Bodybuilding-Forum von BamBams Corner

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BamBam schrieb:
Die Leute verwechseln immer die Regenerationszeit des ZNS mit der der Muskulatur. Der Muskel ist wesentlich eher wieder fit. Mit vielen Sätzen erschöpft man nur das ZNS.
Lieber öfters trainieren, dafür kurz und hart, und damit einen häufigeren Wachstumsreiz setzen, als nur 1x pro Woche und einen, der nach 3-4 Tagen nachlässt und danach nur noch Regeneration fürs ZNS kostet.

Nicht umsonst trainieren K3K teilweise die 3 großen Muskelgruppen sogar 3x pro Woche.


Nunja, die Belastungsfähigkeit der Nerven ist ja eine sehr indivduelle. Das ZNS wird auch durch die Intensität belastet. Deshalb predigen ja gerade die Vertreter der HIT-Fraktion und des Einsatz-Trainings bis zu 12 Tagen Ruhe, bevor ein Muskel wieder belastet werden darf. Der Umfang ist da nur eine Seite der (ZNS)-Medaille. Man kann auch mit nur einem oder zwei intensiven Sätzen das ZNS samt Muskelregeneration kaputtmachen, wenn die Pausen zwischen den TE zu kurz sind.

Und mit der Erholung der Muskulatur ist es ja ebenfalls IMO recht heikel: Klar, nach einem Tag funktioniert der Blutfluß wieder normal, aber es braucht z.B. durchaus 3 Tage bis zu einer Woche, bis Muskelglykogen- und Muskelfettspeicherwieder aufgefüllt sind.

Du vergleichst hier aber im Moment zwei totale Gegensätze miteinander, auf der einen Seite HIT und auf der anderen Seite ein sehr hochvolumiges System. Die Intensität von HIT kannst Du mit letzterem gar nicht in jedem Satz erreichen.

Das ist ja das was ich sage. Wenn Du HIT auf der einen Seite hast und das andere extrem auf der anderen Seite, dann ist in der Mitte ein relativ großer Bereich. Ich halte nämlich beide Extreme nicht für optimal, wenn es um maximalen Aufbau geht.

Aber ich habe gerade gesehen, daß Du schon 40 bist. Mit steigendem Alter sinkt natürlich auch die Regenerationsfähigkeit, das ist klar. Ich würde in diesem Fall nie ein 2-maliges Training mit voller Intensität empfehlen, sondern mit verschiedenen Belastungszonen in den Einheiten arbeiten. Funktioniert IMO deutlich effektiver und konnte das auch an zig Klienten bereits erfolgreich ausprobieren.

Die Glykogenspeicher regenerieren übrigens deutlich schneller als eine Woche, sonst würde die Entlade-/Aufladeprozedur von Wettkämpfern nicht so eindrucksvoll funktionieren. Bei einem normal Trainierenden werden die Glykogenspeicher ohnehin im Training nicht so stark entleert.

BamBam schrieb:
Nein, aktuell nicht. Das würde meine Regeneration überfordern bei zwei schweren Beineinheiten pro Woche.


Stimmt es eigentlich dass viele Profi-BBler mehrmals wöchentlich mehrstündige (über den Tag verteilt) entensive Cardioeinheiten durchführen?

BamBam schrieb:
Aber ich habe gerade gesehen, daß Du schon 40 bist. Mit steigendem Alter sinkt natürlich auch die Regenerationsfähigkeit, das ist klar. Ich würde in diesem Fall nie ein 2-maliges Training mit voller Intensität empfehlen, sondern mit verschiedenen Belastungszonen in den Einheiten arbeiten. Funktioniert IMO deutlich effektiver und konnte das auch an zig Klienten bereits erfolgreich ausprobieren.


Du meinst, beispielsweise am Montag Beintraining, bis die Schwarte kracht, und dann am Freitag die nächste TE Beine, aber mit moderater Intensität (und/oder Umfang)?

Apropos "40": Ich will ja niemandem Angst machen und nichts Verallgemeinern, aber ab 35 merkt man tatsächlich, dass Pausen verdammt wichtig werden. Naja, in 35 Jahren schmeiss ich mir eine 25Kg-Hantel vorn in den Rollator, und los gehts. Opa

@J.C.:
Profibodybuilder trainieren sehr individuell, da kann man nicht viel verallgemeinern, gerade beim Cardio. Aber ich kenne einen, der in der Diät mehrfach täglich Cardio macht. Nur, sicher nicht intensiv, das ist mehr lockeres Radeln auf dem Ergometer. Mehr wäre hier eher kontraproduktiv.

@Gimli:
Ja, genau. Im Moment habe ich z.B. einige Klienten, die mit einem 2er-Split arbeiten an 4 Trainingstagen pro Woche. In einer Einheit arbeiten sie sehr intensiv mit 100% Intensität, in der anderen Einheit für die gleiche Muskelgruppe nur mit 80% (manche auch mit etwas mehr, das hängt von verschiedenen Faktoren ab).

Oder schließ Dich mal mit unserem Mod Markus kurz. Der trainiert derzeit 3x/Woche den kompletten Körper, aber nur mit Kniebeugen, Bankdrücken und Kreuzheben. In der einen Einheit 100%, die nächste 80% und die dritte dann mit 60%. Und der Junge wächst wie Unkraut im Moment.

Zitat:
Apropos "40": Ich will ja niemandem Angst machen und nichts Verallgemeinern, aber ab 35 merkt man tatsächlich, dass Pausen verdammt wichtig werden.

Stimme ich Dir zu, bin ja auch mittlerweile 35 und könnte nicht mehr so trainieren wie mit 18. Aber das muss man auch nicht, das Ziel ist vielmehr ein intelligentes Training, das alle Faktoren berücksichtig.

Bin übrigens gerade mit einem Verlag am Verhandeln, die mich gefragt haben, ob ich nicht ein Buch darüber schreiben möchte. Mal sehen, vielleicht klappt es ja.

BamBam schrieb:
Ja, genau. Im Moment habe ich z.B. einige Klienten, die mit einem 2er-Split arbeiten an 4 Trainingstagen pro Woche. In einer Einheit arbeiten sie sehr intensiv mit 100% Intensität, in der anderen Einheit für die gleiche Muskelgruppe nur mit 80% (manche auch mit etwas mehr, das hängt von verschiedenen Faktoren ab).


Besten Dank für den Denkanstoß, das klingt nach Ausprobieren! Hello
Ab 1. Juni wollte ich ohnehin meinen Plan für die drauffolgenden Wochen neu strukturieren (der "Sommerplan" Cheers ), und da werde ich das mal auf der Basis alternierender Intensität aufbauen.


BamBam schrieb:
Bin übrigens gerade mit einem Verlag am Verhandeln, die mich gefragt haben, ob ich nicht ein Buch darüber schreiben möchte. Mal sehen, vielleicht klappt es ja.


Mensch, wir warten doch eh' schon alle auf Dein Ernährungs-Buch! Mahlzeit

jaja das %-training Smile

Ich habe mich auch lange damit beschäftigt, und auch ich habe für mich einen Plan gefunden der mir hilft aufzubauen. ausser in der Brust.. naja mit zunehmender muskelmasse und "vitaminen" frag ich mich ob es nicht doch zu wenig ist. vieleicht sollte ich noch paar sätze mehr reinrbingen..?

ich trainiere einmal 100% und einmal ca 85%.

es ist ein 2er split den ich dann 5x die woche ausführe !

->

Brust,bizeps,beine

------------------

Rücken,schultern,trizeps

sind dann jeweils

6 sätze für brust
9 sätze für rücken
5 sätze für beine
6 sätze schultern
3 sätze Bizeps und
3 sätze Trizeps.

bei der Brust versuche ich nach dem Milos sarcev prinzip zu arbeiten

(http://www.thefitshow.com ->milos chest)

ich liebe kreuzheben über alles, aber auch hier seh ich´s mitlerweile wie Erik.. irgendwie ist es anscheinend nicht wirklich ne aufbau übung für mich. mein "langhantelrudern" hab ich mich allerdings für das rudern am kabelzug mit einer art langhantel entschieden. beine mache ich normalerweise kniebeugen und danach hackenschmidt. aber beim "leichten" Training. entscheide ich mich auch manchmal für frontkniebeugen oder nur hackenschmidt umd die quardrizepse mehr auszureizen. so mach ich´s Wink
Also ich als Leidensgenosse muss sagen der Plan ist sehr schön, auch wenn das Beintraining 2 mal die Woche etwas gewöhnungsbedürftig ist was Kreislauf angeht, kommt nicht selten vor dass ich am Boden lieg und nach Luft schnappe.

BamBam schrieb:
Nein, ich würde auch im Aufbau so trainieren.

Die Leute verwechseln immer die Regenerationszeit des ZNS mit der der Muskulatur. Der Muskel ist wesentlich eher wieder fit. Mit vielen Sätzen erschöpft man nur das ZNS.
Lieber öfters trainieren, dafür kurz und hart, und damit einen häufigeren Wachstumsreiz setzen, als nur 1x pro Woche und einen, der nach 3-4 Tagen nachlässt und danach nur noch Regeneration fürs ZNS kostet.

Nicht umsonst trainieren K3K teilweise die 3 großen Muskelgruppen sogar 3x pro Woche.

Auch weit gefächerte Splits würde ich nur noch gehen, wenn ich in einer direkten Wettkampfvorbereitung bin und wenn es mir auf die Detailarbeit ankommt.



du schreibst das viele sätze nur das ZNS erschöpfen und man lieber kurz und hart trainieren soll. ist es nicht so das man auch mit sehr hoher intensität das ZNS erschöpft= kurz und hart???

oder soll man hart trainieren aber nicht bis zum muskelversagen kommen?

Hallo miteinander.

Wäre es kontraproduktiv, wenn man an Beintag 1:

3 Sätze tiefe Kniebeugen
2 Sätze Hackenschmidt
4 Sätze Beinbeuger liegend

...jedoch an Beintag 2 zum Beispiel:

3 Sätze Frontbeugen
2 Sätze Beinpresse
4 Sätze Kreuzheben mit gestreckten Beinen

machen würde? Trifft ja "im Grunde" die gleichen Muskeln.
Oder gar beide Einheiten nach verschiedenen Systemen. 1. Beineinheit wie Erik und 2. Beinheit nach Milos Sarcev Style!?

Danke + Gruß!
ColaLight
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