondern, dass ihr inspirationsquelle woanders lag. auch hatten die philosophen damals ein nicht so breites "publikum" wie die christen es waren. viele konnten das auch gar nicht verstehen. in der bibel allerdings ist es für jeden verständlich gewesen! das heißt, dass diese worte viele menschen (in europa) beeinflusst haben! was dann viele christen ausgelebt haben( kreuzzüge usw) ist wieder bibel fern!
und das neue testament is sogar noch bisschen jünger. (die apostel haben es irgendwann zwischen 50 und 150 nach christus geschrieben oder so) auf jeden fall fi

emenius schrieb:
dann sollten wir also dankbar für das schlechte sein, wa?
gilt das nur im großen? oder auch im kleinen?
wäre es dann nicht ne nette geste, wenn ich meinem nachbar die scheiben einschmeiße, damit er das schlechte erlebt, um das gute mehr zu erkennen? Zwinker
find ich doch etwas dünn. jeder sollte doch nett zu anderen sein.
was du nicht willst, das man dir tut...


Nein, wir sollen nicht dankbar für das schlechte sein, sondern akzeptieren, daß es Schlechtes gibt, so wie es auch Gutes gibt.
Zu sagen, eigentlich sollten wir alle nett zueinander sein, ist unrealistisch und eine Traumwelt, die es nicht gibt.
Wenn Du Deinem Nachbarn die Scheibe einschmeißt bist Du lediglich im Kreislauf von Ursache und Wirkung, wenn Dir das etwas sagt. Du hattest dann wohl Deinen Grund dafür, mußt aber auch mit den Konsequenzen leben, und Dein Nachbar wiederum mit den Konsequenzen seiner Konsequwenzen, usw. .
Aber es wird immer Leute geben die anderen die Scheibe einschmeißen, die Kriege anfachen oder andere ausbeuten. Das ist so, weil es immer Täter und Opfer geben wird. Das hat jetzt auch nichts mit Gott oder Glauben zu tun, sondern ist einfach realistisches Leben.
Und wenn ich diese Sprüche von den armen Kindern der Dritten Welt höre frage ich mich nicht welcher Gott dafür verantwortlich ist, sondern wo ich selbst ansetzen kann. Und da ich auf die 3. Welt kaum Einfluß habe, versuche ich in meinem direkten Umfeld für mich richtig zu handeln, und ob es richtig ist, zeigt mir das Leben, mein Erfolg, mein Mißerfolg,... .
....glaube ich....Zwinker

ich les mir das jetzt nicht alles durch ey...viel zu abgeschlafft jetzt;(
gibt halt kein gott, denkt doch einfach mal nach*g*
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