14.05.2007, 09:01
Hallo Leute,
am vergangenen Wochenende fand im kühlen Schleswig Holstein die Europameisterschaft im Kraftdreikampf und Bankdrücken statt. Nachdem sich Michael Schrott intensiv auf dieses Event vorbereitet hatte, fuhren wir guter Dinge und mit Hoffnung auf einen Medaillenplatz nach Schleswig.
Die erste Ernüchterung folgte auf dem Fuß, als ein russischer Athlet bereits in der -90Kg Klasse gewaltige 367,5 Kg im Kreuzheben schaffte. Aber die russische Hymne sollte wir noch des öfteren zu hören bekommen...
Nach diversen Aufwärmsätzen wurde es dann langsam aber sicher Ernst und der erste Kniebeugenversuch stand an. Die 380 Kg meisterte Schrotti mit souveräner Technik und fast übertriebener Tiefe. Ich schwitze mittlerweile mehr als die anwesenden Athleten. Wer wissen will wie ich mich fühlte, sollte einmal bei 30 Grad und tropischer Luftfeuchtigkeit Bandagen binden. Im weiteren Verlauf gabe es zunächst mal einen Dämpfer: einen ungültigen zweiten Versuch mit 400Kg.
Die magische 400 zeigte erste einschüchternde Wirkung...
Die Leistungen der weiteren Top-Athleten aus Finnland und Russland spornte Michael erneut an, sodaß er die 400er Marke im Dritten und Letzten Versuch knackte. Jetzt hatten wir erstmal eine kurze Pause, bis es mit dem Bankdrücken weiterging.
Nach einem technisch schlechten und ungültigen Erstversuch im ungewohnten Titan Katana brachte Michael nach einem Hemdwechsel letzlich 245 Kg in die Wertung.
Jetzt konnte nichts mehr passieren, war doch das Kreuzheben seine Paradedisziplin. 310 Kg waren für den Erstversuch anvisiert. Ich erinnerte mich an dieser Stelle kurz an eine vergangenen Trainingseinheit, in der er 10(!) Maximalversuche mit 300Kg absolvierte. Entsprechend leicht ging die Hantel, trotz fehlender Ausrüstung, nach oben. 330 KG waren eingeplant und dringend für Rang 2 benötigt, da riß eine alte Verletzung an der rechten Hand wieder auf. Nach kurzer Beratung war klar geworden, daß wir abbrechen mussten.
Den Schluss des Wettkampfs verfolgten wir von der Tribüne aus, nachdem wir die Entscheidung offiziell machten. Trotz Verletzung hat sich die lange Anfahrt gelohnt, denn es sprang mit grossem Vorsprung eine Bronzemedaille mit einem Total von 955Kg heraus. Die WM findet in 5 Monaten statt und bis dahin ist die Hand wieder voll einsatzbereit.
Einen kurzen Zusammenschnitt der Versuche findet Ihr hier:
http://www.myvideo.de/watch/1436030
Viele Grüße
Markus
am vergangenen Wochenende fand im kühlen Schleswig Holstein die Europameisterschaft im Kraftdreikampf und Bankdrücken statt. Nachdem sich Michael Schrott intensiv auf dieses Event vorbereitet hatte, fuhren wir guter Dinge und mit Hoffnung auf einen Medaillenplatz nach Schleswig.
Die erste Ernüchterung folgte auf dem Fuß, als ein russischer Athlet bereits in der -90Kg Klasse gewaltige 367,5 Kg im Kreuzheben schaffte. Aber die russische Hymne sollte wir noch des öfteren zu hören bekommen...
Nach diversen Aufwärmsätzen wurde es dann langsam aber sicher Ernst und der erste Kniebeugenversuch stand an. Die 380 Kg meisterte Schrotti mit souveräner Technik und fast übertriebener Tiefe. Ich schwitze mittlerweile mehr als die anwesenden Athleten. Wer wissen will wie ich mich fühlte, sollte einmal bei 30 Grad und tropischer Luftfeuchtigkeit Bandagen binden. Im weiteren Verlauf gabe es zunächst mal einen Dämpfer: einen ungültigen zweiten Versuch mit 400Kg.
Die magische 400 zeigte erste einschüchternde Wirkung...
Die Leistungen der weiteren Top-Athleten aus Finnland und Russland spornte Michael erneut an, sodaß er die 400er Marke im Dritten und Letzten Versuch knackte. Jetzt hatten wir erstmal eine kurze Pause, bis es mit dem Bankdrücken weiterging.
Nach einem technisch schlechten und ungültigen Erstversuch im ungewohnten Titan Katana brachte Michael nach einem Hemdwechsel letzlich 245 Kg in die Wertung.
Jetzt konnte nichts mehr passieren, war doch das Kreuzheben seine Paradedisziplin. 310 Kg waren für den Erstversuch anvisiert. Ich erinnerte mich an dieser Stelle kurz an eine vergangenen Trainingseinheit, in der er 10(!) Maximalversuche mit 300Kg absolvierte. Entsprechend leicht ging die Hantel, trotz fehlender Ausrüstung, nach oben. 330 KG waren eingeplant und dringend für Rang 2 benötigt, da riß eine alte Verletzung an der rechten Hand wieder auf. Nach kurzer Beratung war klar geworden, daß wir abbrechen mussten.
Den Schluss des Wettkampfs verfolgten wir von der Tribüne aus, nachdem wir die Entscheidung offiziell machten. Trotz Verletzung hat sich die lange Anfahrt gelohnt, denn es sprang mit grossem Vorsprung eine Bronzemedaille mit einem Total von 955Kg heraus. Die WM findet in 5 Monaten statt und bis dahin ist die Hand wieder voll einsatzbereit.
Einen kurzen Zusammenschnitt der Versuche findet Ihr hier:
http://www.myvideo.de/watch/1436030
Viele Grüße
Markus





